Human Resources Mag 22-05

Personalschwund auf Rekordhöhe

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Geschrieben von E-3 Magazin

Die Mitarbeiterfluktuation in der IT-Services-Branche hat einen neuen Höchststand erreicht. Künstliche Intelligenz soll hier Abhilfe schaffen.

Laut einer Langzeituntersuchung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens ISG lag die Quote Ende 2021 bei 21,2 Prozent. Nachdem sich die Fluktuation im ersten Jahr der Coronapandemie von 20 auf 11 Prozent nahezu halbiert hat, bewegt sie sich seit dem dritten Quartal 2021 bereits wieder auf Vorkrisenniveau. Im Laufe des vergangenen Jahres schied demnach mehr als jeder fünfte Mitarbeitende freiwillig oder aus Altersgründen aus seinem Unternehmen aus. Die davon betroffenen IT-Provider sind in zunehmendem Maße gefordert, neues Personal einzustellen und zeitnah produktiv zu machen. Doch reichen diese Maßnahmen?

Zunehmend wenden sich Unternehmen an künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um Personalschwund und Know-how-Verlust auszugleichen. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie „Limitless: The Positive Power of AI“ von Cloudera, für die rund 13.000 Entscheidungsträger und Fachkräfte in Unternehmen weltweit befragt wurden, darunter 1200 Personen in Deutschland. Die Studie untersucht die veränderte Wahrnehmung von künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Data Analytics bei Entscheidungsträgern in Unternehmen und Fachkräften. Die Daten verdeutlichen, dass nun die Rahmenbedingungen für Unternehmen gegeben sind, ihre KI-Strategie voranzutreiben.

Nachdem sich die Fluktuation im ersten Jahr der Coronapandemie von 20 auf 11 Prozent nahezu halbiert hat, bewegt sie sich seit dem dritten Quartal 2021 bereits wieder auf Vorkrisenniveau. Quelle: ISG

Die Forschungsergebnisse widerlegen die lang verbreitete Annahme, Arbeitnehmer hätten Angst davor, KI würde ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen. Eine explosionsartige Zunahme des Datenvolumens, das Unternehmen heute zur Verfügung steht, hat KI zu einem roten Faden in vielen Arbeitsbereichen und zu einem mächtigen Verbündeten gemacht. Fast die Hälfte der Fachkräfte aus Deutschland berichtet, ihre täglichen Aufgaben seien in den vergangenen zwölf Monaten durch KI (45 Prozent), ML (41 Prozent) und Data Analytics (54 Prozent) erweitert oder automatisiert worden. Die größten Vorteile sind die Zeitersparnis (37 Prozent) und die Genauigkeit ihrer Arbeitsergebnisse (31 Prozent). Insgesamt geben 72 Prozent der Fachkräfte an, dass sie zufrieden damit sind, im Rahmen von KI eine neue Arbeitsaufgabe zu übernehmen.

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