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Trotz Cloud-Euphorie kommt es auf die Daten an

[shutterstock.com: 89781853, Peshkova]
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Die diesjährige Sapphire stand ganz im Zeichen der Cloud. Auch wenn zu Recht von den modernen Funktionen der Cloud wie KI oder Analytics die Rede war, so wurde doch immer wieder die Bedeutung der Daten betont.

Schließlich gelten sie als die Geschäftsgrundlage, mit deren Hilfe die Unternehmen intelligenter werden sollen. Drei Aussagen lassen in diesem Zusammenhang aufhorchen: die vollständige Trennung der Daten- von der Compute-Schicht, der Vorzug des Datenzugriffs gegenüber der Datenbewegung sowie die Aufbewahrung von Daten auch außerhalb des In-memory-Speichers von Hana.

Doch die SAP-Bestandskunden kämpfen weiterhin mit der Planung und Vorbereitung der Migration in die neue S/4-Welt. Vor dem Umstieg müssen viele SAP-Implementierungen harmonisiert und konsolidiert werden. Schließlich ist es weitaus einfacher, von einer zentralen SAP-Umgebung aus auf S/4 zu migrieren.

Daran schließen sich aber unmittelbar zwei Fragen an: Was passiert mit den Altsystemen und sollen wirklich alle Daten aus den Altsystemen in die neue Welt migriert werden? Diese beiden Fragen sind nicht allein in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht relevant.

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Vielmehr haben sie eine ganz praktische Bedeutung angesichts des offiziellen Support-Endes für die SAP Business Suite 2025. Denn es gibt im Markt nicht genügend Berater, um alle Migrationsprojekte zu bewältigen.

Vor diesem Hintergrund lautet die gute Nachricht: SAP weist mit den genannten Architekturprinzipien den Weg. So sollten die Anwender schon vor der Migration die Daten von den Applikationen so weit wie möglich trennen, schon während der laufenden Vorbereitung und Konsolidierung die für den Betrieb notwendigen von den restlichen Daten trennen und in einer eigenen Umgebung rechtssicher auf­bewahren.

Gerade wegen der zu erwartenden massiv steigenden Informationsmengen wird eine solche separate Umgebung für Legacy-Informationen in Zukunft eine immer strategischere Rolle spielen. Denn gerade vor dem Hintergrund von Big-Data- und Analytics-Szenarien ergibt es weder technisch noch betriebswirtschaftlich Sinn, sämtliche Daten im In-memory-Speicher von Hana vorzuhalten.

Die Daten von den Applikationen zu trennen und den Lebenszyklus von Legacy-Informationen mittels einer eigenen Plattform zu managen erlaubt es, das zu migrierende Datenvolumen um bis zu 75 Prozent zu senken und gleichzeitig volle Rechtssicherheit zu erhalten. Das spart Betriebskosten um bis zu 80 Prozent. Vor allem aber sinkt der Migrationsaufwand im Allgemeinen um die Hälfte.

Über den Autor

Thomas Failer, Data Migration Services

Thomas Failer ist Gründer der Data Migration Services.

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