MAG 21-05 Management

Rollenbasierte Arbeitsprozesse und Bestandsplanung

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Geschrieben von GIB, Claudia Ballhuse

Unternehmen mit mehreren Produktionsstandorten sind durch die globalisierten Logistikprozesse mehr gefordert. Die Bestandsplanung und die Unsicherheiten bei Angebot und Nachfrage stellen hohe Anforderungen an das SCM.

Es ist unerlässlich, die Logistik zu vereinheitlichen und zu zentralisieren. SAP-Bestandskunde Karl Mayer, ein internationaler Hersteller von Textilmaschinen, hat sein bisheriges System um eine SAP-basierte Lösung erweitert, um die von SAP gesteuerten Prozesse zu optimieren.

Die Rule Workbench (RWB) und das Role Administration Cockpit (RAC) aus dem Hause GIB sorgen seitdem für verbesserte Bestände und reduzieren operative Bearbeitungszeiten durch rollenbasierte Arbeitsprozesse. Das Maschinenbau-unternehmen hat sich seit seiner Gründung 1937 zu einer internationalen Unternehmensgruppe entwickelt.

Als innovativer Marktführer im Textilmaschinenbau bietet der Hersteller Lösungen für die beiden wichtigsten Maschenbildungsverfahren, Wirken und Stricken, sowie für die Bereiche Technische Textilien, Kettvorbereitung Weberei und Digitalisierung. Heute hat das Unternehmen Niederlassungen in den USA, England, Indien, Italien, Hongkong, Japan, China, Bangladesch und in der Schweiz.

Globale Logistik

Das internationale Wachstum war eine Herausforderung für die logistischen Prozesse. Es gab unternehmensweit keine allge­meinen Regeln, wie ein Sicherheitsbestand zu berechnen ist. Die Sicherheitsbestände wurden nicht in regelmäßigen Abständen geprüft, sondern nur, wenn eine offene Bestell­anforderung vorlag. Zusätzlich organisierten die Disponenten den Tagesablauf nicht nach einheitlichen Vorgaben.

Mit dieser Bestandsplanung bestand ein hohes Risiko zu geringer oder zu hoher Lagerbestände und damit auch das Risiko einer verzögerten Produktion“, erinnert sich Sonja Meyrose, Fachgruppenleiterin Materialwirtschaft bei Karl Mayer.

Uns wurde klar, dass wir eine einheitliche Lösung im Unternehmen brauchen, um den Tagesablauf der Disponenten besser zu strukturieren und so das Arbeiten effizienter zu machen. Die neu gewonnenen Zeitressourcen können dann zum Beispiel darauf verwendet werden, die Sicherheitsbestände professioneller zu planen, ebenfalls mit einer Software“, so Meyrose zur Ausgangssituation.

Da man bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit den Modulen GIB Operations und GIB Controlling arbeitete, wurde auf den gleichen Entwickler gesetzt. SAP-Partner GIB hat sich auf die Optimierung logistischer Prozesse spezialisiert und die Module Rule Workbench (RWB) sowie Role Administration Cockpit (RAC) sollten als ergänzende Lösung die Prozesse in der Logistikabteilung optimieren.

Durch die Kompatibilität mit den bereits vorhandenen Lösungen sparte Karl Mayer bei der Implementierung Zeit. Lediglich sechs Monate vergingen vom Projektstart bis zum Go-live an den Standorten. Bis auf ein paar wenige Anpassungen verlief die Umsetzung reibungslos.

Heute arbeiten rund 100 Anwender mit GIB Operations, Controlling und RAC, und das an sämtlichen Standorten weltweit. Die Anwender waren von der Anwenderfreundlichkeit der Module positiv überrascht.

Die Benutzung ist annähernd selbsterklärend, sodass die Schulungsdauer für den Tätigkeitsnavigator rund einen halben Tag betrug. Operations ist etwas intensiver, erfordert ein bis zwei Tage Einweisung, sodass Mitarbeiter auch diese Lösung nutzen können. Ausländische Standorte wurden entweder vor Ort oder per Videokonferenz geschult.

Rollenbasiertes Cockpit

Die Einführung hat positive Effekte für die Arbeitsabläufe erzeugt. Besonders durch das Role-Administration-Cockpit fällt Suchen und Navigieren im SAP-System weg und es ermöglicht, Aufgaben in Rekordzeit abzuwickeln. Das RAC blendet ungenutzte Funktionen aus und erleichtert so die Navigation.

Einmalig müssen regelmäßig wiederkehrende Aufgaben wie mit einem elektronischen Organizer geplant werden, damit der User in der personalisierten Maske alle To-dos sieht, die mit einem Doppelklick aufgerufen werden können.

Ein großer Gewinn für das Tagesgeschäft, findet Mey­rose: „Die Schaffung einheitlicher Standards in der Disposition bringt viel Transparenz, eine gewisse Austauschbarkeit bei Krankheit oder Urlaub und vor allem erleichtert sie das tägliche Doing, da jedem Disponenten klar vor Augen geführt wird, welche Tätigkeiten zu erledigen sind.

Die Bestandsplanung hat sich deutlich verbessert, bezüglich der Fehlteildarstellung, die komplett von Excel in GIB überführt wurde. Die einheitliche Nutzung der Module an allen Standorten hat die Transparenz in der Disposition gesteigert, weil sich die Disponenten konzernweit einen Überblick über Bestände verschaffen und diese so auch besser optimieren können.

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Über den Autor

GIB

GIB Sales & Development GmbH, Martinshardt 19, 57074 Siegen

Über den Autor

Claudia Ballhuse

IT-Journalistin

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