Coverstory 22-03 Mag 22-03

Paradigma: Cloud

Paradigma: cloud
Paradigma: cloud

Wenn „Cloud“ grundsätzlich gedacht wird, treten Hyperscaler und Subscription in den Hintergrund. Nun ist nicht mehr der Ort oder das Lizenzmodell wichtig, sondern lediglich Funktionen, die dem Anwender zum Vorteil gereichen sollen. Hewlett Packard Enterprise, HPE, hat eine Antwort.

Das könnte die Cloud für ein ERP-System bedeuten? Was könnte die beste Cloud für Hana und S/4 sein? Eine Antwort steht auf einem meiner T-Shirts: There is no Place like 127.0.0.1. Frei übersetzt: Zu Hause ist es immer noch am schönsten. Diese IP-Adresse findet sich in jedem Server und verweist auf sich selbst. Während der Server unter der Adresse 8.8.8.8 einen Google-Dienst im Internet findet, kommt er mit 127.0.0.1 immer wieder zurück auf sich selbst. Was mitunter für Tests sehr wichtig sein kann.

Die optimale Cloud für SAP S/4 Hana muss ein sicherer Hafen für das ERP-System sein. Ein Platz zum Wohlfühlen, wo Speicher und Rechenleistung in ausreichender Menge bereitstehen. Auch in Anlehnung an 127.0.0.1: My Home is my Castle! Hewlett Packard Enterprise hat ein komfortables und sicheres Haus für IT-Applikationen wie S/4 und die Datenbank Hana gebaut – naturgemäß mit Cloud-Technik. Aber entstanden ist nicht ein weiteres Wolkenkuckucksheim, sondern eine sehr reale IT-Infrastruktur mit Cloud-Funktionalität.

Das HPE-Cloud-Paradigma grenzt sich deutlich von anderen Wolkengebilden ab, weil es die komfortablen Cloud-Funktionen, also die Architektur, zum Anwender bringt und dieser frei entscheiden kann, wie die Infrastruktur organisiert sein soll: Damit kann die Cloud für S/4 im eigenen Rechenzentrum ihr Zuhause finden, bei einem Hoster, bei HPE, mit gekaufter und geleaster Hardware, siehe auch Fachartikel im Anschluss.

Was plötzlich logisch erscheint, hat vorab kaum jemand bedacht: Warum muss Cloud-Funktionalität, also das Architekturkonzept, immer an eine bestimmte Infrastruktur, etwa an einen Hyperscaler oder SAP, gebunden sein? Die eigene Hardware ist vielleicht noch nicht abgeschrieben, das Rechenzentrum wurde in unmittelbarer Nähe zur Produktion errichtet, um die Latenzzeit für IIoT-Applikationen so klein wie möglich zu halten – bevor die CNC-Maschine das 50.000-Euro-Werkstück schreddert. Umgekehrt kann und will niemand mehr auf ein schnelles Bereitstellungsmodell verzichten. Ein Hana-Server für Entwicklung und Tests muss zeitnah verfügbar sein.

S/4 braucht zu Spitzenzeiten genug Hardwarereserven zum Skalieren. Im ERP-Umfeld finden sich viele Beispiele, warum es ohne Cloud-Funktionen nicht mehr funktioniert. Den Datenstrukturen und Algorithmen aus S/4 Hana eine sichere und komfortable Infrastruktur sowie eine zeitgemäße Cloud-Architektur zu geben ist ein Gebot der digitalen Transformation. HPE mit GreenLake hat dieses Cloud-Paradigma geschaffen.

Fazit: There is no Place like GreenLake. Die Cloud- und S/4-Hana-Architektur in Kombination mit einer für den SAP-Bestandskunden optimal passenden IT-Infrastruktur erscheint als Vorbild und Muster für gelungene digitale Transformation. Wenn das von SAP viel zitierte „Cloud only“ als dieses Cloud-Paradigma verstanden werden kann, dann werden sich weitere SAP-Bestandskunden zur „Cloud“ bekennen und die Akzeptanz von Hana und S/4 könnte weiter steigen.

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Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
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