Coverstory 21-10 MAG 21-10

Rise with SNP

v.l.n.r.: Michael Eberhardt, Lutz Lambrecht, Oliver Schwede, alle SNP
v.l.n.r.: Michael Eberhardt, Lutz Lambrecht, Oliver Schwede, alle SNP

Rise ist eine großartige Erfindung von SAP-Chef Christian Klein und ein ganzheitliches Konzept für die SAP-Community. Aber kann der Software-Lieferant auch gleichzeitig Trusted Advisor sein? Es gilt über den Tellerrand zu blicken, neue Partnerschaften zu wählen und die Perspektive einer allgemeinen, digitalen Transformation einzunehmen. Das schafft SAP mit Partnern, die End-to-End die Transformation der Kunden unterstützen können. In dieser Rolle sieht sich SNP. Und somit heißt es auch: Rise with SNP und dem Partnernetzwerk.

Rise ist ein sehr umfassendes, neues Angebot der SAP für den Umstieg auf SAP S/4 Hana und die Verlagerung in die Cloud. Es ist keine Schande, nicht die gesamte Übersicht über dieses Leistungsangebot zu besitzen – zu heterogen, zu dynamisch, zu agil ist die SAP-Community mit ihren zahlreichen Herausforderungen und Antworten. SAP-Partner SNP hat aus dieser Not eine strategische Tugend gemacht und ein einzigartiges Partnernetzwerk aufgebaut. SNP-CEO Michael Eberhardt, General Manager Central ­Europe Oliver Schwede und Vice President of Global Partner Management Lutz Lambrecht erklären das SNP-Konzept und das Partnernetzwerk.

„Nach dem Ausbruch der Pandemie digitalisierten viele Hersteller ihre Betriebe so schnell wie möglich“, sagt Michelle Duerst, Research Vice President bei Gartner, und betont: „Das ist zwar der richtige Weg, reicht aber nicht aus.“

Michael Eberhardt: „Da hat die Gartner-Analystin völlig recht. Es trifft nicht nur die Unternehmen, sondern vor allem auch unsere nächste Generation an den Schulen und den Universitäten. Sicherlich war und ist die Pandemie ein Trigger-Event, solche Veränderungen zu beschleunigen.“

"Vertrauen ist das höchste Gut, das wir uns jeden Tag neu verdienen müssen." - Michael Eberhardt, CEO, SNP
“Vertrauen ist das höchste Gut, das wir uns jeden Tag neu verdienen müssen.” – Michael Eberhardt, CEO, SNP

Die SAP-Community befindet sich ganzheitlich in der S/4-Transformation: Ist Rise with SAP die Antwort, die SAP-Bestandskunden aktuell brauchen? „Ich würde sagen, Rise with SAP ist eine Antwort, aber eben auch nur eine“, erklärt SNP-CEO Eberhardt und präzisiert: „Bei den größeren Kunden sehen wir noch Zurückhaltung. Diese Kunden haben die notwendige Infrastruktur und Struktur, die einzelnen Elemente von Rise gezielter zu konsumieren. Außerdem ist eine Reise in die Cloud aus mehreren Ecken zu beleuchten: Es geht um Prozessoptimierung, Datentransparenz, Cost of Ownership und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.“

Rise with SAP

Oliver Schwede, General Manager Central Europe bei SNP, meint dazu im E-3 Gespräch: „Rise with SAP beinhaltet neben fachlichen Komponenten wie zum Beispiel Process Mining auch ein neues Angebot für den Umzug in die Cloud, die S/4 Private Cloud Edition, PCE. Mit diesem Angebot erhöht SAP die Flexibilität der Kunden, ihre SAP-Umgebung ganz oder teilweise in der Cloud zu betreiben, und arbeitet mit den relevanten Hyperscalern zusammen.“

"Unsere Kunden als Trusted Advisor beraten und ihnen helfen, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen." - Oliver Schwede, General Manager Central Europe, SNP
“Unsere Kunden als Trusted Advisor beraten und ihnen helfen, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen.” – Oliver Schwede, General Manager Central Europe, SNP

Das Angebot ist in kommerzieller Hinsicht für Kunden attraktiv und bietet Vorteile im Security-Bereich sowie neue Möglichkeiten auf der Business-Seite. SNP hat bereits erste Kunden auf dem Weg in die Rise-Umgebung unterstützt und bietet dafür vorgefertigte Lösungen an. SNP ist seit 25 Jahren auf Datenmigration spezialisiert und verfügt über fast 1000 Experten mit umfangreichem Know-how.

