DSAG E-3 Special 2009 MAG 20-09

SAP S/4 Hana bringt auch die Supply Chain in Schwung

[shutterstock.com: 1369822340, Corona Borealis Studio]
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SAP S/4 Hana einführen oder nicht? Vieles spricht dafür – schließlich ist SAP S/4 Hana weit mehr als nur die ERP-Software der nächsten Generation.

Ein wesentlicher Mehrwert der Suite ist, dass sie Unternehmen auch ein solides Fundament für innovative Anwendungen, neue Geschäftsmodelle sowie intelligente Supply Chains verschafft.

Aus Sicht von Westernacher Consulting ist SAP S/4 Hana aktuell das Mittel der Wahl, um Unternehmensprozesse fit für die Zukunft zu machen. Warum wir das finden? Ganz einfach:

Die Suite ermöglicht eine nahtlose Integration von Topfloor bis Shopfloor, überwindet Datensilos herkömmlicher IT-Landschaften und bietet durch die zugrunde liegende In-memory-Datenbank SAP Hana das Fundament für vereinfachte Prozesse, mobiles Arbeiten, hohe Wertschöpfung, spannende Innovationen und Effizienzsteigerungen im Unternehmen. Darüber hinaus bildet sie eine solide Basis für die Integration und Nutzung von exponentiell zunehmenden Datenquellen und Informationssystemen weit über die Unternehmensgrenzen hinaus.

Benjamin Dewilde, Dipl.-Wirtschafts­ingenieur & lic.rer.pol. internationale Wirtschaftsbeziehungen, ist seit über 25 Jahren als Prozess- und SAP-Berater tätig. Er ist seit 2007 CEO der Westernacher Gruppe und hat die Expansion von Westernacher zu einer globalen innovationsgetriebenen SAP-Beratung mit Präsenz in 18 Ländern mitgestaltet sowie weltweit Kunden in der Anwendung von innovativen Prozessen, Technologien und IT-Strategie beraten.

Intelligente Prozesse nehmen Fahrt auf

Mit unserer Einschätzung sind wir übrigens nicht allein: Der Lünendonk-Studie „Mit S/4 Hana in die digitale Zukunft“ zufolge haben aktuell 87 Prozent der Unternehmen das Thema SAP S/4 Hana auf der Agenda. Viele davon suchen händeringend nach Prozess- und SAP-Experten, die sie beim Umstieg begleiten.

Mit den aufeinander aufbauenden Konvertierungspaketen „S/4 Prepare“ und „S/4 Convert“ und mehr als 650 SAP-Experten ebnet Westernacher seinen Kunden den Weg zu SAP S/4 Hana – von der rein technischen Migration bis hin zur vollständigen Neuausrichtung der unternehmensweiten IT-Systeme und Prozesse. Zudem profitieren SAP-S/4-Hana-Einführungen von unseren umfangreichen Kompetenzen im Supply-Chain-Umfeld.

Ein wichtiger Vorteil. Schließlich schafft SAP S/4 Hana nicht nur eine stabile Grundlage für effiziente Unternehmensprozesse in den ERP-Kernfunktionen. Die Suite ermöglicht auch eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Supply Chain – und erschließt unseren Kunden so wichtige Wettbewerbsvorteile. Denn eine Erkenntnis hat sich aus der mehr als 50-jährigen SAP-Beratungspraxis von Westernacher Consulting herauskristallisiert:

Flexible und belastbare Supply Chains tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Warum? Weil für viele Unternehmen in der Supply Chain der größte Kostenhebel sitzt und die Supply Chain den vom Endkunden wahrgenommenen Servicelevel entscheidend mitbestimmt. Nur wenn in der Supply Chain alle Rädchen nahtlos ineinandergreifen, können Kundenaufträge zuverlässig und termingerecht bedient werden.

Besonders deutlich wurde dies Anfang des Jahres, als es nach Ausbruch der Coronapandemie vielerorts zu Lieferengpässen kam. Vor allem der Mittelstand hatte damit zu kämpfen: So waren laut einer McKinsey-Studie 73 Prozent der kleineren oder mittleren Unternehmen (KMU) von Covid-19-bedingten Ausfällen in der Lieferkette betroffen.

Digital Supply Chain: Bausteine inklusive

Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Weichen für eine konsequente Digitalisierung der Supply Chains zu stellen. Denn Unternehmen, die auf digitale Supply Chains setzen, haben im Wettbewerb die Nase vorn. Das bestätigen nicht nur unsere Erfahrungswerte aus rund 250 Supply-Chain-Projekten. Die PwC-Studie „Connected and autonomous supply chain ecosystems 2025“ kommt zum selben Ergebnis.

