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Neuartige Add-on-Lösung: Leogistics Rail

[shutterstock.com: 440418235, Denis Belitsky]
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Geschrieben von E-3 Magazin

SAP-Logistikpartner Leogistics, im Bereich SCM spezialisiert auf Transportation, Warehouse Management und Yard Management, stellte eine Lösung für den Eisenbahnmarkt vor.

Als Teil der Leogistics Digital Supply Chain übernimmt die Software die Planung, Durchführung, Abrechnung und Auswertung von schienengebundenen Transporten. Die Prozesslösung für den individuellen Eisenbahnbetrieb deckt Rangierfahrten in Bahnhöfen und Gleisanschlüssen wie auch Zugfahrten auf freier Strecke ab.

Durch eine Kombination von Desktopanwendungen für Büromitarbeiter und Arbeitsanweisungen auf mobilen Geräten für die Mannschaft am Gleis wird der Kommunikationsfluss digitalisiert.

Dabei kommen mobile Apps wie Zugankunft und Reihungsprüfung und eine Rangier-App zum Einsatz, die per Smartphone, Tablet oder einem installierten Device im Triebfahrzeug genutzt werden können.

Winshuttle

SAP-Add-on und Integration

Im Gegensatz zu herkömmlichen Dispositionssystemen im Bahnumfeld basiert Leogistics Rail auf SAP-Technik und lässt sich in die ERP-, TM- und EWM-Systeme eines Unternehmens integrieren.

Der SAP-Partner adressiert verladende Industrien wie etwa Chemie, Papier, Holz, Stahl, Automotive, Öl und Gas, Düngemittel sowie Häfen, Hafendienstleister und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU).

„Aufgrund der wieder zunehmenden Bedeutung der Werksbahnen als logistisches Rückgrat vieler Industrien und der steigenden Komplexität in Produktion und Distribution ist es notwendig, die Reaktionsfähigkeit und Transparenz durch integrierte Prozesse zu erhöhen.

Viele Werks- und Anschlussbahnen werden heute noch wie vor 30 Jahren betrieben: Es gibt keine Integration zum ausführenden EVU, Wagenlisten werden ausgedruckt und händisch ergänzt.

Die Kommunikation innerhalb der Werksbahn erfolgt per Funkgerät, es fehlt die Integration mit betrieblichen Versand- und ERP-Systemen; Gleisbuchhaltung und Planung von Waggonzustellungen werden auf Papier erledigt.

Durch Einführung eines Planungs- und Dispositionssystems für Eisenbahnen ist es jedoch einfach, die eigenen Prozesse rasch zu digitalisieren und den Betrieb zukunftssicher zu gestalten. Vor diesem Hintergrund haben wir Leogistics Rail entwickelt“, erklärt André Käber, CEO von Leogistics.

Die Software ermöglicht eine Integration in interne Unternehmensbereiche wie Warenwirtschaft, Produktions- und Versandabteilung wie auch eine Verbindung mit externen IT-Systemen von Eisenbahnverkehrsunternehmen, Eisenbahninfrastrukturunternehmen, Wagenvermietern und Wageneinstellern sowie Plattformen und Cloud Services (Rail Watch).

Als SAP- Add-on kann die Rail-Lösung in sämtliche SAP-Systeme integriert werden. Die Kommunikation mit Eisenbahnverkehrsunternehmen kann über standardisierte Schnittstellen erfolgen. Die vorkonfigurierte Prozesslandschaft ermöglicht kurze Einführungszeiten.

Werksbahnlogistik und Augmented Reality

Im Bereich der Werksbahnlogistik hat Leogistics bereits erste Tests mit einem Head-mounted-Display durchgeführt. Die Korrektur eines Gleisbestandes könnte in naher Zukunft mithilfe von Augmented ­Reality in Kombination mit Sprachsteuerung geschehen.

Auch die Anbindung smarter Devices, die über das Internet of Things vernetzt sind, wirft einen neuen Blick auf Prozessautomatisierung und -sicherheit. Gemeinsam mit Partnern bietet man unter anderem Möglichkeiten zur optischen Erkennung von Wagenreihen und optische Schadensfrüherkennung. Ebenso sind das Tracking und die Visualisierung von einzelnen Wagen auf der Strecke Bestandteil dieser Lösung.

https://e-3.de/partners/leogistics-gmbh/

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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