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Über den SAP-Tellerrand

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Diese Woche erklärte SAP-Chef Christian Klein sein strategisches Vorhaben für die kommenden Jahre: eine Kombination aus „Zurück zum Ursprung“ und Integration über den Tellerrand hinaus.

Das ist ein sehr schlauer Plan! Die Stärke von SAP kam aus dem Integrationsgedanken, aus dem Single Point of Truth, aus einer zentralen Datenbank, wo jeder Beleg zu finden ist. Um diese Datenbanken scharten sich Anwendungsmodule, später Clients (die Datenbank war der Server) und heute zahlreiche Cloud- und On-prem-Apps rund um Hana. Was schlau und brauchbar war, integrierte SAP in die „Blackbox“ R/3. Jetzt hat Christian Klein angekündigt, dass er auf diesem umfassenden Integrationspfad noch weitergehen und -denken will: In Zukunft sollen auch Nicht-SAP-Produkte und die Zukäufe in das SAP’sche ERP eingebunden werden, sodass der Anwender in jedem Fall eine End-to-End-Beziehung vorfindet. Dieser Gedanke ist faszinierend, und bei aller technischer Herausforderung – ja, SAP könnte diese Roadmap meistern, mit der Hana-Plattform und Cloud-Technik. Die SAP-Bestandskunden werden sich in Geduld üben müssen, aber das Warten könnte sich lohnen – zumindest hat Christian Klein nach dem goldenen SAP-Zeitalter „Professor Kagermann“ endlich wieder eine tragfähige Vision entwickelt. Bravo!

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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