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Wunschkonzert im SAP Solution Manager

Wenn SAP SolMan erst einmal im Einsatz ist, dann beginnt "Wünsch dir was" – eventuell aber auch schon vorher. Aus Beraterperspektive hört man dann Fragen wie: "Kann der Solution Manager…?" Wie gehen wir damit um?
8. Februar 2022
SolMan Kolumne
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Bei dem SAP Solution Manager handelt es sich um eine Sammlung von Werkzeugen, Inhalten und Services, die von der SAP zur Unterstützung der Einführung und des späteren Betriebs ihrer Unternehmensapplikationen angeboten wird. Mithilfe dieser Werkzeuge werden Projektinformationen, Monitoring-Daten, Probleme, Ereignisse und Änderungen verwaltet.

Unser täglich Brot ist es, die Ist-Situation der Kunden zu verstehen, ihre Soll-Situation zu abstrahieren und dabei meist möglichst am Standard zu bleiben. Im Kopf des Beraters finden darum blitzschnell Gedankenspiele statt, welche Kundenvorstellungen im System ad hoc umsetzbar sind, welche entwickelt werden müssen und welche ewig im Traumland schlummern werden.

Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn Anforderungen, die eher im Traumland anzusiedeln sind, plötzlich (oder wie im folgenden Fall nach ein paar Monaten) umgesetzt und greifbar im System werden? Hierzu gibt es ein wunderbares Projektbeispiel aus der Realität. Und zwar das von HIL.

Träume werden wahr

HIL ist ein Dienstleister der Bundeswehr und ist verantwortlich für verlässliche Logistikdienstleistungen für ausgewählte Waffensysteme und Geräte und die Sicherstellung einer definierten Materialverfügbarkeit. Das Unternehmen nutzt unter anderem das Incident und Change Management im Solution Manager, dieses bereits im Solution Manager 7.0. 

Mit der Zeit hat sich der genutzte Umfang natürlich erweitert, sodass auch die Belegarten zugenommen haben. Die IT war es gewohnt, mit einem umfangreichen Monitor aus der Systemversion 7.0 zu arbeiten. Hier wurden alle verwandten und zugehörigen Folgebelege auf einen Schlag angezeigt. 

Diese Funktion existiert nun im Solution Manager 7.2 nicht mehr. Auf die dortige Vorgangsanalyse hingewiesen, folgte allerdings rege Enttäuschung, da es keine tabellarische Darstellung gibt und die Lösung „Alles auf einen Blick sehen“ nicht vorhanden ist. Her also mit dem sogenannten Vorgangsmonitor, den Entwickler und Berater von Abat in mühevoller Arbeit erstellten. Entwicklungsaufgaben im Solution Manager sind ein besonders heißes Pflaster, da sie nicht gerade simpel sind.

Oftmals am Ende der Nerven und kurz vor dem Hissen der weißen Flagge half den Entwicklern jedoch gutes Zureden, um weiterzumachen. Und so ernährten sie sich wie fleißige Eichhörnchen, Stück für Stück, in akribischer Forschungsarbeit, durch Einsammeln von neu erlangtem Spezialwissen.

Alles im Blick

Der Vorgangsmonitor vereint den Blick auf – wie es doch so schön in der Solution-Manager-Welt heißt – eine zusammenhängende Wahrheit. Nämlich auf alle Belege, die in Bezug stehen: Vorgänger- und Folgebelege, Rückwärts- sowie Vorwärtssicht. Und das auf nur einen Blick. Ich sage dazu immer: „Ist das nicht toll?“

Das Tolle ist tatsächlich, dass, ausgehend von einem Incident, alle zugehörigen Folgebelege in einer Sicht angezeigt werden – also Änderungsanträge, dringende, normale und weitere Änderungen. Die Funktion wurde zusätzlich auf Geschäftsanforderungen, IT-Anforderungen und deren Folgebelege, also wiederum auch normale und dringende Änderungen, ausgeweitet. Zutreffende Suchkriterien, beispielsweise die Suche nach dem eigenen User, der in Belegen erwähnt wurde, runden den Vorgangsmonitor ab. Damit hat ein aktiver User alle Belege im Blick, an denen er in irgendeiner Form beteiligt ist.

Ende gut, alles gut

Seitdem die finale Lösung produktiv genommen wurde, nutzt HIL nun einen Vorgangsmonitor, den es eigentlich für jeden Solution-Manager-Nutzer im Standard geben sollte. Damit Kunden sowie Berater glücklich sind und schlussendlich alles gut ist – der Solution Manager auch.

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