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Revolutionäres Planungskonzept bekommt die Variabilität innerhalb der Lieferkette in den Griff

[shutterstock: 1432294310, ImageFlow]
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Geschrieben von Florian Sämann, Camelot

Auch im Bereich klassischer Lieferketten, den Supply Chains, sind Daten zu einer wichtigen Ware geworden, fast so wichtig wie die eigentlichen Waren selbst.

Intelligente Unternehmen von morgen – unter dem Schlagwort „Intelligent Enterprise“ bekannt – nutzen Daten effektiv, um Prozesse zu automatisieren. So beispielsweise bei DDMRP, dem Demand-Driven Material Requirements Planning: DDMRP nutzt die tatsächlichen Kundenaufträge in Kombination mit strategischen Entkopplungspunkten und Bestands-, Zeit- und Kapazitätspuffern, um das Bedarfssignal durch die Lieferkette zu propagieren. Dadurch verringert das Planungskonzept die Variabilität und den „Bullwhip Effect“ innerhalb der Lieferkette, was zu einer Reduktion von Beständen bei gleichzeitiger Steigerung des Service-Levels zum Kunden führen kann.

Im Rahmen einer strategischen Entwicklungspartnerschaft entwickeln SAP und Camelot ITLab das neue Modul SAP Integrated Business Planning for Demand-­Driven Replenishment, das Teil des SAP-IBP-Standards ist und alle Funktionalitäten von DDMRP abdeckt.

DDMRP nutzt viele granulare Echtzeit-Indikatoren, um den Bedarf zu ermitteln

Die Anforderung, den „Demand“ der Endkunden zu erfüllen, wohnt der Grundidee des Supply-Chain-Managements seit jeher inne. Traditionelle Supply-Chain-Planungsansätze verwenden Prognosen der zukünftigen Kundennachfrage und definieren daraus, was wann und wie eingekauft, produziert und transportiert werden soll.

Fujitsu

Seit der Einführung dieser MRP-Systeme in den 1950er-Jahren hat sich das Planungsumfeld jedoch stark verändert. Logistiknetzwerke sind komplexer geworden, Produktportfolios wachsen, Produktlebenszyklen werden immer kürzer und die Anforderungen von Kunden hinsichtlich Lieferzeiten steigen. Das führt zunehmend zu Unsicherheiten in der Lieferkette. Die Volatilität wächst.

Es ist kaum noch möglich, genaue Nachfrageprognosen zu treffen. Nachfrageprognosen in einem agilen Wirtschaftsumfeld weichen teilweise bis zu 50 Prozent vom tatsächlichen Bedarf ab. Die Folge: Es werden die falschen Mengen an den falschen Stellen beschafft, gefertigt oder geliefert. Die Servicequalität gegenüber dem Kunden sinkt.

DDMRP ermöglicht Unternehmen, diese Herausforderung – insbesondere die Variabilität in der Lieferkette – in den Griff zu bekommen. Das Planungskonzept stellt einen disruptiven Ansatz dar, da Unternehmen ihre Planungsprozesse radikal neu definieren müssen, um agiler am Markt zu agieren und gleichzeitig effizienter zu wirtschaften.

Abb1 CITLab Grafik DDMRP

DDMRP-Konzept: In fünf Schritten zur bedarfsgesteuerten Materialbedarfsplanung.

Das DDMRP-Konzept: In fünf Schritten zur tatsächlichen Bedarfsermittlung

Die bedarfsgesteuerte Materialbedarfsplanung gliedert sich in fünf Schritte. Diese werden zyklisch durchlaufen, beispielsweise einmal täglich. Sie umfassen die Positionierung von Entkopplungspunkten („Position“), die Festlegung von Bestandsgrenzwerten („Protect“) sowie die konkrete Planung und deren Ausführung („Pull“).

Schritt eins (Strategic Decoupling) definiert, auf welchen Stufen Materialbestände gelagert werden. Diese Entkopplungspunkte werden entlang der gesamten Lieferkette definiert. Mit ihrer Hilfe können optimale Bestandspuffer positioniert werden. Die Puffer wirken als „Stoßdämpfer“, die Schwankungen auf jeder Distributions- und Fertigungsstufe abfedern.

