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Was bei der IT-Modernisierung zu beachten ist

[shutterstock: 1438631441, greenbutterfly]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Dass Kunden immer mehr verlangen und das immer schneller, ist nicht neu. Für IT-Verantwortliche bedeutet das, den Spagat zu schaffen zwischen neuen Lösungen und bestehender, geschäftskritischer Technologie.

Was die IT-Abteilungen momentan beschäftigt, zeigt eine aktuelle Umfrage von Dimensional Research und DataStax unter großen Unternehmen: die Modernisierung der IT-Infrastruktur.

Das gaben alle der 304 befragten IT-Verantwortlichen an. Ein deutliches Ergebnis, überraschen tut es aber nicht. 99 Prozent der Antwortgeber berichten außerdem von Herausforderungen bei der Modernisierung der Architektur. Was macht das eine Prozent anders?

Sie stellen Daten in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen

Datensilos, teure Software für das Datenbankmanagement, Bedenken hinsichtlich Datensicherheit oder Zugriffsprobleme – das sind nur einige aktuelle Problematiken im Umgang mit Daten, die die IT-Abteilungen in der Umfrage angaben.

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Doch selbst in Zeiten von 5G und autonomem Fahren können Daten geschützt und gleichzeitig jederzeit zugänglich vorgehalten werden. Dafür muss nicht gleich das komplette Rechenzentrum ausgetauscht werden, für den Anfang sollten verschiedene Optionen geprüft und ein strategisches Konzept erarbeitet werden.

Sie bleiben trotz Cloud flexibel

Die Cloud ist für 85 Prozent der Befragten das Mittel der Wahl, um neue Anwendungen bereitzustellen. Doch auch mit ihr gibt es Probleme. Die Liste führt die Furcht vor Vendor Lock-ins an, ganze 95 Prozent der ITler haben hier Bedenken.

Arbeitet ein Unternehmen mit einem einzigen Cloud-Anbieter zusammen, kann es sehr schwierig und teuer werden, den gesamten Datenbestand zu einem neuen Anbieter zu migrieren.

Das könnte beispielsweise nötig werden, wenn der Hyperscaler die Preise erhöht. Doch mit der richtigen Datenbank lassen sich Lock-ins ganz einfach vermeiden. Unternehmen müssen darauf achten, dass sie verschiedene Clouds unterstützt und gleichzeitig Datenautonomie bietet.

Sie behalten Open Source im Auge

Hinsichtlich Betriebssystemen ist Open- Source-Software in großen Unternehmen seit Langem weit verbreitet. Anwendungen für den Produktivbetrieb auf der frei verfügbaren Technologie aufzubauen sorgte traditionell eher für Bedenken.

Hier gab es in den vergangenen Jahren jedoch einen signifikanten Wandel. 82 Prozent der Antwortgeber berichten, dass ihre Teams dem Thema heute offener gegenüber­stehen als noch vor fünf Jahren.

Bestandteil der Modernisierungspläne ist Open Source immerhin bei der Hälfte der befragten ITler und 32 Prozent gaben an, diese Technologie der kommerziellen sogar vorzuziehen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die heutige Technologie hohes Potenzial für Unternehmen mit sich bringt. Neue Umsatzmöglichkeiten, intelligentere Kosteneinsparungen und bessere Einblicke für die Planung des Geschäfts kann sie liefern.

Um aber auch wirklich davon profitieren zu können, muss jedes Unternehmen seine individuellen Anforderungen zusammentragen und dann abwiegen, wie und wo die einzelnen Workloads und Prozesse am besten abgebildet werden können – ob On-premises, in der Public-, Multi- oder Hybrid-Cloud.

Grafik 3 OpenSource Cmyk

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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