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SAP-Landschaften im Umbruch: Ein Blick auf den Status quo

[shutterstock 1570278907 Altrendo Images]
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Geschrieben von Joachim Hackmann, PAC

Unzweifelhaft befinden sich die SAP-Landschaften der Anwender (wieder einmal) im Umbruch. S/4 Hana, Business Transformation Platform, Cloud Computing, IoT, Automatisierung und Digitalisierung sind Beispiele für Technologien und Angebote, die einen grundlegenden Einfluss auf SAP-Installationen und Geschäftsprozesse haben.

Doch wie gehen die Anwender mit diesen Offerten um? Wie weit sind sie auf ihrem Weg Richtung Cloud Computing, S/4 Hana, Digitalisierung etc. fortgeschritten? Wollen sie diesen Weg überhaupt gehen?

Für mehr Transparenz bei diesen und weiteren Fragen haben wir von PAC zusammen mit dem E-3 Magazin eine Umfrage gestartet. Eine erste Sichtung der vorläufigen Ergebnisse (Stand beim Verfassen dieses Beitrags: ca. 70 Teilnehmer) hat Überraschendes, aber auch Erwartbares hervorgebracht.

Fokus Cloud

Obwohl die Nutzung von Public und Private Cloud stetig voranschreitet, gibt es andauernde Vorbehalte: Mehr als jeder Dritte der befragten IT-Leiter und Business Manager kann keine Vorteile beim SAP-Betrieb in der Cloud erkennen – was im Umkehrschluss zwar bedeutet, dass die große Mehrheit durchaus Cloud-bedingte Verbesserungen wie etwa mehr Agilität, kontinuierliche Optimierung der Software sowie Kosteneinsparungen erwartet und schätzt.

Doch ein Blick auf das Antwortverhalten der Teilnehmer auf Geschäftsleitungsebene (C-Level) lässt aufhorchen und ergänzt die obigen Vorbehalte um eine interessante Note: Sie gaben mehrheitlich an, dass sie Kosten und Risiken einer Cloud-Migration nicht abschätzen können beziehungsweise dass sie steigende Kosten und Risiken erwarten. Beides wirkt auf Verantwortungsträger der obersten Geschäftsleitungsebene abschreckend.

Fokus Analytics

Die ersten Resultate der Erhebung zeigen: Es mangelt nicht an Tools, wohl aber an Strategien. Die von SAP angebotenen Werkzeuge sind häufig im Einsatz und – wenig überraschend – unter den Befragten sehr beliebt. Eine durchaus signifikante Zahl von Teilnehmern nutzt aber auch Analytics-Lösungen anderer Hersteller.

Bedenklich ist, dass zwischen gut 30 und 50 Prozent (je nach Job-Profil) der Teilnehmer angaben, um die Wichtigkeit von Daten zu wissen, bis dato aber keine Strategie implementiert zu haben. Mit Blick auf den stetig steigenden Datenreichtum ist das bedenklich.

Wie erwähnt sind dies nur vorläufige Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage. Das Bild kann sich je nach Fortschritt der Umfrage noch erheblich ändern. Sie sind herzlich eingeladen, die obigen Resultate zu bestätigen oder zu widerlegen, indem Sie an der Umfrage teilnehmen. Die Fragen sind in wenigen Minuten beantwortet, und Sie sorgen mit Ihrem Beitrag für mehr Markttransparenz in der SAP-Community.

Über den Autor

Joachim Hackmann, PAC

Vice President – Business Applications and related Services,
PAC Deutschland

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