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Jung, aber mit Altlasten

Noch nie war der SAP-Vorstand so jung wie auf diesem Foto. Die Anwesenden SAP-Mitgründer Hasso Plattner und Dietmar Hopp haben sich anlässlich der 50-Jahr-Feier nicht ablichten lassen – sonst wäre das Durchschnittsalter auf diesem Bild ein ganz anderes.
29. September 2022
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Es war ein rauschendes Fest in der SAP-Arena in Mannheim. Nahezu 1000 Gäste waren anwesend und feierten nicht nur 50 Jahre SAP, sondern auch ein ebenso seltenes Ereignis: Es ist das erste Foto mit dem gesamten und aktuellen SAP-Vorstand (plus zwei Gästen). Selbst zur SAP-Hauptversammlung dieses Jahr war es nicht möglich – in Respekt gegenüber den Aktionären –, den kompletten Vorstand auf die Bühne zu bekommen, weder virtuell noch real.

Die Freude über das gelungene Foto ist SAP-Chef Christian Klein anzusehen. Aufgrund des aktuellen SAP-Börsenkurses haben  wahrscheinlich die beiden Mitgründer, Hasso Plattner und Dietmar Hopp, weniger zu lachen. In diesen Tagen gibt SAP ein trauriges Bild ab, was auch zur Folge hatte, dass die Feier sehr rückwärtsgewandt organisiert wurde. Unter anderem konnte SAP-Manager Lars Lamadé, ein Urgestein der SAP-Historie, einen US-Pionier auf die Bühne bringen. Tom Pfister begann bei SAP in Europa und war dann einer der ersten Mitarbeiter bei SAP in Philadelphia, USA. Er hatte das Privileg, auch noch unter dem verstorbenen SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940 bis 2015)  zu arbeiten.

In den Annalen der SAP ist zu lesen, dass Tom Pfister zu den Mitorganisatoren der ersten SAP-Anwenderkonferenz gehörte. Von Beginn an sei es darum gegangen, Netzwerke zu knüpfen und voneinander zu lernen. Somit konnte Tom Pfister nun in Mannheim zur 50-Jahr-Feier von der Bühne Folgendes zum Besten geben: „Und SAP wollte hören, welche Anforderungen die Kunden hatten – Anwendergruppen gab es ja noch nicht. Während einer Break-out-Session in Nizza 1991 fragte ein Kunde den Mitgründer Klaus Tschira, ob man eine Funktionalität nicht ins System integrieren könne, Tschira antwortete: Okay, wir fangen nächste Woche an, sie zu programmieren.“

Der Erfolg der vergangenen Jahre war für SAP immer der Fokus auf die Wünsche der Bestandskunden. Diese Verpflichtung wurde durch ein neues Denken in Techniken wie Cloud Computing und Datenbanksystemen abgelöst, sodass aktuell der SAP-Bestandskunde am Straßenrand der SAP’schen Roadmaps steht.

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