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Greifbare Ergebnisse durch den Einsatz von DDMRP. Quelle: Camelot Projekt-Erfahrung, Demand Driven Institute, FAPICS.

In den Schritten zwei und drei gestalten die Planer die Bestandspuffer optimal aus und passen diese dynamisch an. Dazu werden im zweiten Schritt (Buffer Profiles and Levels) zunächst Bestandsobergrenzen an den Entkopplungspunkten definiert und somit die Puffer geeignet dimensioniert. Im dritten Schritt (Dynamic Adjustments) nehmen die Planer Anpassungen an den zuvor berechneten Puffergrößen vor. Das ermöglicht kurzfristige Anpassungen der Inputparameter oder auch die Berücksichtigung der Erfahrungen der Planer.

In Schritt vier (Demand-Driven Planning) werden daraufhin Bestellaufträge an den einzelnen Lagerungspunkten generiert, indem der tatsächliche Lagerbestand, die ausstehenden Lagerzugänge und die zukünftige Nachfrage im Rahmen der „Netflow Equation“ bewertet werden.

Abschließend erhalten Planer in Schritt fünf (Visible and Collaborative Execution) Unterstützung bei der Ausführung durch Warnsignale: für beispielsweise die Parametrisierung und den projizierten Bestandsverlauf.

Mehr Effizienz, geringere Lagerbestände und eine höhere Servicequalität

Viele globale Unternehmen unterschiedlicher Branchen nutzen das „Demand-Driven“-Konzept sehr erfolgreich. Sie reduzieren ihre Variabilität signifikant und stabilisieren den Materialfluss in ihrer Lieferkette. Die Agilität der Supply Chain steigt in diesen Unternehmen aufgrund geringerer Durchlaufzeiten um bis zu 85 Prozent. Zusätzlich lassen sich Bestände um bis zu 70 Prozent und Kosten um bis zu 20 Prozent reduzieren – bei einer gleichzeitigen Steigerung der Servicequalität gegenüber den Kunden.

SAP und Camelot ITLab integrieren DDMRP in SAP IBP

Eine Unterstützung der einzelnen Schritte durch IT-Systeme ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung von DDMRP. SAP und Camelot ITLab haben das DDMRP-Konzept nun in den SAP-Standard Integrated Business Planning (SAP IBP) integriert. Die Lösung unterstützt alle fünf beschriebenen Schritte und ermöglicht es Unternehmen, einen modernen, kundenbedarfsgesteuerten Ansatz für die Planung ihrer Lieferketten zu verfolgen. Das Modul steht SAP-Kunden seit Mai 2019 unter dem Namen „SAP Integrated Business Planning for Demand-Driven Replenishment“ zur Verfügung.

SAP und Camelot ITLab arbeiten bereits seit mehreren Jahren partnerschaftlich zusammen. Camelot ITLab bringt sein umfassendes Wissen als größter globaler Partner des Demand Driven Institute (DDI) in diese Entwicklungspartnerschaft ein und wird auch als Implementierungspartner dieser neuen, gemeinsamen Lösung fungieren. Mit diesem Kooperationsprojekt festigt Camelot ITLab seine Position als strategischer Partner für die gemein­same Entwicklung von Funktionen für ­DDMRP innerhalb von SAP IBP.

Camelot ITLab zeigt DDMRP-Modul für SAP IBP auf dem DSAG-Jahreskongress

Auf dem diesjährigen DSAG-Jahres­kongress zeigt Camelot ITLab, welche ­Effizienzgewinne sich mit dem neuen ­DDMRP-Modul für SAP IBP erzielen lassen. Außerdem illustrieren die Experten von Came­lot, wie die Planung von Lieferketten sowie die Umsetzung verknüpft werden und wie SAP-Lösungen hier unterstützen.

Weitere Themen am Stand von Camelot: Datenanalyse mit SAP-Tools, Business- und IT-Strategien für CRM- und ERP-User, Industrial IoT unter Nutzung der gewonnenen Daten in SAP S/4HANA sowie Blockchain-Szenarien aus der SAP-Praxis.

Besuchen Sie uns auf dem DSAG-Jahreskongress beim Stand E2.

https://e-3.de/partners/camelot-itlab-gmbh/

Über den Autor

Florian Sämann, Camelot

Florian Sämann ist Head of Competence Center Integrated Business Planning bei Camelot.

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