MAG 21-06 SAPanoptikum & Short Facts

Warum der Carve-out?

[shutterstock: 1187069845 Nattakorn_Maneerat]
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Geschrieben von E-3 Magazin

SAPs neues Financial-Services-Gemeinschaftsunternehmen wirft Fragen auf. Auch werden Forderungen der SAP-Anwenderunternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche laut.

SAP geht mit dem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Financial Services Industry (Projektname FSI) mit der Münchner Beteiligungsgesellschaft Dediq mit Start zum nächsten Geschäftsjahr marktorientiert neue Wege. Dies ist insofern nachvollziehbar, als sich bei Finanzdienstleistern zunehmend Nischenanbieter, Neo-Banken und entsprechend neue Dienstleister für Lösungen und Applikationen etablieren, auch beschleunigt durch die Pandemie.

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Karin Gräslund ist Fachvorständin Finanzen bei der DSAG.

Die in das Joint Venture eingebrachten Produkte, Services und Experten der SAP-Mutter sollen so flexibler, agiler und innovativer werden. Fragen zum weiteren Ablauf, zur strategischen Planung und Organisation und insbesondere zum Schutz bisheriger Investitionen der DSAG-Mitglieder stehen nun im Fokus.

Die bisher getroffenen, generellen Zusagen an Bestandskunden nehmen wir zur Kenntnis und vertrauen auf deren Einhaltung, obwohl das neue Joint Venture zwar „SAP branded“ sein wird, aber als rechtlich eigenständige Einheit am Markt auftreten soll.

Die Chance, in der neuen, schlankeren Unit mit Startup-Mindset bisher nicht da gewesene Potenziale zu heben und mit klaren, einfacheren Strukturen schneller am Markt agieren und Kundenbedarfe schneller realisieren zu können, begrüßen wir sehr. Der Investitionsschutz für Bestandskunden muss jedoch im neuen Unternehmen dieselbe Priorität haben wie neue, innovative Services für Neo-Banken.

Angesichts der großen Bedeutung für uns SAP-Anwender bestehen wir deshalb da­rauf, dass bereits miteinander abgestimmte Weiterentwicklungen sowie Wartung und Support eingehalten werden.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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