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IP versus OS

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Eine wichtige Diskussion beginnt in der SAP-Community: Intellectual Property versus Open Source. Jahrelang galt das SAP´sche ERP als Black-Box. Dafür konnten zahlreiche SAP-Partner sehr erfolgreich Add-ons verkaufen.

Für diese ERP-Ergänzungen wurden Lizenzen vergeben und Maintenance verrechnet. Es war und ist ein einträgliches Geschäft für die SAP-Partner und ein gutes Service und Angebot für die Bestandskunden.

Mit dem Einzug von Linux in die SAP-Community änderte sich das IT-Service-Paradigma: Software ist kostenfrei, das Service und Customizing wird in Rechnung gestellt. Damit ist Suse Linux nun nicht reich geworden, aber hat sich sehr gut und erfolgreich in der SAP-Community etabliert.

Red Hat hat es mit diesem Geschäftsmodell sogar zu einem Wert vom etwa 30 Milliarden US-Dollar gebracht, wenn man den Preis zugrunde legt, den IBM bereit war zu zahlen.

Winshuttle

Die SAP-Partner-Community ist noch nach dem etablierten SW-Lizenz-Modell organisiert und hat zu Recht Bedenken bezüglich ihrer Intellectual Property.

Ich habe SAP-Vorstand Christian Klein auf diese Herausforderung angesprochen und er war ein wenig überrascht, hat aber auch gemeint, dass er den Kontakt diesbezüglich zu den Partnern aufnehmen will.

Tatsache ist jedoch, dass sich die SW-Szene wandelt. Business Application Programming Interfaces (SAP BAPIs) sollten als Apps auf die SAP Cloud Platform und GitHub transformiert werden.

Diese Apps könnten nicht nur Open Source sein, sondern auch mit Werkzeugen wie Mendix entwickelt werden, SAP Cloud Platform für Rapid Application Development. Naturgemäß stellt SAP auch Abap für die SCP bereit, aber die Zukunft schaut wahrscheinlich anders aus: Open Source und Rapid Application Development.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
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