Dazu Oliver Schwede: „Dieses Wissen haben wir in einer intelligenten Software abgebildet, unserer Datentransformation-Plattform CrystalBridge. Sie ermöglicht einen hohen Grad an Automatisierung und Qualitätssicherung. Unser Geschäftsmodell beruht auf der Idee, wiederkehrende Aufgaben Maschinen zu übertragen und dem Menschen die Führung zu überlassen. Gleichzeitig ist unser Anspruch, dass unsere Software lernt und so die Wiederverwendbarkeit von Regelwerken ermöglicht. Zur Risikovermeidung und Skalierung von Ressourcen haben wir eine Guided Procedure eingebaut, die es Kunden und Partnern erlaubt, unsere CrystalBridge selbst einzusetzen.“

Für Michael Eberhardt ist wichtig, dass SNP mit der Software klassische Datentransformationen im SAP-Umfeld schneller, sicherer und effizienter durchführen kann. „Mit unserer CrystalBridge ermöglichen wir unserem Kunden von Anfang an eine Transparenz seiner IT-Systeme, die er bisher so nicht gekannt hat“, weiß der SNP-CEO aus zahlreichen und erfolgreichen Kundenprojekten. „Damit können unsere Kunden bessere Entscheidungen treffen, die auf einem realen Bild basieren. Außerdem stellen wir unseren Kunden Benchmarks zur Verfügung, die dabei helfen, die richtigen Lösungen zu betrachten.“

Und Lutz Lambrecht, Vice President of Global Partner Management, ergänzt: „Wir haben unsere CrystalBridge so weiterentwickelt, dass sie auch von unseren Kunden und Partnern selbst genutzt werden kann und soll. Die Software liefert ihnen Projekte in gleichbleibender Qualität und Effizienz. Hierzu haben wir neben softwarebasierten eingebauten Qualitätschecks auch ein umfangreiches Schulungsangebot mit entsprechenden Zertifizierungen entwickelt. Und unser Support unterstützt unsere Kunden und Partner jederzeit vor, während und nach einem Projekt. So stellen wir sicher, dass das Thema Datentransformation im Transformationsprojekt von der Liste der Risikofaktoren gestrichen werden kann.“

SNP hat eine sehr erfolgreiche Vergangenheit als kompetenter Partner der SAP-
Bestandskunden. Das klassische Partnergeschäft unterliegt ebenso einer digitalen Transformation wie die gesamte Community. Partnerschaften, wie sie heute sehr erfolgreich funktionieren, wären wahrscheinlich vor wenigen Jahren noch nicht denkbar gewesen. Somit hat sich auch das Selbstverständnis der Partner gewandelt – vom IT-Systemhaus mit innovativen Produkten hin zum Berater und Trusted Advisor.

"Kunden und Partner einbinden: Das konsolidierte Feedback hilft uns, immer nah am Kunden zu arbeiten." - Lutz Lambrecht, Vice President of Global Partner Management, SNP
“Kunden und Partner einbinden: Das konsolidierte Feedback hilft uns, immer nah am Kunden zu arbeiten.” – Lutz Lambrecht, Vice President of Global Partner Management, SNP

Trusted Advisor

„SNP hat sich den hervorragenden Ruf am Markt durch unzählige erfolgreiche Projekte erarbeitet und dies sowohl bei internationalen Konzernen wie auch im Mittelstand. Entscheidend hierfür war, dass die Experten von SNP nicht nur mit hohem Fachwissen und Engagement ihre Arbeit gemacht haben, sondern gleichzeitig auch eine hohe Kundennähe und Bodenständigkeit mitgebracht haben“, definiert Oliver Schwede die erfolgreiche SNP-Historie.

In der Kombination mit der besten am Markt erhältlichen, optimalen Softwareplattform wurde SNP zu einem Spezialisten im Bereich der softwarebasierten Datentransformation.

