MAG 1512 Management

Maximale Automatisierung, minimales Geschäftsrisiko

2015
Geschrieben von Rudolf Kubica, Realtech

Unternehmen müssen ihre Anwendungssysteme regelmäßig anpassen. Auch SAP-Anwendungen sind alles andere als statisch und verändern sich kontinuierlich. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Menschen und Maschinen tut ein Übriges dazu.

Parallel zur digitalen Transformation verändern sich oftmals auch die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten. Hinzu kommen immer kürzere Innovationszyklen, neue Potenziale durch Technologien wie Mobile, In-memory- und Cloud-Computing sowie sich verändernde Rahmenbedingungen.

In der Praxis führt dies zu einer Vielzahl von Änderungsaufträgen (Change Requests), die alle sicher und effizient umgesetzt werden müssen. Dabei gilt es, die Risiken beim Import in produktive SAP-Systeme so gering wie möglich zu halten oder ganz zu vermeiden.

Prozesse automatisieren …

Um hier den Überblick nicht zu verlieren und Risiken für den Produktivbetrieb zu vermeiden, ist ein durchgängiger und stabiler Prozess im SAP-Change- und Release-Management erforderlich – von der zentralen Erfassung, Bewertung und Genehmigung von Änderungsanforderungen über deren Entwicklung, Test und Dokumentation bis hin zum kontrollierten Einspielen der zugehörigen SAP-Transporte in die Zielsysteme.

T-Systems

Die Praxis sieht häufig anders aus: Hier finden sich nicht selten zeitaufwändige und fehleranfällige Prozesse, Medienbrüche, lückenhafte Dokumentationen von Änderungen sowie fehlende Kontrollmechanismen.

Da viele Tätigkeiten manuell ausgeführt werden, sind Ressourcen- und Koordinationsaufwand als auch die Zahl nachträglicher Korrekturen entsprechend hoch. Mitunter kommt es so folglich zu kostspieligen Systemausfällen. Dabei liegt die Lösung auf der Hand: eine maximale Automatisierung im SAP-Change- und Release-Management.

… und mithilfe von Software einhalten

Mithilfe aktueller Softwarelösungen, etwa des SAP Solution Manager oder theGuard! SmartChange von Realtech, lassen sich Prozesse im SAP-Change- und Release-Management durchgängig, stabil und sicher gestalten sowie deren Qualität signifikant verbessern.

Dies fängt mit einem strukturierten, vollständigen und vor allem dokumentierten Erfassen der Änderungsanforderungen an. Anschließend leiten Workflows diese automatisch an die entsprechenden Verantwortlichen, etwa einen Change Manager, zur Prüfung, Freigabe oder Entwicklungsplanung weiter.

Somit ist jede Änderung nachzuvollziehen. Auch zu einem späteren Zeitpunkt ist zu erkennen, wer die Änderungen angefordert, wer sie genehmigt und letztendlich wer sie durchgeführt hat.

Auch bei der technischen Umsetzung der Änderungen gilt es, einen durchgängig IT-gestützten Gesamtprozess sicherzustellen. Das geschieht über verbindliche, rollenbasierte Freigabe- und Genehmigungsworkflows mit automatischen Benachrichtigungen.

Verantwortliche müssen jederzeit eine Übersicht über den Status aller Change- und Release-Prozesse haben. Hierzu heißt es, die Aktivitäten automatisch revisionssicher zu dokumentieren.

Ferner muss eine Verknüpfung zwischen Anforderungen und SAP-Transporten gegeben sein. Durch eine automatisierte Prüfung und Verteilung von Transporten auf die relevanten Zielsysteme lassen sich Sicherheit und Effizienz steigern und typische Risiken für produktive SAP-Systeme vermeiden.

So kann beispielsweise durch eine Kollisionsprüfung angezeigt werden, wenn sich gleiche oder überschneidende Entwicklungsobjekte in unterschiedlichen Change Requests bzw. Transportaufträgen befinden und somit die Gefahr von Versionsüberholern besteht.

Transporte können zudem auf im Vorfeld festgelegte kritische Objekte oder Abhängigkeiten hin untersucht werden. Und bei einer Prüfung von Transporten auf Vollständigkeit ist es möglich, vor dem Import in ein Zielsystem zu kontrollieren, ob im Rahmen einer Änderung erforderliche Objekte im Transportauftrag oder im Zielsystem vorhanden sind.

Dadurch lassen sich Fehler und Ausfallzeiten in produktiven Systemen vermeiden, die durch fehlende Objekte oder falsche Objektversionen entstehen. Letztendlich kann durch einige Lösungen selbst der Abap-Code in transportierten Objekten auf potenzielle Sicherheitslücken und weitere Schwachstellen geprüft werden.

Auch wenn es einfach klingt: In der Praxis finden sich immer noch sehr viele Unternehmen, die bei Änderungen an geschäftskritischen SAP-Systemen auf viele der angesprochenen Möglichkeiten verzichten – und damit nicht nur Ressourcen verschwenden, sondern auch Risiken beim Betrieb ihrer SAP-Systeme in Kauf nehmen Mit einer Sichtung von Transportlisten in entsprechenden Gremien sowie deren Bereitstellung für SAP-Basisadministratoren oder stichprobenartigen Prüfungen ist es meist nicht mehr getan.

Im Zeitalter der digitalen Transformation wird es immer wichtiger, Änderungen an zunehmend komplexen und dynamischen SAP-Systemlandschaften mit modernen IT-Lösungen zu unterstützen und diese dadurch sicherer, effizienter sowie jederzeit transparent und nachvollziehbar durchzuführen.

Über den Autor

Rudolf Kubica, Realtech

Rudolf Kubica leitet bei Realtech Deutschland das Produktmanagement von theGuard! SmartChange.

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