ZetVisions SPoT 2018 | Das E-3 Magazin
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Daten und Datenmanagement sind für viele Menschen ein abstraktes Thema – auch für Vorstände und Geschäftsführer. Daten lassen sich nur schwer erfassen. Die Kosten schlechter Datenqualität sind in den seltensten Fällen sofort offensichtlich.

Von Monika Pürsing und Hannes Schmidt

Eine Kostenstelle für schlechte Datenqualität gibt es meistens nicht. Aber: Auch wenn die Kosten schlechter Datenqualität meist nicht sichtbar sind, so sind sie doch immer signifikant.

Um die Geschäftsleitung für das Thema Daten und Datenmanagement zu sensibilisieren, helfen gute Beispiele. Mit ihnen lassen sich die Auswirkungen und Kosten schlechter Datenqualität aufzeigen. Aufgabe des Datenmanagements ist es, sie systematisch zu sammeln, aufzubereiten und in der Kommunikation zu nutzen.

Das gilt insbesondere auch für das Stammdatenmanagement. Das Beratungsunternehmen CDQ hat sechs strategische Treiber identifiziert, die belegen, warum bei vielen Unternehmen Stammdatenmanagement ganz oben auf der Agenda stehen sollte. Hier erklären wir die sechs Tipps und Tricks.

Digitalisierung: Die Nutzung von Kunden- und Produktdaten für Multichannel-Marketing und Vertrieb kann schnell an Grenzen stoßen. So scheiterte eine digitale Marketingkampagne einer Versicherung an der schlechten Qualität der E-Mail-Adressen. Bei einem Hersteller von Elektrowerkzeugen wurden Produkte aufgrund falscher Angaben zu Abmessungen und Gewichten von einem Online-Versandhändler ausgelistet.

Geschäftsprozesse: In die Zehntausende gehende Postretouren aufgrund falscher Adressdaten, unnötige Prozesskosten aufgrund von Doubletten bei den Kundendaten – das sind keine Einzelfälle. Effizienzpotenziale bei der Standardisierung und Harmonisierung von Geschäftsprozessen werden nie gehoben, wenn die Datenqualität nicht stimmt.

Reporting und Analytics: Unternehmen haben ein Interesse an einem transparenten, schnellen und richtigen Berichtswesen – bei gleichzeitig möglichst geringen Kosten für die Datenaufbereitung. Wenn aufgrund schlechter Datenqualität teuer bezahlte Data Scientists zwei Drittel ihrer Zeit mit der Suche nach und der Bereinigung von Daten verbringen, dann stimmt etwas nicht.

Compliance und Risikomanagement: GDPR, BCBS 239, FACTA, EU 1169, IDMP und viele andere: An regulatorischen Anforderungen herrscht kein Mangel. Sie erhöhen die Anforderungen an das Datenmanagement signifikant. So interessieren sich etwa die Bankaufsichtsbehörden nicht nur für die Risikoberichte, sondern auch für die Qualität der Daten, die ihnen zugrunde liegen.

IT-Landschaft: In großen Systemtransformationen, zum Beispiel SAP-S/4-Hana-Einführungen, wird oftmals der Aufwand für die Bereitstellung der Stammdaten unterschätzt – insbesondere bezogen auf die Aufbereitung der Daten für die Migration.

Mergers & Acquisitions: Sei es die Integration der Daten von zugekauften Unternehmen oder die Trennung von Datenbeständen, wenn Unternehmensteile abgespalten werden: Kosten und Zeitaufwand liegen oftmals höher als gedacht.

Beim Stammdatenmanagement geht es nicht nur um das Anlegen von Produkt-, Kunden- oder anderen Stammdaten und deren Pflege. Das Thema ist viel, viel breiter. Und es geht fast alle im Unternehmen an. Entscheidend ist, das Verständnis für die Bedeutung von Datenmanagement in die Köpfe der Beteiligten zu bekommen. Es geht vorrangig um einen Wandel der Einstellung, nicht etwa darum, jemanden zu inthronisieren, der für das Thema verantwortlich ist.

Damit dieser Wandel gelingt, ist es unerlässlich, den Wertbeitrag des Stammdatenmanagements deutlich herauszuarbeiten. Anhand von Beispielen muss belegt werden, was Stammdatenmanagement – monetär – bringt respektive welchen Schaden schlechtes Datenmanagement verursacht.

6 Treiber Fuer MDM

Autoren

Monika Pürsing ist CEO der auf die Softwareentwicklung für Stammdaten- und Beteiligungsmanagement spezialisierten zetVisions AG in Heidelberg.

[email protected]

Hannes Schmidt ist Partner der CDQ AG, St. Gallen. Das Unternehmen Beratung, Lösungen und Training für Corporate Data Quality Management.

[email protected]

zetKon 2019 | Die Wissens-Konferenz für Stammdatenmanagement

Digitale Transformation – Revolutionieren Sie Ihr Stammdatenmanagement

3. April 2019 | Frankfurt am Main

Unter dem Motto „Digitale Transformation – Revolutionieren Sie Ihr Stammdatenmanagement“ erfahren Sie mehr über die zunehmenden Anforderungen an Stammdaten im Zeitalter der Digitalisierung. Auf der zetKon 2019 lernen Sie anhand praxisnaher Vorträge namhafter Referenten, welche Möglichkeiten das Stammdatenmanagement in einer zunehmend digitalisierten Welt bietet und wie dabei den Daten in Ihrem Unternehmen besondere Bedeutung zukommt. Nur wer seine Produkt-, Finanz-, Kunden- und Lieferantenstammdaten zu beherrschen weiß, schafft die Basis für eine erfolgreiche Transformation.

Melden Sie sich jetzt online an: www.zetvisions.de/zetkon2019-sdm