Coverstory 15-09 MAG 15-09

Von SAP-Klassik zu Hana und S/4

2015

Data-Center-Manager haben ihre IT-Infrastruktur beim Einsatz von Hana und S/4 so auszurichten, dass die Fachabteilungen neue Business Cases möglichst schnell umsetzen können. Eine zukunftsfeste und -kompatible Plattform stellt Fujitsu mit Primeflex for SAP Landscapes inklusive Flexframe Orchestrator bereit.

Verwendbare Szenarien und Busi­ness Cases mit S/4 Hana stehen bei vielen Firmen aus unterschiedlichen Branchen konkret an – nach ersten Hana-Schritten; etwa nach der erfolgreichen Einführung und dem nun schon längeren Einsatz von SAP BW oder ERP powered by Hana: im Retail-Sektor beispielsweise, um SAP-Customer-Activity-Repository-Anwendungen vorteilhaft zu nutzen, mit der Möglichkeit, Daten sowie Analysen in Sachen Kundenverhalten quasi in Echtzeit zu erhalten und so schneller und kundengerechtere Offerten oder Aktionen zu realisieren.

Oder in der Fertigungsindustrie, um mit Hana live arbeiten zu können. Damit Fachbereiche und Endanwender bei der ERP-Nutzung Datenanalysen direkt und ad hoc aus beispielsweise einer SAP-Logistikanwendung selbst durchführen. Oder, oder, oder.

Ein Teil der SAP-Bestandskunden setzt sich früh mit einer Komplettmigration und dem Einsatz von S/4 Hana auseinander, ein anderer Teil später. Ein weiterer hat unter Umständen im Visier, SAP-Klassik und S/4 Hana parallel zu nutzen – über eine gewisse Zeit zumindest.

Intelligence Data Center als Standard

Auf welche Art und Weise haben Data-Center-Verantwortliche zu reagieren und sich mit Folgendem auseinanderzusetzen: Wie können viel schneller und effizienter als bislang Infrastrukturressourcen für Fachbereiche oder Anwender für Hana und S/4-Hana-Anwendungen bereitgestellt werden?

Was muss eine derartige IT- und SAP-In­frastrukturumgebung für eine zielgerichtete und kosteneffektive Managementbarkeit beinhalten, die Enterprise-Anforderungen berücksichtigt und geänderte Betriebsprozesse unterstützt? Und: Wie lassen sich SAP-Klassik und Hana sowie S/4 Hana geschickterweise oder eine gewisse Zeit lang in Koexistenz betreiben?

Wege für eine schnelle und effektive Bereitstellung von Infrastrukturressourcen für neue Anwendungen oder Umsetzungen von gewinnbringenden Business Cases münden in ein sogenanntes Intelligence Data Center, wobei die Begrifflichkeit von Gartner geprägt wurde.

Data-Center-Verantwortlichen eröffnet sich insbesondere damit die Möglichkeit, nicht als eine Art „Bremser“ in Unternehmen zu gelten und womöglich dafür verantwortlich zu sein, dass neue Anwendungen – zum Beispiel eben S/4-Hana-Anwendungen – nicht in der von Fachbereichen gewünschten Zeit nutzbar sind.

Das Gebot der Stunde lautet: Geschwindigkeit und Agilität statt Long Action. Die Leitlinien eines Intelligence Data Center spiegeln sich in dem von Fujitsu bereitgestellten Lösungsangebot Primeflex for SAP Landscapes inklusive Flexframe Orchestrator wider und unterfüttern sie mit Konkretem und Handfestem.

Obendrein wird für Transformationssicherheit gesorgt und zugleich ein probates Kostenoptimierungspotenzial beim Data-Center-Wandlungsprozess in Richtung Hana bereitgestellt – auch unter Berücksichtigung einer gemischten SAP-Klassik- und Hana-Nutzung (SAP Business Suite und S/4 Hana) sowie zukünftig unter Einbeziehung einer OpenStack-basierten IaaS-Cloud.

