MAG 21-09 Wirtschaft

SNP übernimmt SAP-Datenspezialisten

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Geschrieben von E-3 Magazin

Ob S/4-Migration oder digitale Transformation, Daten sind unabdingbar – solange die Qualität stimmt. Sie zu transformieren und aufzubereiten stellt so manches Unternehmen vor ein Problem. SNP hat nun die Lösung.

SNP Schneider-Neureither & Partner hat einen Vertrag über den Erwerb von 100 Prozent der Anteile an Datavard unterzeichnet. Das Software- und Beratungsunternehmen ist auf Transformationen und Datenmanagement in SAP-Landschaften spezialisiert und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 mit rund 170 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 17,6 Millionen Euro.

Die Übernahme von Datavard spielt eine wichtige Rolle in der Umsetzung der Plattformstrategie von SNP; hierbei können Unternehmen mittels nur einer Softwarelösung eine maximale Wertschöpfung aus ihrer Datentransformation generieren. Gregor Stöckler, Mitgründer und CEO von Datavard, wird das Gremium der geschäftsführenden Direktoren der SNP als neuer Chief Operating Officer (COO) verstärken. Er wird dabei die Vertriebsregionen USA und UK-Ireland, global die Bereiche Analytics, Plattformstrategie, Technology Partner sowie das Partner-Marketing verantworten.

„Mit dieser Akquisition erweitern wir unser Softwareportfolio um die Lösungen der Datavard in den Bereichen SAP-Datenmanagement und Analytics. Sowohl im Software- als auch im Beratungsgeschäft ergänzen sich beide Portfolios optimal. Bisher agierten SNP und Datavard am Markt als Wettbewerber und Partner; zukünftig werden wir die neu gewonnene Stärke aus dem Zusammenschluss beider Unternehmen dazu nutzen, unsere Kunden und Partner umfassender bedienen zu können“, sagt Michael Eberhardt, CEO von SNP.

Kerngeschäft stärken und erweitern

Datavard ist seit mehr als 20 Jahren am Markt aktiv und fokussiert sich auf Transformationen und Datenmanagement in SAP-Landschaften. Im Bereich Transformation begleitet Datavard Unternehmen bei der Migration nach S/4 Hana, bei der Modernisierung der Data-Warehouse- und Analytics-Landschaft sowie bei Übernahmen und Fusionen, Carve-outs und Firmensplits. Im Bereich Datenmanagement bietet Datavard Lösungen für das Data-Lifecycle-Management, Business Intelligence und Analytics sowie Cloud-Connectivity-Lösungen, die es Kunden ermöglichen, SAP-Daten in Anwendungen für künstliche Intelligenz, Machine Learning und Internet of Things zu integrieren und zu nutzen.

„Das haben die Spatzen schon von den Dächern gepfiffen, dass da was kommt“, erklärt der SNP-CEO. „Beide Unternehmen sind seit Jahren in der ‚Selective Data Transition‘-Initiative der SAP. Und wir kennen uns, arbeiten seit Jahren zusammen. Jetzt war die Zeit reif für eine Übernahme.“

Gregor Stöckler, Gründer und CEO von Datavard, sieht das ähnlich: „Die industrielle Logik der Übernahme drängt sich förmlich auf. Wir sind extrem stolz darauf, dass wir zur Nummer eins in unserem Markt dazustoßen und trotzdem noch Synergien in unserem Fokusbereich anbieten können. So machen wir das Spielfeld für eine gemeinsame SNP breiter.“

Neben dem Hauptsitz in Heidelberg verfügt Datavard über zwei große Standorte in der Slowakei und einen starken Standort in der Schweiz. Darüber hinaus ist Datavard auch in den USA vertreten. „Wir freuen uns auf die neuen Mitarbeiter, die unser Kerngeschäft stärken und erweitern“, so Heiner Diefenbach, CFO von SNP.

Als Gegenleistung für den Erwerb sämtlicher Aktien von Datavard sind eine Barkomponente von rund 20 Millionen Euro sowie die Ausgabe von 173.333 jungen Aktien aus einer Sachkapitalerhöhung vorgesehen. Eine unabhängige Bewertung hat die Angemessenheit des Gesamtkaufpreises bestätigt. Unter Berücksichtigung der zweistelligen Wachstumserwartungen von Datavard für das laufende Jahr entspricht der Kaufpreis dem Fünfzehnfachen des aktuell erwarteten operativen Ergebnisses für 2021 von Datavard. Die neuen Aktien werden an Gregor Stöckler sowie zwei weitere Anteilseigner von Datavard ausgegeben, die alle drei im Unternehmen verbleiben.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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