Demnach können „Digital Champions“ ihre Supply Chains nicht nur schneller und besser an neuen Gegebenheiten ausrichten. Sie konnten ihre Supply-Chain-Kosten im vergangenen Jahr im Schnitt auch um 6,8 Prozent reduzieren und den Gesamtumsatz um knapp acht Prozent steigern. Zudem sind 84 Prozent der „Digital Champions“ in der Lage, ihre Kunden pünktlich zu beliefern.

Bei den „digitalen Novizen“ schaffen das gerade einmal zwölf Prozent. Auch deshalb prognostizieren die PwC-Experten, dass die Supply Chains der Zukunft vernetzter und autonomer sein werden als je zuvor. SAP S/4 Hana schafft auch dafür die Vo­raussetzungen. Die Softwaresuite erleichtert dank einer Vielzahl integrierter (embedded) Logistiklösungen den erforderlichen Umbau der unternehmensweiten Supply-Chain-Prozesse.

Integrierte Werkzeuge für Fertigung und Intralogistik

So lassen sich beispielsweise Fertigungsprozesse mithilfe der Funktion Production Planning and Detailed Scheduling (PP/DS) in SAP S/4 Hana im Detail planen. Bislang mussten wir bei unseren Kunden hierfür in der Regel eine separate Komponente (SAP Advanced Planning and Optimization) implementieren. Für die Produktionssteuerung lässt sich SAP S/4 Hana zudem an die neue Lösung SAP Digital Manufacturing Cloud anbinden.

Das ermöglicht eine nahtlose Integration zwischen Produktionsplanung und Shopfloor. Fertigungsunternehmen profitieren so von mehr Transparenz, höherer Produktivität, beschleunigten Entscheidungsprozessen sowie einer besseren Kontrolle über die Produktion. Die Anwendung SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) wiederum stellt Unternehmen als vollständig eingebettete oder dezentrale SAP-S/4-Hana-Funktionalität leistungsstarke Werkzeuge für eine innovative Lagerhaltungslösung zur Verfügung.

Damit lassen sich Lagerprozesse optimieren, Lagerhaltung reduzieren und beispielsweise automatisierte Lager nahtlos integrieren. Mit der Lösung SAP S/4 Hana Supply Chain for EWM verschaffen wir unseren Kunden den schnellen Zugang zu agilen Lagerprozessen und einem effizienten Warehouse Management.

Die Folge: Betriebskosten und Bestände sinken, Durchsatz und Liefergeschwindigkeit werden erhöht – Argumente, die z. B. auch unseren Kunden Windmöller & Hölscher überzeugt haben. Dank der integrierten EWM-Anwendung konnte der Verpackungsmaschinenhersteller den aufwändigen Aufbau einer separaten EWM-Systemlandschaft und Schnittstellen vermeiden.

Messbarer Mehrwert für die Transportlogistik

Die Transport- und Lagerlogistik profitiert derweil von den integrierten Anwendungen SAP Yard Logistics for SAP S/4 Hana sowie SAP Transportation Management (SAP TM). Als führender SAP-Partner für Yard Logistics in der Automobilindustrie, im Einzelhandel, in der Landwirtschaft sowie im Maschinenbau und in der Logistik wissen wir, dass eine konsequente Digitalisierung gerade in diesen Bereichen großen Mehrwert bietet.

Mit SAP Yard Logistics for SAP S/4 Hana behalten Unternehmen z. B. sämtliche Lastwagen, Anhänger oder Eisenbahnwaggons, die sich innerhalb des Werksgeländes bewegen, mühelos im Blick, terminieren Docktermine proaktiv und vermeiden Staus bei der An- und Ablieferung. Spediteure können ihre Ankunft selbst registrieren, Lagerverantwortliche Be- und Entladetätigkeiten per Knopfdruck koordinieren.

Das in SAP S/4 Hana eingebettete SAP TM erleichtert Planung, Einkauf, Steuerung und Abrechnung der gesamten Transportlogistik und erschließt Unternehmen damit weitere Innovationsmöglichkeiten. Bislang erfolgt die Planung und Durchführung von Warentransporten vielerorts noch komplett manuell. Das kostet nicht nur jede Menge Zeit und Geld, sondern ist auch hochgradig intransparent.

Während Privatkunden minutengenau verfolgen können, wo ihre Bestellung gerade steckt, tut sich das B2B-Segment mit exakten Status-Updates weiterhin schwer. Das muss nicht sein. Wir helfen unseren Kunden, die Werkzeuge von SAP, wie etwa SAP TM, SAP EWM und SAP Lo­gistics Business Network, zu nutzen, um auch B2B-Sendungen auf Straße, Schiene und Seeweg lückenlos nachzuverfolgen. Und damit nicht genug: Auch die Planung, Beschaffung, Durchführung und Abrechnung von Transportdienstleistungen läuft dank SAP TM wie am Schnürchen.

