Chefredakteur-Blog

Mitwirkungspflicht

Im operativen Betrieb wird die SAP Business Technology Platform zur Kostenfalle und Mogelpackung.

Umso tiefer SAP-Bestandskunden in die Geheimnisse und Strukturen der Business Technology Platform eindringen, umso mehr stellen sie fest, dass sie es mit der alten HEC, Hana Enterprise Cloud, zu tun haben. Etikettenschwindel? Vielleicht. Tatsache ist, dass viele SAP-Bestandskunden kaum einen Unterschied zwischen BTP und HEC feststellen können.

Vielleicht kann BTP wirklich mehr als HEC, aus der Sicht der SAP-Basis, aus der Perspektive eines CCoE-Leiters ist der Unterschied aber marginal – nicht aber für den CFO und CIO! Die günstigen Gebühren der SAP’schen Business Technology Platform erklären sich erst nach mehrmonatigem Betrieb.

Es gibt eine Art von Mitwirkungspflicht in der SAP-Cloud. Was früher der Outsourcer oder Hoster für den SAP-Bestandskunden als Dienstleistung übernahm, muss vielfach der SAP-Bestandskunde in der SAP-Cloud eigenständig durchführen. Naturgemäß bietet SAP auch hier Serviceleistungen an, die aber im Regelfall extra bezahlt werden müssen. Kann der SAP-Bestandskunde seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, dann wird es teuer!

Eine Vollkostenrechnung ist jedoch nur schwer zu bekommen, weil die Erfahrung mit dem SAP’schen Cloud Computing fehlt. Die Business Technology Platform bleibt somit eine teure Einbahnstraße, denn es fehlt die Cloud-Exitstrategie zurück ins preiswertere On-prem-System.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
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