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Plattformen sind das neue „Client/Server“ in der SAP-Welt

SAP TechEd 2019
SAP-Technikvorstand Jürgen Müller während seiner SAP-TechEd-Keynote 2019 in Barcelona.
Geschrieben von E-3 Magazin

Dem Anwender soll es so leicht wie möglich gemacht werden – koste es, was es wolle. Wer jetzt noch die Übersicht über alle IT-Plattformen behält, darf sich glücklich schätzen.

Nach der Hana Cloud Platform (HCP), Hana Enterprise Cloud (HEC) und der SAP Cloud Platform (SCP) ist noch lange nicht Schluss mit den Plattformmetamorphosen. Plattformen scheinen die Lösung für jede digitale Transformation zu werden.

Vorläufiger Höhepunkt und frisch auf der SAP TechEd in Barcelona vorgestellt: die SAP’sche Business Technology Platform für das intelligente Enterprise.

Hierbei handelt es sich um eine technisch hochwertige Plattform für Geschäftsprozesse. Womit sich die Frage stellt: Was treibt die Plattform an und wie stellt sie sich gegenüber dem Anwender dar?

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Naturgemäß ist der „Motor“ der Business Technology Platform die SAP-Datenbank Hana mit ihren zahlreichen Engines. Zur diesjährigen TechEd wurden die Scheinwerfer besonders intensiv auf die Graph-Engine fokussiert.

Hierbei handelt es sich um eine Graph-Datenbank, die auf den Prinzipien der Graphentheorie beruht. Diese Graph-Datenbank wiederum soll Plattform für SAP Graph werden, ein semantischer API-Layer, der den Datenaustausch zwischen SAP-Applikationen ermöglichen soll, ähnlich dem bekannten SAP Data Hub.

Geplant ist diese virtuelle interaktive Zugriffsschicht „SAP Graph“ über sämtliche Daten jeglicher Quellen hinweg mit einer skalierbaren Abfrage-Engine, um Datennutzung und -verwaltung zu entkoppeln.

Die Anwender sollen eine vereinfachte, einheitliche Datenzugriffsschicht bekommen. Damit könnten sie in der Lage sein, die Datenverarbeitung zu optimieren und gleichzeitig die Datenintegration in ihren intelligenten Anwendungen zu konsolidieren und zu harmonisieren.

SAP Hana Cloud wiederum – also eine Hana-Instanz inklusive der Graph-Engine – kann entweder als eigenständige Lösung oder als Erweiterung einer vorhandenen On-prem-Umgebung eingesetzt werden.

Der sichtbare Teil der Business Technology Platform soll Quartz Light werden, das neue Design der Benutzeroberfläche von Fiori 3. Alle SAP-Produktteams haben an der Gestaltung und Entwicklung von SAP Fiori 3 mitgearbeitet. Das Design soll jetzt konsistenter und besser in das gesamte SAP-Portfolio integriert sein. Dadurch kann sich auch der Schulungsaufwand verringern.

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