MAG 21-09 SolMan Kolumne

So unterstützt der SolMan bei S/4-Hana-Migrationen

SolMan Kolumne
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Geschrieben von Peter Leutwyler, UMB

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die ERP-Suite durch die neue S/4-Hana-Softwaregeneration abzulösen. Clever eingesetzt, unterstützt der SolMan während des gesamten Migrationsprojekts.

Wir alle kennen und schätzen den SolMan als zentrale Software zur Administration von SAP-Unternehmensanwendungen. Aber wussten Sie, dass der Solution Manager 7.2 richtig genutzt auch ein effizientes Tool ist, um die Migra­tion auf S/4 Hana zu begleiten?

Jene Unternehmen, die in den nächsten Jahren dieses Projekt in Angriff nehmen – laut einer Umfrage der DSAG immerhin knapp die Hälfte –, tun entsprechend gut daran, sich im Vorfeld nochmals intensiv mit den Funktionalitäten und Möglichkeiten des SolMan auseinanderzusetzen. Denn clever eingesetzt, begleitet der SolMan die S/4-Migration während des kompletten Lebenszyklus der Software – vor, während und nach dem Migrationsprojekt.

ALM im Fokus

Im Zentrum steht dabei das Application Lifecycle Management (ALM) als Summe aller Methoden und Tools zum Management der SAP-Lösungslandschaften – von der Planung über den Betrieb bis hin zur Stilllegung. Zentrale Bausteine hierfür sind die Dokumentation, das Testen sowie die revisionssichere Nachverfolgung aller Änderungen an der jeweiligen SAP-Lösung.

Leider nutzen viele Unternehmen nur Basisfunktionalitäten des SolMan, wie zum Beispiel die technische Überwachung, und lassen viele Anwendungsszenarien ungenutzt. Für diese lohnt es sich, zusätzliche Installations- und Konfigurations­arbeiten bereits im Vorfeld der Migration anzugehen und gegebenenfalls die Unterstützung externer Service Provider hinzuzuziehen. Schließlich ist es die Kombination der zahlreichen Werkzeuge, Funktionen und Inhalte, durch die der SolMan als Application-­Lifecycle-Management-(ALM-)Suite vielfältige Möglichkeiten bei der Einführung von S/4 eröffnet.

Unternehmen mit einem entsprechend konfigurierten SolMan können beispielsweise die Phasen des S/4-Projekts direkt in die vertrauten SAP-Activate-­Phasen Discover, Prepare, Explore, Realize, Deploy und Run integrieren.
Auch beim Übergang von der Projekt- zur Be­triebsphase profitieren jene Unternehmen, die den SolMan von Anfang an als zentrales ALM-Tool gewählt haben: Dank der ausgereiften, auf S/4 optimierten Monitoring-Funktionalitäten des SolMan können sie schnell auf Probleme reagieren und entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten. Das bewährte Incident- und Problem-Management ist dabei nahtlos integriert und erlaubt Nutzern beispielsweise direkt an der Problemstelle im S/4-System Incidents mit automatischen Kontextinformationen anzulegen.

Doch es gibt noch einen gewichtigen Grund, den SolMan von Beginn an in die SAP-Migration einzubeziehen: die in der Standardauslieferung enthaltenen Lösungen, die Unternehmen je nach Bedarf zusätzlich installieren können. Darunter auch das Add-on Focused Build, welches vorkonfigurierte Lösungen entlang des gesamten Projektverlaufs anbietet. Diese Tools für Projektmanagement, zur Dokumentation von Geschäftsprozessen oder zum Testmanagement sparen Zeit, vermeiden Kosten für Eigenentwicklungen und ermöglichen so einen schnellen Projektstart.

Das optimale Tool

Der SAP Solution Manager 7.2 bietet also viele nütz­liche Funktionen, um als umfassende Application-­Lifecycle-Management-Plattform in einer On-premises-Systemlandschaft eingesetzt zu werden. Im Rahmen einer S/4-Migration oder -Implementierung ist der SolMan das optimale Tool zur Vorbereitung, Umsetzung und dem späteren Betrieb der Lösung. Die entscheidenden Vorteile gegenüber anderen Produkten sind dabei der hohe Integrationsgrad sowie die kostenlose Lizenz. So bleibt Ihrem Unternehmen mehr Zeit fürs Kerngeschäft und Sie können sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist – die Business-Transformation auf S/4 Hana.

Über den Autor

Peter Leutwyler, UMB

Peter Leutwyler ist Senior Account Manager SAP bei UMB.

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