Management Manager Magazin Edition

SAP-S/4-Hana-Transformation

[shutterstock 1675260034 Quardia]
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Das hat sich SAP-Partner Rödl & Partner gefragt und zusammen mit dem Analysten Lünendonk eine Studie aufgesetzt. Rödl & Partner berichtet, auf welche Herausforderungen Bestandskunden bei der S/4-Hana-Transformation stoßen und wie diese bewältigt werden.

E-3: Laut Studie hat die Pandemie für mehr als jedes dritte Unternehmen Auswirkungen auf die S/4-Umstellung, oder?

Jens Hinkelmann: Aus unserer Erfahrung sind die Auswirkungen branchenabhängig. Branchen, die die Auswirkungen der Pandemie extremer spürten, haben ihre Projekte bewusst pausiert oder den Zeitrahmen für die Umsetzung nach hinten verschoben.

E-3: Unternehmen müssen sich mit dem Migrationsansatz Brownfield, Greenfield oder Colourful auseinandersetzen. Laut Lünendonk hat sich die Zahl der Unternehmen mit Brownfield-Ansatz im Vergleich zum Vorjahr knapp halbiert. Warum?

Hinkelmann: Der Migrationsansatz sollte auf Grundlage der Unternehmensanforderungen gefällt werden. Beim Brownfield-­Ansatz handelt es sich um ein Software-­Upgrade; bestehende Prozesse, Daten werden in das neue System übertragen. Greenfield dagegen ist die Einführung von S/4 ohne Berücksichtigung der historischen Prozess- und Systemstrukturen – das System wird komplett neu aufgesetzt. Colourful verbindet Brown- und Greenfield.

E-3: Wie steht es da um die Altlasten?

Hinkelmann: Der Business Case, bekannte und im Unternehmen akzeptierte Prozesse auch im neuen System abzubilden, birgt das Risiko, historisch gewachsene Prozesse weiterzutragen und so die Gelegenheit zu verpassen, eine schlanke und effiziente Prozesslandschaft zu gestalten.

Viele Unternehmen nutzen den Technologiewechsel für eine Überprüfung ihrer gesamten Prozesskette. Einer der großen Antreiber ist die Rückkehr zum Best-Practice-Standard. Bei konsequenter Anwendung passt Brownfield nicht.

E-3: Die Sicht auf den SAP-Betrieb oder die Private Cloud wird beim Wechsel von R/3 zu S/4 oftmals vergessen, oder?

Markus Merk: Dieses Thema wird häufig unterschätzt. Der Wechsel kann zweistufig erfolgen: Plattformreadiness Hana gefolgt von der Migration in die Zielarchitektur SAP S/4 oder in einer neu aufgesetzten Systemlandschaft.

E-3: Was ist dann der erste Schritt?

Merk: Im ersten Schritt findet bei der zweistufigen Variante ein Wechsel der Technologie von einer oder mehreren AnyDB mit Konsolidierung auf eine Hana-DB-Plattform statt. Die Vorteile, wie bessere Per­formance von Hana, sind nutzbar; etwaige Wartungsentgelte für AnyDB entfallen.

Die Plattform ist ready für das eigentliche Projekt, das bedeutet, die Fokussierung auf Prozesse, Organisation und Applikation tritt in den Vordergrund. In der Projektplanung besteht somit die Möglichkeit, selektiv oder parallel zwischen den Welten SAP R/3 und S/4 vorzugehen und zu planen.

E-3: Und was ist mit Cloud Computing?

Merk: Zusätzlich zur Plattform ist die Cloud­readiness ein wichtiger Faktor. Hierfür sind aber nicht nur Vorgehensmodelle, wie Rise with SAP, relevant. SAP-Provider am Markt unterstützen Unternehmen in beiden Schritten: Sie haben Erfahrungen mit Schnittstellen und unterschiedlichen Versions- und Release-Ständen, aber auch Erfahrung, wie man die ebenso wichtigen Non-SAP-Applikationen anbindet.

E-3: Wofür steht Rödl & Partner?

Hinkelmann: Rödl & Partner hat seinen Ursprung in der Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung. Durch strategischen Ausbau kamen die Bereiche Unternehmens- und IT-Beratung, IT-Audit und Business Process Outsourcing hinzu. Die Kernkompetenzen sind unter anderem Auditierung, Beratung in Finanz- und Steuerthemen, Bewertungen, Governance, Risk und Compliance.

E-3: Wo liegt Ihre Kernkompetenz als IT- und SAP-Berater?

Unsere Kernkompetenz liegt in den Finanzprozessen und deren Abbildung in ERP-Systemen wie SAP oder Microsoft Dynamics. Hinzu kommen die Themen Business Intelligence sowie der Umstieg von R/3 zu S/4. Bei der Beratung unserer Kunden nutzen wir den Best-Practice-Ansatz. Wir weichen nur vom Software-Standard ab, wo der Kunde ein Alleinstellungsmerkmal und somit Wettbewerbsvorteil generiert.

Den Projekterfolg sichern Rödl-&-Partner-­IT-Auditoren. Sie machen unabhängig transparent, dass sowohl gesetzliche Vorgaben als auch vertraglich vereinbarte Bestandteile eingehalten werden. Zusätzlich stellen wir den Betrieb und das Management hybrider Cloud- und Managed-Service-­Welten bereit. Mit Rechenzentren und 2nd Level Support direkt aus Deutschland ­bieten wir maximale Sicherheit, Stabilität und Verfügbarkeit. Wir bieten IT-Consulting – made in Germany.

E-3: Danke für das Gespräch.

Über den Autor

Jens Hinkelmann Rödl & Partner

Jens Hinkelmann, Leiter Geschäftsfeld Unternehmens- und IT-Beratung, Rödl & Partner.

Über den Autor

Markus Merk Rödl & Partner

Markus Merk,
Geschäftsführer Rödl IT Operation, Rödl & Partner.

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