Fujitsu Primeflex for SAP Landscapes inklusive Flexframe Orchestrator stellt eine Plattformlösung mit einem jahrzehntelangen Erfahrungs-Know-how gepaart mit innovativen Technologien für den bedarfsgerechten und gewinnbringenden SAP-Einsatz von heute und morgen dar.

Ein großer Teil aller SAP-Einsätze weltweit basiert auf In­frastrukturlösungen und -komponenten von Fujitsu als Global-SAP-Partner und Komplett­anbieter (auch zusammen mit der Fujitsu TDS) mit vielfachen Auszeichnungen von SAP.

Speziell im Hana-Umfeld verfügt Fujitsu über ein umfangreiches Angebot an Lösungen von einer Discovery Hana Appliance für Testzwecke (zum Beispiel auch, um S/4 Hana zu testen, siehe Kasten) und zum Hana-Kennenlernen bis hin zu Hana-Großumgebungen (Scale-out/Scale-up) inklusive Services, wobei man zahlreiche enge Partnerschaften pflegt, zum Beispiel mit Suse oder NetApp. Abgewickelt wurden bislang von Fujitsu weltweit weit über 1000-Hana-Projekte.

Primeflex for SAP Landscapes harmonisiert insbesondere die Kopplung von SAP-IT-Infrastruktur und Business-Anforderungen. Leitgedanke hierbei: die Bereitstellung von IT- und Business-orientierten Services.

Und zwar in integrierter Art und Weise, allerdings immer mit dem Ziel einer Vereinfachung und dem Erzielen von Nutzenvorteilen – sei es durch Kostenoptimierungen, sei es durch möglichst optimale Betriebsprozesse oder eine forcierte Unterstützung von Fachbereichen durch die IT.

Integraler Bestandteil von Primeflex for SAP ist Flexframe Orchestrator, eine IT-Managementsoftware, bei der insbesondere im Vordergrund steht: SAP-Applikationen, SAP-Datenbank(en) und die Hana-Plattform einfacher, schneller und effizienter zu managen.

Highlight dabei ist: die Nutzungsmöglichkeit eines einheitlichen Managements von klassischen SAP-Umgebungen und SAP-Hana-Infrastrukturen in einem System.

Ferner die umfassende Automatisierung von Administration und Maintenance sowie die durchgängige Administration aller physischen und virtuellen Ressourcen.

Außerdem wird eine integrierte, automatische Hochverfügbarkeit – auch für SAP Hana – sichergestellt. Wobei sich Third-Party-Produkte einbinden lassen.

Flexframe und OpenStack

So wird es zukünftig möglich sein, z. B. in einer OpenStack-basierten Cloud-IT-In­frastrukturumgebung SAP-Klassik und S/4 (inkl. Hadoop) sowie Non-SAP-Anwendungen zu betreiben.

Auch hier übernimmt Flexframe Orchestrator Managementfunktionen und arbeitet integriert mit OpenStack bzw. mit OpenStack-Komponenten (oder -Modulen) zusammen.

Flexframe Orches­trator übernimmt dabei das Management der SAP-Landschaft und interagiert mit den OpenStack-Komponenten Heat (Orchestration) und Horizon (Dashboard).

Mit anderen Worten: Heterogene SAP- Landschaften lassen sich mit Flexframe Orchestrator heute schon vorteilhaft managen und zukünftig auch im Zusammenspiel mit einer OpenStack-Architektur (hierzu auch Abbildung).

SAP-Bestandskunden, die nicht in einer Art Big Bang von SAP-Klassik in Richtung S/4 Hana wechseln möchten, unterstützt Fujitsu mit einem gewinnbringenden Lösungsangebot.

Ähnlich wie Suse und Net­App ist Fujitsu einer der maßgeblichen Treiber und Innovatoren in Sachen OpenStack und Open Source und betreibt selbst eine der größten OpenStack-Umgebungen weltweit. In OpenStack-Projekten kooperieren Fujitsu, Suse und NetApp eng miteinander.

