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Konsolidierungsdruck in der Industrie wächst

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Geschrieben von E-3 Magazin

Laut neuer ISG-Studie erfordern Bau und Betrieb softwaregestützter Serviceplattformen die stärkere Vernetzung von Services und Lösungen für Smart Manufacturing.

Unter den Zulieferern der Fertigungsindustrie werden die Konsolidierungs-bewegungen der vergangenen Jahre noch einmal deutlich zunehmen. Dies meldet die neue Studie „ISG Provider Lens – Manufacturing Industry Services“ der Information Services Group (ISG). Die Studie untersucht die Rolle von Dienstleistern und Lösungsanbietern entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Manufacturing Engineering.

Das beobachtete Spektrum reicht vom virtuellen Layout von Hallen und Fertigungsstraßen über die IT/OT-Konvergenz in Logistik und Produktion bis zu Aftersales-Diensten, wie dem Einsatz von Augmented-Reality-Lösungen in der Instandhaltung oder der Arbeit mit digitalen Zwillingen im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP).

Im Marktsegment „Production Automation Solutions“ hat ISG insgesamt 23 Anbieter und ihre Lösungen untersucht. Neun davon konnten sich als „Leader“ positionieren und einer als „Rising Star“.

Ein zentraler Bereich, in dem sich zusätzlich zu einer höheren Automatisierung auch eine stärkere Vernetzung beobachten lässt, ist die Produktionssteuerung. Im Bereich der „Production Automation Solutions“ beobachtet ISG, dass nun auch klassische MES-Strukturen über Industrial-IoT-Plattformen digitalisiert werden. Zu den wichtigsten Treibern zählten Verbesserungen in der Analysefähigkeit der eingesetzten Robotik.

Ziel sei es, die Steuerung und Überwachung von Produktionsanlagen noch stärker zu automatisieren, als dies ohnehin schon der Fall ist. Wesentlicher Use Case sei weiterhin die vorbeugende Instandhaltung. Dies geschehe in der Absicht, die Ausfallsicherheit der Anlagen sowie die Effizienz der Instandhaltungsmaßnahmen weiter zu erhöhen. Einen weiteren zentralen Use Case sieht ISG in der flexibleren Steuerung der Produktion.

Beispielsweise mit dem Ziel, dass sich Aufträge in Echtzeit umleiten lassen, falls die ursprünglich vorgesehenen Fertigungsressourcen nicht mehr verfügbar sind. Zudem gehe es darum, dass Produkthersteller ihre Fertigungsstrukturen schneller und kostengünstiger umstellen können, sobald sich die Kundennachfrage ändert.

Im Zentrum dieser Optimierungsarbeit stehe die verbesserte Integration der beteiligten OT- und IT-Systeme. Mit dem Konsolidierungsdruck geht auch eine wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften einher. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen will.

Zugleich gehen viele Unternehmen für das kommende Quartal von steigenden Preisen aus. In der Gesamtwirtschaft hat sich die Stimmung ebenfalls deutlich aufgehellt, aber wenige Industrien sind so gefordert wie Manufacturing.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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