MAG 20-06 Szene

Zoll und Außenhandel – Kombination von Software und Beratung

Interview: Operational Analytics for ERP (OA4ERP)
Interview: Operational Analytics for ERP (OA4ERP)
Geschrieben von E-3 Magazin

Internationale Handels- und Zollvorschriften sind komplex. Thorsten Thelitz, Leiter des PwC Customer Service Center, erklärt, warum Anwender auf individuelle Beratung Wert legen sollten.

Mit einem digitalen Zoll- und Außenhandelssystem wie SAP GTS können Unternehmen ihre Zoll- und Außenhandelsprozesse automatisieren. Warum sollten Kunden zusätzlich Geld für externen Support ausgeben?

Thorsten Thelitz: SAP GTS bildet die zoll- und außenhandelsrechtlichen Prozesse ab. Dennoch beobachten wir bei vielen Unternehmen einen großen Bedarf an inhaltlicher Beratung, da sich die damit verbundenen Gesetze und Regelungen kontinuierlich ändern.

Weil das der Fall ist, halten wir alle notwendigen Kompetenzen bereit, um umfassende Beratungsleistungen zu erbringen. Anwender von SAP GTS sollten darauf achten, dass sie hinsichtlich der erforderlichen Kompetenzen gut aufgestellt sind. Oder sie sollten sich einen passenden Dienstleister suchen.

Was kann ein solcher Service leisten?

Thelitz: Eine digitale Lösung wie SAP GTS kann Listen und Abkommen zwar automatisch überprüfen, aber diese müssen zuvor schnellstmöglich in das System eingepflegt werden.

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Die Inhalte werden jedoch an verschiedenen Stellen veröffentlicht und die Daten müssen zudem meist noch von entsprechenden Providern aufbereitet werden. Anwender sollten daher darauf achten, dass ihr Anbieter sie beim Handling dieser Daten inklusive Upload entlastet.

Wichtig ist auch, einen Notfallkontakt für Systemausfälle zu erhalten. Denn erfahrungsgemäß tauchen Fragen zum System unangekündigt auf.

Sie bieten bei PwC solche Leistungen an. Bei welchen Themen und Fragestellungen unterstützen Ihre Berater die Kunden konkret?

Thelitz: Vor allem bei Anwenderproblemen sowie aktuellen Informationen rund um Außenhandel, Zollabwicklung und Zollverfahren. Außerdem beantworten wir Fragen zu Import und Export, Zollrecht und Zollprüfung oder zur Exportkontrolle.

Wir können auf ein weltweites Netzwerk von internationalen Experten zurückgreifen und finden dadurch Lösungen. Die Kundenanfragen erfassen wir über ein Ticketsystem und bearbeiten sie innerhalb klar geregelter Reaktionszeiten.

Über das System können wir zudem gewährleisten, dass die Anfrage immer vom Berater mit der bestmöglichen Kompetenz bearbeitet wird.

Das klingt recht teuer. Ist es für ein Unternehmen nicht günstiger, diese Kompetenzen selbst aufzubauen?

Thelitz: Ein solches Maß an Expertise aufzubauen ist sicher nicht unmöglich, aber sehr aufwändig und verursacht am Ende mehr Kosten als die Lösung über einen externen Anbieter.

Denn für reibungslose zoll- und außenhandelsrechtliche Prozesse braucht man Fachleute aus unterschiedlichsten Bereichen: Zoll- und Außenhandelsfachkräfte, SAP-Experten für das GTS und SAP-Basis-Berater.

All diese Fachkräfte sind teuer und auf dem Arbeitsmarkt schwer verfügbar. Zudem lohnt sich der Aufwand nicht für jedes Unternehmen, denn viele benötigen diese Kompetenzen nur punktuell – oder auch als Urlaubsvertretung. Deshalb empfehlen wir Kunden, auf eine Kombination aus Software und Beratung zu setzen.

Vielen Dank für das Gespräch.


Mehr Informationen zu SAP GTS:
https://store.pwc.de/de/sap-global-trade-services-aus-der-cloud

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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