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S/4-Hana-Anwendungspakete testen: Agile und in der Cloud

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Geschrieben von Wayne Ariola, Tricentis

Wie sich in den kommenden zwei Jahren das Testen von SAP S/4 und Hana, Agile und in der Cloud, ändern wird – ein Ausblick: Tricentis hat kürzlich 848 SAP-Projektleitern drei Fragen gestellt, deren Antworten in Folge kurz skizziert werden.

„Was sind in Ihrem Unternehmen die drei wichtigsten SAP-Initiativen?“ S/4 ist klar die wichtigste Initiative, gefolgt von der Einführung von agilen Arbeitsweisen für SAP-Projekte und der Verlagerung von SAP-Workloads in die Cloud.

„Wo liegen nach Ihrer Einschätzung die größten Herausforderungen für Softwaretests in SAP-Umgebungen?“

Auch hier zeigte sich ein klares Bild. Bei der Frage nach den wichtigsten Herausforderungen in den nächsten zwei Jahren wurden am häufigsten End-to-End-Tests für SAP-Anwendungen und andere Systeme genannt, gefolgt von S/4-Tests und dem Wechsel von manuellen zu automatisierten Tests.

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Diese Themen sind eng miteinander verbunden. Wenn Unternehmen zu S/4 wechseln, verbinden sie es mit allen Anwendungen, Geräten und Benutzern, die an Transaktionen beteiligt sind. Dies hat deutliche Auswirkungen auf die Testgeschwindigkeit und den Testumfang.

Befragte, die bereits zu S/4 migriert sind, sahen weiterhin End-to-End-Tests und Testautomatisierung als die beiden wichtigsten Herausforderungen an. Die Migration von veralteten Testtools wird wichtiger, dieses Thema steigt in der Priorität von Platz sechs auf Platz drei.

Nach der Migration zu S/4 wird schnell klar, dass veraltete Testtools nicht für die neuen, miteinander verbundenen und sich schnell verändernden Umgebungen geeignet sind.

„Wie schätzen Sie generell die Entwicklung der Testautomatisierung für SAP ein?“

Beeindruckende 76 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass das Thema der Testautomatisierung immer wichtiger wird.

Und 88 Prozent glaubten, dass die Automatisierung in den nächsten zwei Jahren weiterhin Priorität hat oder noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass bei den Teilnehmern der Umfrage die Migration zu S/4 oberste Priorität hat. Dies war zu erwarten, da SAP die ECC-Software ab 2025 nicht mehr unterstützt.

Wir haben außerdem he­rausgefunden, dass ein schneller Wechsel zu S/4 vor allem dadurch begünstigt wird, dass Vorstände sich auf die digitale Transformation konzentrieren und S/4 als Kernstück des „intelligenten Unternehmens“ ansehen.

Unternehmen, die zu S/4 wechseln, bewerten S/4 als die Plattform für die digitale Transformation. Ihr Ziel ist es, alle an ihren Geschäftsprozessen beteiligten Anwendungen, Geräte und Benutzer systemübergreifend miteinander zu vernetzen. Die Entscheidung, SAP als Plattform für die digitale Transformation zu nutzen, beinhaltet vier verschiedene Transformationen:

Erstens das generelle Bekenntnis zur digitalen Transformation auf Basis von S/4 und Hana. Zweitens die Einführung und die Skalierung agiler Prozesse, um sich als digitales Unternehmen auf die schnellen, iterativen Änderungen der SAP-Plattform und die Wartung des digitalen Unternehmens vorzubereiten (und mit ihnen Schritt zu halten).

Drittens die Rationalisierung der bestehenden Geschäftsprozesse für die neue Plattform. Die meisten Unternehmen haben Jahre damit verbracht, ihre SAP-Instanzen durch Modifikation von Abap-Code anzupassen.

Je mehr Anpassungen Sie in S/4 vornehmen, desto schwieriger wird es, die gewünschte Änderungsgeschwindigkeit zu erreichen. Dies verlangsamt Ihre Upgrades und behindert letztendlich die digitale Transformation.

Um den Prozess zu beschleunigen, müssen die benutzerdefinierten Prozesse überarbeitet werden, um sich näher an der SAP-Standardimplementierung zu bewegen Viertens die Migration in die Cloud.

SAP hat für S/4 nicht nur die Transaktionen beschleunigt, sondern auch die Kernanwendungen wesentlich kompakter gestaltet, sodass Sie diese Arbeitslast einfacher in die Cloud eines Drittanbieters verlagern können.

Über den Autor

Wayne Ariola, Tricentis

Wayne Ariola ist Chief Marketing Officer bei Tricentis.

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