MAG 20-07 SAPanoptikum & Short Facts

Shortfacts – Juli/August 2020

Digitaler Arbeitsplatz in der Fertigung

Weidmüller, Hersteller von Elektronik und elektrischer Verbindungstechnik, hat in seinem Shopfloor den digitalen Arbeitsplatz für seine Werker entwickelt – auf Basis der SAP Digital Manufacturing Suite. Umsetzungspartner war der IT-Dienstleister Syntax. Weidmüller wollte in seinem thüringischen Werk Wutha- Farnroda die Fertigungsprozesse digitalisieren – als Blaupause für weitere Weidmüller-Produktions­standorte rund um den Globus.

Ziel war es, die digitale Durchgängigkeit zu erhöhen, soweit wie möglich papierlos zu arbeiten, Transparenz in die Prozesse zu bringen sowie die Flexibilität von Mensch und Maschine zu maximieren. Dafür wurden die Maschinen mit Messzellen ausgestattet und über einen eigens entwickelten IoT-Con­troller angebunden. Zudem greift das eingeführte Manufacturing Execution System (MES) auf das ERP-System zu:

Früher lagen die Daten noch an verschiedenen Stellen in ihren Silos, heute sind sie zentral erfasst. In erster Linie profitieren die Arbeiter vom neuen Digital Workplace. Anstelle eines Klemmbretts haben die Werker heute einen iPod in der Hand, auf dem sie alle für sie relevanten Daten angezeigt bekommen.

Die Werker sehen auf ihrem Display den aktuellen Status ihrer Maschinen, die Auslastung und mögliche Probleme. Damit sparen sie sich die permanenten Kontrollgänge. Zudem lassen sich Sicht­prüfungen jetzt von überall über den iPod dokumentieren, Mengen verbuchen oder Material einscannen. Insgesamt sind die Wege in der Fertigung damit viel kürzer.

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E-3 Magazin

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