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Public Cloud – warum?

Es ist offensichtlich, dass durch einen massiven Skalierungseffekt die Public Cloud deutlichen Mehrwert für die Anbieter und allem voran für die Hyperscaler bringt. Auch SAP versucht sich im Bereich der Public Cloud – bisher jedoch nur mit sehr bescheidenem Erfolg, trotz Rise with SAP.

Der Investitionsreport 2022 der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) besagte, dass S/4 Cloud im Vergleich zu On-prem-Installationen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Nur sechs Prozent der Befragten setzen S/4 als Private-Cloud-Lösung ein und zwei Prozent als Public-Cloud-Lösung. Darüber hinaus ergab der Investitionsreport, dass das Wissen über Rise with SAP noch ausbaufähig ist. 60 Prozent der Befragten haben zwar schon davon gehört, sind mit dem Angebot aber noch nicht vertraut. Bei dieser niedrigen Akzeptanz für die S/4-Cloud-Lösung ist die Frage nach dem Warum naturgemäß gerechtfertigt.

Eine Antwort liefert die aktuelle E-3 Coverstory Juni 2022 in Zusammenarbeit mit dem SAP-Partner GIB, Teil des Unternehmensverbunds ifm. Dort wird eine Public-Cloud-Lösung auf Basis von S/4 und einer Procurement-Lösung von GIB vorgestellt. Anbieter wie Anwender sehen in dieser Konstellation erhebliche Vorteile. Die Verantwortlichen bei GIB sehen in Zusammenarbeit mit SAP die Lösung aber noch als ausbaufähiges Pilotprojekt. Sind sich Anbieter und Anwender über die Ziele einig, dann kann die SAP’sche Public Cloud trotz fehlender Exit-Strategie ein beiderseitiger Erfolg werden. Zum aktuellen Zeitpunkt muss jedoch der Schritt in die Public Cloud als ERP-Experiment verstanden werden, denn noch fehlen Funktionen und langfristige Konzepte bezüglich Lizenzen und Preise. Diese Abhängigkeit vom ERP-Weltmarktführer will nicht jeder SAP-Bestandskunde.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
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