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Ohne Euphorie

CIOs und IT-Entscheider blicken ohne Euphorie auf den Stand der digitalen Transformation in Deutschland.
6. Dezember 2022
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CIO-Barometer: Digitalisierung kommt nur langsam voran

In der Index-Studie CIO-Barometer vergeben CIOs und IT-Entscheider nur 102 von 200 möglichen Punkten für den aktuellen Status quo der Digitalisierung. Die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate sehen sie sogar leicht negativ. Aber es gibt auch einige positive Tendenzen in der von Voice, dem Bundesverband der IT-Anwender, der Hochschule Koblenz sowie dem Sourcing- und Benchmark-Spezialisten Metrics durchgeführten Studie.

Vor allem machen den IT-Entscheidern die weiterhin schlechten Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie fürchten den Fachkräftemangel und beklagen die fehlende Digitalkompetenz in den Topetagen. Im CIO-Barometer beantworten IT-Entscheider die Frage, welche Faktoren die Digitalisierung in Deutschland vorantreiben und welche sie bremsen. 

Dabei differenziert die Studie in interne und externe (Märkte) Faktoren sowie in die Entwicklung der Rahmenbedingungen. Aus diesen drei Teilaspekten setzt sich das CIO-Barometer zusammen, mit leicht erhöhter Gewichtung der internen Entwicklungen. Letztere schätzen die CIOs am positivsten ein. Die internen Faktoren werden mit 106 Indexpunkten, die Märkte mit 103 und die Rahmenbedingungen mit 97 Punkten bewertet. 

„Wenn die Befragten die digitale Weiterentwicklung ihrer eigenen Unternehmen nicht so positiv bewertet hätten, wäre die Einschätzung des aktuellen Digitalisierungsstands deutlich negativer ausgefallen“, erklärt der federführende Autor der Studie, Professor Ayelt Komus von der Hochschule Koblenz.  So beurteilen die Befragten die finanziellen Ressourcen für IT und Digitalisierung als zufriedenstellend. Vielleicht noch wichtiger: Mit der Wahrnehmung und dem Stellenwert der IT zeigen sich die CIOs zufrieden und sehen die Entwicklung hier in den letzten zwölf Monaten auch deutlich positiv. Ähnlich zufriedenstellend bewerten sie die IT-Gesamtausstattung.

Gemischt schätzen die Befragten das IT-Know-how in den verschiedenen Unternehmensbereichen ein. Ihre eigenen Mitarbeitenden schneiden da eher gut ab, die Mitarbeitenden in den Businessbereichen dagegen schlechter. Aber auch bei den Führungskräften sehen sie große digitale Wissenslücken. Auf den Märkten wird insbesondere der Mangel von Fachkräften negativ wahrgenommen.

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