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„Rise“ zu komplex für SAP

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Vergangene Woche präsentierte SAP-Chef Christian Klein das Framework „Rise“.

Die Idee scheint viele überzeugt zu haben. Aber wo beginnt die digitale Transformation und wo endet sie? Bedeutet APO abschalten und das cloudbasierte IBP (Integrated Business Planning) einschalten bereits einen Rise-Milestone? Braucht der SAP-Bestandskunde für Rise ein eigenes Process Mining – davor, danach, wann auch immer?

Steffen Pietsch, Fachvorstand Technologie beim Anwenderverein DSAG, meinte auf der Pressekonferenz zu den Technologietagen diese Woche, dass nicht jeder Kunde im gleichen Umfang Customizing oder spezielle Lösungen im Einsatz hat; je näher der Anwender an den SAP-Standard heranrückt, desto mehr greift Rise. Eine gute SAP-Idee scheint kompliziert zu werden. Seit dieser Woche ist der langjährige SAP-Mitarbeiter Brian Duffy der Chef für das Projekt Rise. Eine Interviewanfrage des E-3 Magazins wurde mit der Begründung abgelehnt, er müsse sich erst in die Rise-Materie einarbeiten.

Tangro

Ob Christian Klein diese Antwort gefallen würde? Letztendlich gilt es, keine Zeit bei der digitalen Transformation zu verlieren. Der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser bescheinigt Deutschland ohnehin einen digitalen Rückstand. Rise zusammen mit Process Mining von Signavio sollte demnach die S/4-Transformation beschleunigen. Ein komplexes Werkzeug wäre in dieser Situation aber kontraproduktiv.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
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