„In diesem Thema ist unser Anspruch, unsere Kunden als Trusted Advisor zu beraten und ihnen zu helfen, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen“, präzisiert der General Manager Central Europe. „Unsere Expertise trägt maßgeblich dazu bei, bei langjährigen und kostspieligen Transformationen die richtigen Entscheidungen zu treffen – und manchmal auch bestehende Meinungen oder Herangehensweisen infrage zu stellen.“

Michael Eberhardt erklärt im E-3 Gespräch: „Wir wollen ein innovativer, zuverlässiger und offener Partner für unsere Kunden und Partner sein, insbesondere für SAP. Meiner Meinung nach ist Vertrauen das höchste Gut, das wir uns jeden Tag neu verdienen müssen.“

Rise und SNP

Als Trusted Advisor bewegt sich SNP auf gleicher Augenhöhe mit SAP. Wie passen die SNP-Produkte zum SAP-Angebot Rise? „Als SAP-Partner haben wir dasselbe Ziel wie SAP“, sagt Oliver Schwede. „Wir wollen Kunden schnell und sicher nach SAP S/4 Hana bringen und Potenziale auf der Business- und IT-Seite erschließen. Unser Angebot für Rise wurde für dieses Ziel gemeinsam mit der SAP entwickelt, fügt sich nahtlos in die SAP-Strategie ein und ergänzt diese.“

Und Michael Eberhardt dazu: „Wie Oliver Schwede sagt, das Ziel ist, die Kunden schnellstmöglich zu SAP S/4 Hana zu bringen. Dieses Ziel vereint uns mit SAP neben all unseren gemeinsamen, langjährigen Partnerschaften und der Selective Data Transformation (SDT) Community.“

Conversion und Transformation

Die S/4-Transformation bringt den SAP-Bestandskunden viele Herausforderungen im betriebswirtschaftlichen, organisatorischen, technischen oder lizenzrechtlichen Bereich. Den Überblick zu bewahren erscheint nicht leicht, weil auch viele, erfolgreiche SAP-Installationen mit Altlasten und Modifikationen kommen.

Zunächst einmal sei die Frage zu klären, wie viel Innovation und Standardisierung auf der Prozessseite mit dem ersten Schritt einer Transformation nach S/4 erreicht werden sollten, meint Oliver Schwede. Hier müssen Wünsche und Möglichkeiten in Einklang gebracht werden, denn neue Funktionen und Prozesse erfordern ein geschultes Personal. Die Komplexität der technischen Umstellung ist von dieser Fragestellung abhängig.

Dabei fließen allerdings noch andere Faktoren ein, wie SNP-Manager Schwede erklärt: „Welches Land oder welche Geschäftseinheit soll zuerst migriert werden? Was bedeutet das für die folgenden Migrationen? Wie lassen sich notwendige Vorprojekte zusammenfassen und wie kann man die komplette Transformation beschleunigen?“

Somit ist offensichtlich, dass SAP-Anwenderunternehmen und -Bestandskunden einen guten Plan benötigen, der fachliche Ziele und technische Möglichkeiten zusammenbringt. Organisatorische und lizenzrechtliche Fragen leiten sich dann daraus ab.

„Ich sehe immer noch, dass viele Kunden den Wert von SAP S/4 Hana auch deshalb nicht richtig einschätzen können, weil die Fachbereiche und die IT-Abteilung nicht eng genug zusammenarbeiten“, sagt SNP-Chef Michael Eberhardt. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, unseren Kunden aufzuzeigen, welche Vorteile SAP S/4 Hana für unsere Kunden bringt: Ich denke, dass wir alle – SAP, die Systemintegratoren und Partner wie SNP – noch besser an einem Strang ziehen müssen. SAP-Anwenderunternehmen investieren dann, wenn sie sehr klar den Sinn, den ROI und auch die Risiken verstehen. Da senden wir meines Erachtens noch zu viele unterschiedliche Botschaften.“

Michael Eberhardt: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, aufzuzeigen, welche Vorteile SAP S/4 Hana für unsere Kunden bringt: Ich denke, dass wir alle – SAP, die Systemintegratoren und Partner wie SNP – noch besser an einem Strang ziehen müssen. SAP-Anwenderunternehmen investieren dann, wenn sie klar den Sinn, den ROI und auch die Risiken verstehen. Da senden wir meines Erachtens noch zu viele unterschiedliche Botschaften.“ Lutz Lambrecht, Vice President of Global Partner Management, Oliver Schwede, General Manager Central Europe, und SNP-CEO Michael Eberhardt (v. l.).
Michael Eberhardt: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, aufzuzeigen, welche Vorteile SAP S/4 Hana für unsere Kunden bringt: Ich denke, dass wir alle – SAP, die Systemintegratoren und Partner wie SNP – noch besser an einem Strang ziehen müssen. SAP-Anwenderunternehmen investieren dann, wenn sie klar den Sinn, den ROI und auch die Risiken verstehen. Da senden wir meines Erachtens noch zu viele unterschiedliche Botschaften.“Lutz Lambrecht, Vice President of Global Partner Management, Oliver Schwede, General Manager Central Europe, und SNP-CEO Michael Eberhardt (v. l.).

