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Hybrides Kostenmodell

Anlässlich der Eröffnung der DSAG-Technologietage 2022 in Düsseldorf waren sich alle Redner einig, dass Cloud Computing ein Betriebsmodell der Zukunft sein wird. Wahrscheinlich wird jedoch ein hybrides Modell – on-prem und Cloud – die mittelfristige Antwort sein.

Was eventuell ein Entgegenkommen für die stressgeplagten CIOs und CCC-Leiter sein könnte, stellt aber wiederum den CFO vor gewaltige Herausforderungen: Über einen längeren Zeitraum gilt es nun ERP/ECC 6.0 mit AnyDB und S/4 mit Hana parallel zu finanzieren. Besonders die doppelt zu bezahlenden Datenbanklizenzen stoßen vielen SAP-Bestandskunden sauer auf. Für das alte System gilt es AnyDB-Lizenzen an Microsoft, IBM oder Oracle zu entrichten, während ebenso SAP schon Lizenzen für das Hana-System verlangt. Das E-3 Magazin hat SAP-Technikvorstand Jürgen Müller auf diese doppelte Belastung der SAP-Bestandskunden angesprochen: Er hat sich dahingehend verständnisvoll gezeigt und auf vorhandene und geplante Übergangslösungen hingewiesen.

Es könnten möglicherweise die Lizenzen zwischen Suite 7 und S/4 gesplittet werden, sodass ein kontinuierlicher Übergang ohne eskalierende Mehrkosten vorstellbar sein könnte. Im Detail wäre diese Lösung ein „atmendes“ System: Bei dem einen System wird langsam die Luft ausgelassen, bei dem anderen System langsam der Druck erhöht. Ob ein solches flexibles System auch in der Praxis vom SAP-Vertrieb den Bestandskunden angeboten wird, ist aber noch nicht bewiesen. Aber die SAP-Community wird ein hybrides Kostenmodell brauchen, wenn in den kommenden Jahren eine agile Conversion erfolgen soll.

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