Infrastruktur MAG 1604

Metaebene

2016
Geschrieben von E-3 Magazin

Eine unabhängige Studie von Forrester Research ergibt, dass hyperkonvergente Infrastruktur bis zu 60-mal höhere Storage-Effizienz und um 73 Prozent niedrigere Gesamtkosten bringen kann. Der CIO ist auf dem Weg zur Metaebene.

Der Return on Investment (ROI), den Unternehmen durch Einführung einer hyperkonvergenten Technik realisieren können, macht klassischen Cloud-Anbietern Konkurrenz.

Offensichtlich ist das Match zwischen einer On-premise-Metaebene und Cloud Computing noch nicht entschieden. Die von Forrester Consulting im November 2015 veröffentlichte Studie mit dem Titel „The Total Economic Impact Of SimpliVity Hyperconverged Infrastructure“ kommt zu dem Ergebnis, dass Kunden durch den Einsatz einer hyperkonvergenten Infrastruktur die Sto­rage-Effizienz durchschnittlich um den Faktor 60 verbessern können und dass die Amortisierungsdauer für die Investition bei nur 6,6 Monaten liegt.

Die Studie von Forrester beurteilt die finanziellen Auswirkungen von IT-Initiativen auf die jeweilig befragten Kunden und bewertet den Nutzen der eingesetzten Technologie zur Verbesserung der Effizienz im Unternehmen.

Fujitsu

Einer der Anwender, die an der Studie teilnahmen, ist die Firma Geodis, ein in mehr als 120 Ländern tätiger Anbieter von Supply-Chain-Lösungen mit einem weltweiten Jahresumsatz von 6,8 Milliarden Euro.

Konfrontiert mit der Ablöse einer überalterten Storage-Infrastruktur mit hohem Support- und Wartungsbedarf und Kürzungen der verfügbaren IT-Budgets und des Personalbestands, wurde es notwendig, das Rechenzentrum zu virtualisieren und zu konsolidieren.

Das IT-Team von Geodis entschied sich für eine hyperkonvergente Storage-Lösung. Die neue Infrastruktur verbesserte nicht nur die Effizienz und verringerte die monatlichen Energiekosten, sondern bewirkte auch eine grundlegende Vereinfachung der betrieblichen Abläufe, da die gesamten Funktionalitäten für Datenverarbeitung, Speicherung, Datensicherung und Replikation innerhalb eines Verwaltungswerkzeugs gebündelt sind.

Nach Einführung der Lösung konnte das Unternehmen die VM-Hosts und herkömmlichen Storage-Silos abschaffen sowie die VM-Hosts durch hyperkonvergente Infrastruktursysteme ersetzen.

Eine neue Virtualisierungswelle scheint auf Basis der entstandenen hyperkonvergenten Technik anzulaufen. Bernhard Brandwitte, Vice President, Global Sto­rage Business bei Fujitsu, meint dazu:

„Unternehmen sollten einem ganzheitlichen Virtualisierungs- und Cloud-Ansatz folgen. Beim Implementieren von virtuellen Umgebungen gibt es drei Kernfaktoren: Leistung, Datenverfügbarkeit und Sicherheit.

Fujitsu gibt seinen Kunden die Flexibilität, die sie brauchen. So hat unsere Lösung zum Beispiel schon mehreren Kunden dabei geholfen, ihre Systemleistung um 80 Prozent zu erhöhen, null Downtime zu erreichen und die Betriebskosten um ungefähr 40 Prozent zu reduzieren.“

Auch aus dem Open-Source-Lager kommen hyperkonvergente Lösung: Die neueste Version der selbstverwaltenden, selbstheilenden verteilten softwarebasierten Storage-Lösung ist eine Ceph-Lösung, die von allen Betriebssystemen genutzt werden kann.

Suse Enterprise Storage ermöglicht so unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem den Einsatz dieser deutlich wirtschaftlicheren Storage-Lösung.

„Softwaredefinierter Storage (SDS) wird die Ökonomie von Enterprise-Storage-In­frastrukturen revolutionieren“

sagt Analyst Roger Cox, Research Vice President, Data Center Convergence bei Gartner.

„Ob als unabhängig eingesetztes System oder als Element eines hyperkonvergierten integrierten Systems – SDS wird die Art und Weise, wie die Marktführer bei SDS-Produkten Enterprise Storage einkaufen und einsetzen, wohl grundlegend verändern.“

Suse Enterprise Storage powered by Ceph ist eine softwarebasierte Storage-Lösung, die Unternehmen den Aufbau von Storage auf handelsüblichen Standard-Servern und -Laufwerken ermöglicht.

Enterprise Storage unterstützt iSCSI in Multipath-Konfigurationen und ermöglicht somit Block-Sto­rage auf sämtlichen Betriebssystemen und Umgebungen einschließlich Linux, Unix und Windows. Version 2 bietet außerdem Data-at-Rest-Verschlüsselung zur Erhöhung der Sicherheit von Hardware.

„Suse bietet als erster Anbieter die Unterstützung heterogener Betriebssystemlandschaften. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig es für uns ist, Lösungen für unsere Kunden anzubieten, die nach innovativen Storage-Konzepten suchen, um ihren wachsenden Speicherbedarf einfach und skalierbar decken zu können“

sagt Michael Jores, Regional Director Central Europe bei Suse.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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