MAG 15-07 Szene

Information Lifecycle Management zu Zeiten von SAP S/4 Hana

2015
Geschrieben von E-3 Magazin

Megatrends wie Industrie 4.0, Big Data, Cloud und In-memory Computing wirken sich auch auf die Entwicklung und Nutzung von SAP-Systemen aus. Sie bescheren den Anwenderunternehmen viele neue Möglichkeiten und sorgen – wie wohl alles Neue – zumindest temporär für Verunsicherung.

Die temporäre Verunsicherung über S/4 nahm Prof. Detlev Steinbinder in seiner Keynote zum Auftakt des diesjährigen PBS-Informationstags zum Anlass für die Frage:

„Ist traditionelles Information Lifecycle Management zu Zeiten von SAP S/4 Hana überhaupt noch zukunftsfähig?“

Tangro
Suse

Natürlich, das wurde im Laufe der Veranstaltung nach Vorträgen von PBS, aber auch Gastrednern wie SAP und IBM schnell klar, war dies als rhetorische Frage zu verstehen.

„Selbstverständlich nehmen wir die Ängste unserer Kunden ernst“

so Geschäftsführer Günther Reichling,

„und wir können versichern, dass die PBS Archive Add-ons ständig weiterentwickelt werden und auch unter SAP S/4 Hana funktionstüchtig bleiben.“

Die Hana-spezifischen Transaktionsoptimierungen wurden auch für die PBS Archive Add-ons adaptiert. Dass sie sich, wie manchmal in einer „Hana-Euphorie“ gemutmaßt, überleben und überflüssig machen könnten, daran glaubt man bei PBS nicht, denn wo Big Data regiert, da hilft auf Dauer für ein stringentes Datenmanagement und zur Reduzierung der Kosten nur „Big Archive“.

Und darin ist PBS Software seit nun fast 25 Jahren Experte mit einem für einen relativ kleinen Mittelständler riesigen Kundenstamm, bestehend aus namhaften und global agierenden Unternehmen und Großkonzernen.

Die Analysten (nicht nur) bei Gartner scheinen dies ebenso zu sehen. Das zweite Jahr in Folge nahmen sie PBS in den „Magic Quadrant“ auf, diesmal fällt die Positionierung sogar noch etwas positiver aus als im Vorjahr. Von der Spitze der Nischenanbieter ist PBS Software inzwischen zum „Challenger“ aufgestiegen.

Nearline Storage beschleunigt ERP-Systeme

Die Vorstellung, dass der Zugriff auf archivierte Daten grundsätzlich langsam vonstattengeht, ist längst überholt. Seit dem Einsatz spaltenorientierter Analytics Server als Nearline-Datenbank ist dieser Zugriff sehr schnell, sodass Ad-hoc-Analysen von archivierten und/oder Fremddaten direkt im SAP-ERP-System erfolgen können.

Dazu wurden anschauliche Anwendungsszenarien vorgestellt und Live-Demos gezeigt, nachdem der PBS Software Architect Ralf Kissel die Funktionsweise einer High-Speed-Analyse mittels einer automatisierten Datenreplikation erläutert hatte, die völlig unabhängig vom Einsatz der PBS Archive Add-ons ist und auch als Basis einer Migration dienen kann.

Bislang weit häufiger als im ERP werden Nearline-Storage-Lösungen in NetWeaver- BW-Systemen angewendet. Entsprechend groß ist hier auch der Erfahrungsschatz, der sich in immer neuen, anwenderfreundlichen Tools und neuen Features wie dem „Data-Aging-Prozess“ niederschlägt.

Diese wurden vom PBS-Entwickler Stefan Weikum vorgestellt. Im Anschluss referierte Stefan Hummel von IBM über die Vorzüge der DB2 BLU als Nearline-Datenbank der PBS-Lösung und wie sich damit der Betrieb bestehender SAP-Landschaften bei Kostenreduktion optimieren lässt.

Der Cloud-Hype geht auch an PBS nicht spurlos vorüber. Sinnvoll ist eine Auslagerung der archivierten Daten in die „Wolke“ eines der gängigen Anbieter wie etwa Google, Amazon oder Microsoft.

Statt wie bisher SAP-Daten mit dem Con­tentLink in herkömmliche Storage-Systeme führender Hersteller abzulegen, funktioniert dies auch in der Cloud. Besonders geeignet scheint dieses Geschäftsmodell für junge Start-ups zu sein, denn die Lösung ist hochskalierbar und passt sich wachsenden oder unvorhersehbaren Anforderungen an.

Investitionskosten werden gegen Betriebskosten ausgetauscht. Ein solches Cloud-Szenario mit PBS ContentLink kann kostenfrei getestet werden. Im nächsten Jahr wird PBS am 28. Juni sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

Hinterlassen Sie einen Kommentar