Potenzial für Aftermarket und Asset Management

Für das Ersatzteilgeschäft (Aftermarket) empfiehlt sich SAP S/4 Hana Supply Chain for extended service parts planning. Das Planungsmodul wird den hochkomplexen Anforderungen der Ersatzteillogistik mit mehrstufigen Lieferketten, steigender Teilevielfalt bei gleichzeitig kurzer Verfügbarkeit sowie einer effizienten Retourenabwicklung problemlos gerecht. So lassen sich geforderte Servicelevels einhalten, ohne dass dabei die Kosten aus dem Ruder laufen.

Zu guter Letzt reduziert SAP S/4 Hana Asset Management das Risiko technisch bedingter Störungen innerhalb der Supply Chain. Das Tool sorgt dafür, dass Produktionsgeräte, Förderbänder, Gabelstapler, Lastwagen und Co. jederzeit reibungslos funktionieren. Die Digitalisierung aller Anlagenstammdaten, gekoppelt mit entsprechender Sensorik und Predictive Analytics, bildet die Leitplanke für eine vorausschauende, proaktive Wartung (Predictive Maintenance). Ungeplante Ausfälle gehören damit der Vergangenheit an. Denn drohende Defekte lassen sich beheben, noch bevor sie Schaden anrichten können.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen bei der Einführung von SAP S/4 Hana nicht nur von klassischen ERP-Funktionen, sondern auch von transparenten Supply-Chain-Prozessen sowie der Echtzeitverarbeitung wichtiger Supply-Chain-Daten profitieren. So können sie beispielsweise agil und zeitnah auf Nachfrageschwankungen, Lieferprobleme oder Transportengpässe reagieren, Kosten reduzieren sowie Kunden mit verlässlichen Auskünften zum aktuellen Transportstatus ihrer Bestellung begeistern.

Darüber hinaus lässt sich SAP S/4 Hana mithilfe angebundener Cloud-Lösungen aber auch problemlos um hochperformante und funktionsstarke Zusatzfunktionen erweitern – zum Beispiel in den Bereichen Planung (SAP Integrated Business Planning for Supply Chain), Einkauf (SAP Ariba Supply Chain), Fertigung (SAP Digital Manufacturing Cloud) sowie Internet of Things (SAP Internet of Things und SAP Cloud Platform) und Analytics/Dashboarding (SAP Analytics Cloud).

Das ist wichtig. Denn im intelligenten Unternehmen verschwimmen Zuständigkeiten und Abteilungsgrenzen, müssen Informationen bereichsübergreifend und konsistent in Echtzeit bereitstehen, neue Geschäftsmodelle schnell entwickelt und umgesetzt werden – nicht zuletzt entlang der Supply Chain.

Plattform für vielfältige Innovationen

Auch dafür stellt SAP S/4 Hana die richtigen Weichen. Denn die Business Suite verbindet Kunden, Lieferanten, Produkte, Materialien, Produktions- und Arbeitspläne, Maschinen, Finanzen, kurz: sämtliche Bestandteile der unternehmerischen Wertschöpfungskette. So schafft SAP S/4 Hana als Innovationsplattform die Grundlage für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen, die allesamt eines gemeinsam haben:

Sie fußen auf einem hohen Digitalisierungsgrad, der Echtzeitauswertung von Massendaten sowie der Fähigkeit, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zuverlässig und konsistent zu verbinden und sie genau dort bereitzustellen, wo sie einen Mehrwert im Prozess bieten.

Der Westernacher-Ansatz im Überblick

Umsetzungsvorbereitung: „S/4 Prepare“

Das Westernacher-Schnellstartpaket ermöglicht SAP-ECC-Kunden den sicheren und schnellen Sandbox-Umstieg auf SAP S/4 Hana in nur rund 13 Wochen. Der Lösungsansatz fokussiert ausschließlich technische Aspekte und splittet die erforderlichen Umstellungsmaßnahmen in kleinere, unabhängig voneinander handhabbare Schritte. So geht es zunächst darum, durch Unicode-Konvertierung und ein Archivierungskonzept die erforderlichen Voraussetzungen für die Migration zu schaffen. Anschließend wird das vorhandene ERP-System in eine Sandbox kopiert und dort auf SAP S/4 Hana upgedatet. Das konvertierte Sandbox-System dient am Ende als Basis für die Tests und den Roll-out in die Produktiv­landschaft.