Die Transformation nach S/4 und Hana kennt mittlerweile viele Farben und Konzepte. SNP hat eine eigene Farbe kreiert, Blau für Bluefield – wie kam es dazu und was steckt dahinter? „Zunächst einmal sind wir sehr stolz darauf, dass wir mit Bluefield einen am Markt akzeptierten Industriestandard eingeführt haben“, erklärt Oliver Schwede. „In sehr vielen Gesprächen mit SAP-Kunden haben wir gehört und gelernt, dass für sie weder eine reine technische Conversion noch ein kompletter Neuanfang infrage kämen. Damit war nach dem Brown- und Greenfield-Ansatz der Weg für einen dritten Ansatz geebnet.“

SNP Bluefield

Bluefield steht für eine umfassende Lösung, die SAP-Bestandskunden auf ihrem Weg nach S/4 die Möglichkeit bietet, ­Mischformen aus der reinen Farbenlehre umzusetzen und den gewünschten Grad an Innovation zu erreichen. Ermöglicht wird dies, indem bei Bluefield die Prozess- und die Datenebene entkoppelt werden und die Vorteile dieses Migrationsansatzes bei Brown- und Greenfield-Projekten ebenso zum Einsatz kommen wie bei Projekten, die bei einer Neuimplementierung zum Beispiel auf historische Daten nicht verzichten oder mehrere Vorprojekte in einem Schritt zusammenfassen wollen.

Michael Eberhardt weiß mittlerweile aus erfolgreichen Conversions, dass der Bluefield-Ansatz für die meisten SAP-Kunden die ideale Form einer Migration ist. „Nicht für Neukunden, aber sicherlich für alle Bestandskunden“, betont der SNP-CEO. Ganz nach dem Motto: Keep the Best – Transform the Rest. „Wir sind fest davon überzeugt, dass nicht alles in der Vergangenheit schlecht war und auch nicht alles überholt ist. Unser Motto ist, dass Kunden zu S/4 wechseln sollten, sich dabei aber auf die Themen fokussieren, bei denen sie den größten Nachholbedarf sehen. Die SAP-Lösung dient ihnen dann als Plattform für eine mehrjährige und wahrscheinlich permanente digitale Reise der Veränderung“, präzisiert CEO Eberhardt.

Zukunft Datentransformation

Wie wird sich SNP weiterentwickeln? Nach dem plötzlichen Tod des Gründers Andreas Schneider-Neureither vergangenes Jahr erschien die Ausrichtung des erfolgreichen Konzerns kurzfristig unsicher zu sein.

Michael Eberhardt kann hier beruhigen: „Andreas hat schon bei der Firmengründung erkannt, wie systemkritisch Daten für erfolgreiche Transformationen sind, und damit einen Nerv getroffen, der heute wichtiger denn je ist. Deshalb war und bleibt es unser Ziel, unsere Kunden bei Datentransformationen mit einer umfassenden Softwarelösung zu unterstützen. Ein wichtiges Ziel ist die Geschwindigkeit, mit der Kunden diese Transformationen umsetzen können. Hier arbeiten wir ganz aktuell gemeinsam mit Kunden an speziellen Verfahren, die Business Downtime auf ein absolutes Minimum zu begrenzen.“

Dazu passt auch genau abgestimmt die aktuelle Übernahme. SNP-CEO Eberhardt: „Unsere jüngste Akquisition des SAP-Datenspezialisten Datavard ermöglicht es uns, unser Portfolio mit Themen wie Business Warehouse und SAP BW/4, künstlicher Intelligenz und Machine Learning, Business Intelligence, Datenqualität sowie Archivierung bzw. Decommissioning von Daten zu ergänzen. Heute sehen wir uns als Marktführer im Bereich SAP-Datentransformation und -management. Außerdem entwickeln wir Lösungen rund um die Datenqualität und fortlaufende Themen wie Monitoring von Daten, hochleistungsfähige Connectores und vieles andere. Für die Zukunft haben wir viele Ideen, wie wir aus vorhandenem Wissen Analysen und Prognosen noch aussagekräftiger machen und klare Empfehlungen für die Herausforderungen großer Transformationsprogramme abgeben können.“

Vice President of Global Partner Management Lutz Lambrecht sagt dazu: „Auch werden wir unsere Kunden und Partner immer stärker in die Weiterentwicklung unserer Softwareplattform miteinbinden. Das konsolidierte Feedback hilft uns, hier immer nah am Kunden zu arbeiten.“ Und zusammenfassend erklärt Michael Eberhardt, dass sich alle Ideen im Markenkern der SNP bewegen und somit auch im Sinne ihres Gründers Andreas Schneider-Neureither sind.

