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IT-Sicherheit und Datenschutz

[shutterstock: 760170937, NothingIsEverything Productions]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Ob Wirtschaft, Verwaltung oder Politik – Cybersicherheit ist im Zuge der Digitalisierung eine drängende Herausforderung, der sich Staats- und Unternehmenslenker stellen müssen. Die digitale Vernetzung macht Wirtschaft, Staat und Gesellschaft angreifbar, wie zahlreiche Beispiele zeigen.

IT-Sicherheit und Cybersecurity werden mit der digitalen Transformation immer wichtiger – gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich am Interesse an der it-sa.

„Praktisch alle namhaften Anbieter aus der IT-Sicherheitsbranche sowie große internationale Konzerne mit ihrer Cyber-Sicherheitssparte haben sich angemeldet“

freut sich Frank Venjakob, Executive Director it-sa.

Fujitsu

Der Fokus liegt auf konkreten Anwenderszenarien – von der Industrie 4.0 über Fintech, kritische Infrastrukturen, öffentliche Verwaltung bis zum Gesundheitswesen. Interessierte erhalten deshalb in diesem Jahr noch einmal mehr branchenspezifische Angebote und Formate im Rahmenprogramm.

Das Vortragsprogramm der offenen Foren bildet mit über 300 Beiträgen einen Querschnitt aktueller IT-Sicherheitsfragen ab. Zu den Höhepunkten zählen Expertendiskussionen und Fachvorträge beispielsweise zur IT-Sicherheit in Krankenhäusern und dem Finanzsektor, zur Standardisierung für die Blockchain oder Sicherheitsfragen beim Smart Metering.

Die wachsende Relevanz sicherer IT-Infrastrukturen zeigt auch die Entwicklung der it-sa, der weltweit ausstellerstärksten Messe zum Thema. Das Thema Cybersecurity beschäftigt nicht nur die Wirtschaft, sondern eben auch die Regierungsstellen.

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung die Gründung einer Agentur für Innovation in der Cybersicherheit beschlossen. Mit der Region Leipzig/Halle ist jetzt der künftige Standort der Agentur bekannt.

Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit muss und kann wichtige Beiträge nicht nur für ein Mehr an Cybersicherheit, sondern ebenso für einen Zugewinn an digitaler Souveränität in Deutschland leisten.

Wir begrüßen es, dass die Bundesregierung inzwischen eine Standortentscheidung getroffen hat. Jetzt gilt es, mehr Tempo aufzunehmen und die Pläne schnell in die Tat umzusetzen.

Als Rechtsform bietet sich eine GmbH an. Die Agentur bekommt damit schnellere und schlankere Prozesse, agiert freier und kann attraktivere Angebote an die umworbenen Spezialisten für IT-Sicherheit machen.

Entscheidend ist, dass die neue Cyberagentur wie angekündigt auch risikoreiche Projekte fördert und sich nicht im Behörden-Klein- Klein verliert. Der Weg von der Forschung in die Praxis ist lang genug. Je eher die Cyberagentur ihre Arbeit aufnimmt, desto besser für Deutschlands Cybersicherheit.“

Onliner in Deutschland sind besorgt über die Sicherheitslage im Internet. Neun von zehn Internetnutzern (89 Prozent) sehen eine wachsende Bedrohung durch Internetkriminalität. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1000 Internetnutzern in Deutschland.

„Viele Nutzer haben inzwischen ein größeres Bewusstsein für Gefahren im Internet“

sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

„Die Polizei verzeichnet jedes Jahr mehr Cyberdelikte. Internetkriminelle gehen immer trickreicher vor und gleichzeitig nimmt die Zahl der vernetzten Geräte ständig zu.“

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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