Unternehmen profitieren dabei davon, dass

  • das Konversionsprojekt von der produktiven Landschaft entkoppelt wird,
  • die Geschäftskontinuität gesichert ist,
  • wichtige Projektaktivitäten parallel vorangetrieben werden können,
  • Geschäftsressourcen weniger beeinträchtigt werden und
  • das Gesamtbudget geschont wird.

Basis-Konvertierung: „S/4 Convert“

Während die rein technische Um­stellung an sich nur begrenzte geschäftliche Vorteile bringt, bietet sie das erforderliche Fundament, um das Gesamtpotenzial der intelligenten ERP-Suite von SAP zu erschließen. Die ­Westernacher-Basislösung „S/4 Convert“ setzt auf dem Schnellstartpaket „S/4 Prepare“ auf und ermöglicht den vollständigen Roll-out des neuen Systems innerhalb eines halben Jahres.

Unternehmen profitieren dabei davon, dass

  • der direkte Roll-out der konvertierten Sandbox die Digitalisierung sämtlicher Bereiche beschleunigt,
  • unternehmensweite Prozessverbesserungen zeitnah umgesetzt werden können,
  • die Umstellung einer klar definierten Digitalisierungsstrategie folgt,
  • Unternehmensressourcen gezielt eingesetzt werden, um SAP S/4 Hana als Innovationsplattform an den Start zu bringen.

So gelingt der Umstieg auf SAP S/4 Hana

Der Umstieg auf SAP S/4 Hana beschäftigt aktuell viele Unternehmen. SAP zufolge wollen 80 Prozent aller deutschen SAP- Kunden die neue Business Suite zeitnah einführen. Kein Wunder, schließlich gilt sie als Wegbereiter für eine verbesserte digitale Wertschöpfung. Trotzdem tun sich viele Unternehmen mit der Einführung schwer – wohl auch, weil sie den Umstieg nutzen wollen, um Prozesse zu straffen und Mehrwerte zu realisieren.

Um jedoch das Potenzial neuer Datenmodelle sowie innovativer Prozesse und Anwendungen zu erschließen, reicht eine technische Migration nicht aus. Vielmehr gilt es, neben der IT-Landschaft auch die Unternehmensorganisation neu auszurichten. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Unternehmen die Anforderungen, die mit einer Umstellung auf SAP S/4 Hana verbunden sind, für eine der größten He­rausforderungen ihrer strategischen IT-Roadmap halten.

An dieser Stelle kommen die risiko­armen, kostengünstigen und schlüssel­fertigen Time-to-Value-Lösungen von ­Westernacher ins Spiel. Sie basieren im Wesentlichen auf zwei aufeinander aufsetzenden Bausteinen – einer schnellen Sandbox-Konvertierung, die ausschließlich auf die technische Migration abzielt, sowie einer vollständigen Umstellung der unternehmensweiten Systeme und Prozesse. Das zweistufige Lösungskonzept ermöglicht Unternehmen, das „Next-Generation-ERP“ von SAP zunächst technisch sicher und effizient einzuführen und die neue Plattform anschließend für Geschäfts- und Prozess­transformationen zu nutzen. Die Entkopplung dieser beiden Schritte reduziert die Implementierungskosten und ermöglicht eine störungsfreie Umstellung im laufenden Betrieb.

Über Westernacher Consulting

1969 in Karlsruhe gegründet, ist Westernacher Consulting (Hauptsitz Heidelberg) heute in Europa, Asien, Nord-und Südamerika aktiv. Mittelständische bis große Unternehmen und Konzerne vertrauen auf Westernacher als zuverlässigen Partner für Innovation und operative Exzellenz. Die Basis dafür schafft das fundierte Know-how der weltweit mehr als 650 Berater in Prozess- und SAP-Beratung, Design und Implementierung. Westernacher Consulting betreut globale Roll-outs ebenso wie komplexe IT-Systeme, übernimmt Changemanagement und Training. Seit mehr als 50 Jahren treibt der SAP Gold Partner die Digitalisierung und Automatisierung der Wirtschaft an vorderster Front voran. Heute zählt Westernacher zu den weltweit führenden Marken für technologiegetriebene Innovation.

Über den Autor

Benjamin P. Dewilde, Westernacher

Benjamin Dewilde, Dipl.-Wirtschafts­ingenieur & lic.rer.pol. internationale Wirtschaftsbeziehungen, ist seit über 25 Jahren als Prozess- und SAP-Berater tätig. Er ist seit 2007 CEO der Westernacher Gruppe und hat die Expansion von Westernacher zu einer globalen innovationsgetriebenen SAP-Beratung mit Präsenz in 18 Ländern mitgestaltet sowie weltweit Kunden in der Anwendung von innovativen Prozessen, Technologien und IT-Strategie beraten.

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