Immer mehr wird sichtbar, dass die S/4-Transformation zwei prinzipielle Strömungen kennt: Algorithmen und Datenstrukturen. SAP will mit Signavio die Geschäftsprozesse, also die Algorithmen, erneuern. Viele SAP-Partner setzen auf ein innovatives Master Data Management – hier stehen also die Datenstrukturen im Vordergrund. Was hat Vorrang bei der S/4-Conversion? Algorithmen oder Daten­strukturen? Neue Geschäftsprozesse auf Basis veralteter Datenstrukturen haben ebenso wenig Sinn wie eine optimale Datenbasis als Grundlage ineffizienter Prozesse, weiß Oliver Schwede. Er erklärt: „Bei der Bewegung von Daten ist der gesamte Zyklus zu berücksichtigen – Datenmigration, Qualität, Master- und Metadaten, Governance und Architektur. Auf dem Weg nach S/4 ist es deshalb wichtig, eine ganzheitliche Datenstrategie zu entwickeln. Wir alle wissen mittlerweile, wie wichtig die Beherrschung von Daten heute für den eigenen Geschäftserfolg ist.“

Prozesse und Daten

Michael Eberhardt kennt kein Entweder-Oder in der Frage nach Algorithmen und Datenstrukturen: „In einer ganzheitlichen Betrachtung lässt sich die Prozess- von der Datenebene nicht trennen. Prozesse und Daten gehören zusammen. Wenn Kunden SAP-Systeme migrieren, ist es allerdings von großem Vorteil, wenn sie Prozesse und Daten separat behandeln und diese später wieder eindeutig übereinanderlegen können. Dieses Wissen machen wir uns im Rahmen von Transformationen zunutze.“

Zusätzlich zu den eigenen Experten hat SNP ein weltweites Partnernetzwerk aufgebaut. „Wir haben unsere Partnerstrategie in 2020 komplett neu aufgestellt“, sagt dazu Oliver Schwede. Ziel von SNP war es, ein überdimensionales organisches Wachstum durch Partner zu erreichen. „Dafür haben wir den Bereich verstärkt und auf ein neues Level gebracht“, erklärt rückblickend General Manager Central ­Europe Oliver Schwede.

Sein Kollege Lutz Lambrecht erklärt dazu: „Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen wir – im Gegensatz zu vielen Softwareanbietern – eine klare Partner-first-Strategie. Wenn ein Partner uns zu einem Kunden bringt, werden wir unter keinen Umständen mit dem Partner in Wettbewerb treten. Aktuell arbeiten wir intensiv am Partner-Enablement. Wir wollen unsere Partner noch besser in die Lage versetzen, Projekte mit der gleichen Performance und der gleichen Qualität umzusetzen. Wir von SNP unterstützen dann, je nach Ausbildungsstand und Erfahrung in der Softwarenutzung, nur noch bei der Qualitätssicherung.“

Lutz Lambrecht diskutiert mit Michael Eberhardt (l.) und Oliver Schwede (r.) über Aufgaben der SAP-Bestandskunden bei der S/4-Transformation und Unterstützung durch das SNP-Partnernetzwerk.

Für alle ein Weg mit SNP

„Wir wollen, dass die Partner sich zu unserem SNP-Weg committen und sowohl von unserem Know-how als auch unserer Softwareplattform profitieren, indem sie diese selbst anwenden und eigene Services dazu anbieten“, sieht Oliver Schwede die Zukunft von SNP. „Für unsere Kunden bedeutet dies eine hohe Skalierbarkeit von Ressourcen. Wir stellen damit gemeinsam mit unseren Partnern die oft beschworene Brücke zwischen Fachbereich und technischer Expertise sicher, die so entscheidend für den gesamten Projekterfolg ist.“

Michael Eberhardt fasst zusammen: „Am Ende wollen wir mithilfe dieser Partnerschaften der Industriestandard für SAP-nahe Datentransformation und Datenmanagement werden. Außerdem helfen uns die Partner, unsere Plattform entsprechend zu vertreiben und unsere Marke SNP bekannter zu machen.“

Bereits bei der Präsentation von Rise zeigte SAP-Chef Christian Klein, dass es komplexe Herausforderungen sind, die mit einer Antwort und einem Werkzeug allein nicht gelöst werden können. Die Reise in Richtung Hana und S/4 erfordert viel Know-how und helfende Hände. Bedeuten also die SNP-Partnerschaften auch, dass die S/4-Transformation die Kompetenz eines SAP-Partners übersteigt und die Herausforderung nur gemeinsam bewältigt werden kann?

