MAG 21-07 SAPanoptikum & Short Facts

Potenzial bleibt ungenutzt

[shutterstock 1966266682 Phonlamai Photo]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Das Potenzial neuer Services, die auf künstlicher Intelligenz basieren, ist in der Versicherungsbranche enorm. Doch ein Großteil der Versicherungen beginnt gerade erst damit, sie einzusetzen.

Fast zwei Drittel der von Bearingpoint befragten Versicherungen in Deutschland haben bisher noch keine produktiv nutzbaren KI-Services in der Prozessautomatisierung im Einsatz. Viele Unternehmen haben vielmehr gerade erst damit begonnen, experimentelle Erfahrungen mit der KI-Technologie zu sammeln.

Die Identifizierung und Detaillierung von Use Cases bereiten laut Bearingpoint noch vielen Unternehmen Schwierigkeiten. Der KI-Know-how-Aufbau ist noch deutlich verlangsamt und in vielen Fällen kann der Fachbereich die Potenziale zum Einsatz von KI-Services nicht erkennen.

So geben 43 Prozent der Befragten eine unklare fachliche Abgrenzung oder Definition des Use Case als Herausforderung an. Die Studie empfiehlt daher dringend den KI-Know-how-Aufbau in den Fachbereichen und in der unterstützenden IT-Organisation.

Für die gewünschten KI-Services fehlen auch oftmals die passenden Daten oder sie stehen nicht in der notwendigen Datenqualität zur Verfügung, wie Bearingpoint unterstreicht. So geben 42 Prozent der Befragten an, dass die vorhandenen Daten qualitativ und quantitativ ungeeignet sind.

Die für KI-Services benötigte Datenqualität ist in vielen Unternehmen nicht gegeben.
Quelle: Bearingpoint

Daher sollten schon im Vorfeld des Einsatzes von KI-Services die benötigten Datenbestände erhoben und in hinreichender struktureller und inhaltlicher Qualität bereitgestellt werden, so die Studie. Die Befragung hat außerdem ergeben, dass 70 Prozent der Versicherungen bisher ausschließlich eigene Daten für den Aufbau von KI-Services nutzen. Jedoch stößt die Verwendung eigener Daten immer öfter an ihre Grenzen.

Oftmals stehen nicht hinreichend qualifizierte und quantifizierte Daten für qualitativ hochwertige KI-Services zur Verfügung. Immer dann ist es laut Bearingpoint ratsam, externe Daten „zuzukaufen“, um Daten- beziehungsweise Informationslücken zu schließen und so die Entwicklung von KI-Services voranzutreiben.

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E-3 Magazin

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