MAG 2004 Szene

Open-Source-Monitor

[shutterstock.com: 76385980, kentoh]
[shutterstock.com: 76385980, kentoh]
Geschrieben von Mario Ester, Suse

Der kürzlich veröffentlichte Bitkom Open Source Monitor 2019 belegt: Die Mehrheit der deutschen Unternehmen steht Open-Source-Software aufgeschlossen gegenüber.

Der Mittelstand zeigt besonderes Interesse an Open Source. Das Potenzial wird klar erkannt: Finanzielle Einsparungen durch den Wegfall von Lizenzkosten, hohe Sicherheit durch regelmäßige und zeitnahe Updates sowie die Offenheit und Flexibilität, die die entscheidenden Triebfedern für Innovationen sind, sprechen für den Open-Source-­Ansatz. Woran es jedoch mangelt, ist eine Strategie für den Einsatz.

Der deutsche Mittelstand verhält sich aktuell Open Source gegenüber eher wie ein klassischer Konsument. Was fehlt, ist eine aktive Beteiligung an den Open-Source-Projekten.

Dieses mangelnde Engagement wird durch eine Zahl im Studienbericht besonders deutlich: Nur etwa zwei von zehn Unternehmen verfügen über eine Open-­Source-Strategie.

Oracle

Es ist im Rahmen der schnell fortschreitenden Digitalisierung wichtiger denn je, dass Unternehmen beginnen, die Vorteile von Open-Source- Software als strategischen Faktor für Innovation zu nutzen. Moderne Technologien wie Big Data und Data Analytics, künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und Edge Computing, Container, Cloud oder DevOps sind ohne Open Source nicht denkbar.

Was ist aus Ihrer Sicht der größte Vorteil, der für den Einsatz von Open-Source-Software spricht?
Basis: alle Unternehmen ab 100 Mitarbeiter (n=804) | Quelle: Bitkom Research 2019

Im Mittelstand wie im Großunternehmen bildet Open-Source-­Software daher die Basis für eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie. Neben der Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern ermöglicht Open Source durch seine Entwicklungsdynamik und Flexibilität das Umsetzen von Innovationen und sichert so die Wettbewerbsfähigkeit.

Die fehlende Strategie ist dem Fachkräftemangel in der gesamten IT-Branche geschuldet. Ohne gut ausgebildete, verlässliche Mitarbeiter ist es schwierig, eine zukunftsfähige Strategie zu entwickeln.

Deutschland ist hier im Ländervergleich zwar keine Ausnahme, doch ließe sich im Bereich der Schulen und Berufsschulen, der Erwachsenenbildung und in Universitäten einiges tun, um verstärkt Open-Source-Kompetenz aufzubauen: Die IT-Ausbildung sollte daher neben den bestehenden Schwerpunkten rund um Standardprodukte vermehrt Open-Source-Inhalte zu den Grund­lagen der Lehrpläne machen.

https://e-3.de/partners/suse-linux-gmbh/

Über den Autor

Mario Ester, Suse

Mario Ester ist Director Public und Territory Sales Germany bei Suse

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!