„Unsere Kunden benötigen auf der Reise nach SAP S/4 Hana eine nachhaltige Infrastruktur aus Partnern und eine Softwareplattform, die in der Lage ist, zu lernen und zu adaptieren“, weiß Oliver Schwede aus zahlreichen SAP-Projekten. Die Mischung aus fachlicher und technischer Expertise ist entscheidend. Meist gibt es nicht die „eierlegende Wollmilchsau“, die alles kann. Vielmehr ist ein Bündnis von Partnern gefragt und Oliver Schwede präzisiert: „Für viele SAP-Kunden ist die Transformation nach SAP S/4 Hana eine echte Herkulesaufgabe. Anwenderunternehmen, die vor solch einer Herausforderung stehen, wissen daher sehr wohl kompetente Partner und eine ‚Leading Edge Software‘ zu schätzen.“

Michael Eberhardt definiert es wissenschaftlich: „Wir sehen hier den klassischen Kampf zwischen Labor Arbitrage und Asset-Based Consulting. Wir stehen für das Letztere, da wir nur so ausreichend skalieren sowie größtmögliche Qualität und Sicherheit – bei optimaler Effizienz – anbieten können. Unsere Fokussierung hilft auch unseren Kunden und Partnern.“

One Face to the Customer

SAP-Chef Christian Klein hat bei seiner ­Rise-Präsentation zu Beginn dieses Jahres sinngemäß gemeint: One Face to the Cus­tomer. Also SAP hätte sehr gern die Generalunternehmerschaft bei allen Conver­sion- und Transformationsprojekten, oder? „Das müssen Sie Christian Klein direkt fragen“, meint Oliver Schwede. „Wir verstehen es als Angebot an SAP-Kunden, einen Ansprechpartner über alle notwendigen Gewerke anzubieten und das Risiko für eine gelungene Transformation direkt mit dem Hersteller zu vereinbaren.“

Und Michael Eberhardt sieht es sehr pragmatisch, dass am Ende immer der Kunde entscheidet. „Und das ist auch gut so“, betont er. „Wie bereits erwähnt, hängt das Konsumverhalten des Kunden auch von seiner Größe ab. Je kleiner der Kunde ist, umso attraktiver ist das Rise-Angebot.“

Business- und IT-Transformation

Die SNP-Partner sind bei der Datentransformation im Rahmen von Business- und IT-Transformationen unterschiedlich aufgestellt. „Für die einen ist es wichtig, dass wir sie schnell in die Lage versetzen, Projekte komplett eigenständig ausliefern zu können. Andere wollen, dass SNP für sie das Thema der Datentransformation komplett übernimmt“, weiß Lutz Lambrecht aus seiner beruflichen Praxis. „Mit einzelnen Partnern bauen wir gemeinsame Transforma­tion Factories auf.“

Diese Transformation Factories ergeben von der Analyse, der Transformation, dem Testen bis hin zum Datenmanagement die komplette Bandbreite an Services für die Datentransformation. „Wir sind hier flexibel und können uns den speziellen Anforderungen des Partners anpassen“, betont Lambrecht.

„Auf den Punkt gebracht: Unsere Kunden profitieren von unserem Transformationswissen und unserem Anspruch, mit der CrystalBridge die führende Plattform auf dem Markt zu liefern“, weiß Oliver Schwede. „Unsere Kunden können dadurch Projekte schneller, risikoärmer und effizienter umsetzen.“

Abschließend SNP-Chef Michael Eberhardt: „Wir bei SNP sind das führende Beratungs- und Softwareunternehmen für Datentransformationen und Datenmanagement im SAP-Umfeld. Hier sind wir der Herzspezialist. Unsere Kunden können uns aufgrund unserer Marktführerschaft, unseres globalen Partnernetzwerks und unserer 25-jährigen Erfahrung vertrauen.“

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter pmf@b4bmedia.net | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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