Beispielsweise wird Flexframe Orchestrator zukünftig in hybriden Cloud-Szenarien mit Suse OpenStack Cloud so verzahnt, dass SAP-Anwendungen in einer Suse OpenStack Cloud provisioniert und gemanagt werden können.

Die heute noch direkt angebundenen Fujitsu-Server und NetApp-Storage-Komponenten werden zukünftig über OpenStack Nova und OpenStack Manila/Cinder/Swift angebunden.

Alle genannten Partner sorgen mit ihrem profunden OpenStack-Know-how sowie beispielsweise mit Integrationstests und Life Cycle Management dafür, dass Kunden nicht selbst und unter Umständen mühsam, zeitraubend und kostenaufwändig eine OpenStack-basierte IT-Infrastrukturlandschaft mit allen ihren Elementen zusammenstellen oder aufbauen müssen, die zudem Enterprise-Anforderungen zu erfüllen hat.

Und das in vielerlei Hinsicht. In Sachen Hana- und S/4-Hana-Nutzung beispielsweise kann es nämlich durchaus der Fall sein, dass High-Availability- und Disaster-Recovery-Anforderungen noch höher liegen als bei der Verwendung von SAP-Klassik, ganz einfach aufgrund eines geforderten permanenten (und persistenten) Analytics-Einsatzes.

Zusammenfassend: Die Ausrichtung einer IT-Infrastruktur gemäß Intelli­gence-Data-Center-Leitlinien für den Einsatz von SAP Hana und S/4 auf der Grundlage von Fujitsu mit Primeflex for SAP Landscapes und Flexframe Orchestrator ist heute bereits gegeben.

Zukünftig gibt es auch eine OpenStack-Integration als Standard für die Cloud-Nutzung sowie hybride Szenarien. So können Fachbereiche anvisierte neue Funktionalität oder Business Cases wandlungssicher schnell umsetzen und nutzen.

 


 

Discovery Server for SAP Hana zur Miete

Fujitsu bietet Unternehmen, die mit der Überlegung spielen, ihre bestehende IT-Infrastruktur auf die SAP-Hana-Plattform zu migrieren, ein umfangreiches On-premise-Mietangebot.

Das Paket umfasst einen Hana-zertifizierten Fujitsu Primergy Server, der durch die SAP-Experten von Fujitsu in das Kundennetzwerk und die SAP-Umgebung eingebunden wird.

Während der Implementierung stehen die Consultants von Fujitsu beratend zur Seite. Hardware-Basis des On-premise-Mietangebotes bildet der Fujitsu Server Primergy RX4770 M2 mit Intel-Xeon-E7-4800/8800-v3-Prozessor und bis zu 72 Prozessor-Kernen.

Der Rack-Hochleistungsserver eignet sich durch seine ausgeprägte Rechenleistung und seinen schnellen Arbeitsspeicher in idealer Art und Weise für In-memory Computing und ist für den Betrieb der SAP-Hana-Plattform inklusive S/4 Hana zertifiziert.

Der Server wird von den Fujitsu-Experten vor Ort installiert und SAP-Umgebungen implementiert. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, für die ein externer Testlauf der Hana-Plattform aus verschiedensten Gründen nicht infrage kommt.

Beispielsweise kann der Transfer von Kundendaten in eine externe Cloud eine Compliance-Hürde darstellen, die einen S/4-Hana-Testbetrieb oftmals erschwert. Die monatliche Mietpauschale bei sechsmonatigem Testzeitraum beläuft sich für das Einstiegspaket auf 3200 Euro (netto).

Über den Autor

Norbert Thomas, Fujitsu

Norbert Thomas ist Business Development Manager SAP-Infrastrukturen Sales Consulting Central Europe bei Fujitsu Technology Solutions.

Über den Autor

Volker Sommer, Fujitsu

Volker Sommer ist Principal Business Developer – SAP Go to Market Business Application Services | SAP Global Delivery bei Fujitsu.

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