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IT-Metaebene

Was sich viele Computeranwender wünschen, ein Metaverse mit grenzenlosem Daten- und Informationsaustausch: Eine Spielfigur oder ein erworbenes Werkzeug würde sich in einem Metaverse grenzenlos nutzen lassen. Einem SAP-Bestandskunden darf man diese Vision nicht erzählen – er würde vermutlich Tränen in den Augen haben.

Diese universelle Nutzung von Daten ist eine alte Forderung der SAP-Community. Aus einer Konsolidierung, Harmonisierung und Orchestrierung entsteht erst der notwendige Mehrwert. SAP versuchte diese Quadratur des Kreises auf eigenen Plattformen – vorrangig auf der SAP Business Technology Platform, BTP. Das ist zu kurz gedacht und kann nicht gelingen. Der universell denkende SAP-Bestandskunde braucht eine IT-Metaebene für alle seine Applikationen: von R/3 über S/4 Hana bis hin zu Legacy-Software. Wenn SAP in den kommenden Jahren ihren Bestandskunden keine IT-Metaebene zur Verfügung stellt, dann werden es andere IT-Unternehmen tun. Tatsache ist, dass die Komplexität von Industrie 4.0, Supply Chain, MES und CRM sowie SRM ein ERP-Metaverse brauchen wird.

Wer konsequent End-to-End zu Ende denkt, braucht eine Metaebene für die Orchestrierung. SAP kann diesen Schritt gehen und ein ERP-Metaverse liefern – ganz einfach wird dieser Schritt jedoch nicht, siehe Facebook. Bereits aktuell leiden die SAP-Bestandskunden unter einer Dateninhomogenität und beschäftigen sich viel zu lange mit der Konsolidierung der unterschiedlichen Datensilos. Einst war der SAP’sche Data Hub eine richtige Idee, die technische Umsetzung war jedoch mangelhaft und das Projekt entschlummerte – es wurde auch nie für tot erklärt! Geblieben ist der Wunsch nach einer Metaebene, auf der sich Daten und Algorithmen konsolidieren und harmonisieren lassen.

One comment on “IT-Metaebene”

  1. Wie wäre es mit folgendem Gedanken: Das ERP stellt den Ist-Zustand in Realtime dar. Jetzt wird zusätzlich jede Änderung im ERP in ein Distributed Transaction Log System übernommen. Dieses zeigt also die komplette Historie wir man zu dem aktuellen Ist-Zustand gekommen ist.
    So ein Distributed Transaction Log ist natürlich schwierig: Es muss mit riesigen Datenmengen umgehen, alle Interessierten müssen sich die Daten abholen oder den Änderungsstrom mit Latenz im Sekundenbereich konsumieren können. Glücklicherweise gibt es so etwas schon und setzt sich immer weiter in Firmen durch: Apache Kafka.
    Was man also benötigt, ist ein Mechanismus die ERP Daten nach Kafka effizient zu bringen. Schon hat man den schwierigsten Teil obiger Vision erledigt. Das predige ich bei SAP schon lange und erste Kunden haben diese Architektur bereits für sich selbst gebaut. SAP jedoch macht das genaue Gegenteil.

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