Coverstory 22-02 MAG 22-02

Housekeeping, Identity, Design, Transform und Operate

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Bereits auf der Sapphire 2019 hat SAP die Bedeutung der Daten für die Zukunft von Unternehmenssoftware allgemein und die Transformation auf S/4 und C/4 im Besonderen betont. Folgendes Konzept soll der SAP-Bestandskunde befolgen.

Das SAP’sche Datenkonzept besteht aus drei Aussagen: SAP empfiehlt seither die vollständige Trennung der Daten- von der Compute-Schicht sowie die Aufbewahrung von Daten auch außerhalb des In-Memory-Computing-Speichers von Hana und gibt dem Datenzugriff gegenüber der Datenveränderung bei nicht mehr im operativen Betrieb benötigten Informationen den Vorzug.

Diese Prinzipien können den SAP-Bestandskunden einen schnelleren und effektiveren Weg in die S/4-Hana-Welt weisen. Sie liegen dem Aufbau und den Funktionalitäten von JiVS IMP des Schweizer Anbieters Data Migration International zugrunde. Kernbestandteil der Plattform für Informationsmanagement (IMP) ist die sogenannte Data Staging Area. Über die Jahre sammeln sich in den Altsystemen fehlerhafte, redundante und unvollständige Datensätze an. Diese können vor der Übernahme in S/4 bereinigt, beseitigt und mittels Drittquellen wie externer- Adressverzeichnisse angereichert werden. Dies ist umso wichtiger, als die Digitalisierung eine hohe Datenqualität geradezu voraussetzt. Schließlich führen hoch automatisierte Prozesse auf der Basis fehlerhafter Datensätze zu falschen oder mangelhaften Entscheidungen sowie verpassten Verkaufschancen. Sie schaden mehr, als sie nutzen.

Generell fungiert JiVS IMP als zentraler Sammelpunkt und Bereitstellungsraum oder Data Staging Area für Unternehmensinformationen. Hier lassen sich Daten und deren Qualität analysieren und zum Beispiel mittels Dublettenbereinigung, Anreicherung aus anderen, geschäftsrelevanten Quellen und Harmonisierung optimieren. Dies ist im Übrigen nicht nur bei Transformations- und Migrationsprojekten, sondern bei allen agilen Geschäftsszenarien wie Mergers und Acquisitions oder Aufbau digitaler Geschäftsmodelle und -prozesse von essenzieller Bedeutung. Bei der Transformation auf S/4 und C/4 entfaltet die Data Staging Area von JiVS IMP ihren vollen Nutzen und führt SAP-Bestandskunden in fünf Phasen in die Software- und IT-Welt von morgen:

Housekeeping

JiVS IMP ist die Lösung für das Problem, sich der Altlasten zu entledigen – unabhängig davon, ob die SAP-Bestandskunden einen Greenfield-, Brownfield- oder einen Ansatz zur selektiven Datenmigration bei der Transformation und Migration wählen. Denn JiVS IMP erlaubt das Management von historischen Daten und Dokumenten inklusive ihrer Geschäftslogik über deren gesamten Lebenszyklus hinweg: von ihrer Übernahme aus den Produktivsystemen über die rechtssichere Aufbewahrung bis hin zur endgültigen Löschung. Dank JiVS IMP können SAP-Bestandskunden das Informationsmanagement unabhängig von der Frage betrachten, ob sie Individualentwicklungen und Konfigurationen aus den SAP-Bestandssystemen ganz oder teilweise in die neue SAP-Welt übernehmen oder zum Standard zurückkehren.

Über 2000 erfolgreiche Implementierungen weltweit haben gezeigt, dass dieses Konzept funktioniert. Die Kosten für den Betrieb von JiVS IMP liegen in der Regel um 80 Prozent niedriger als die Aufwendungen für den Weiterbetrieb der Altsysteme. Dass die Informationen unverändert aus den Altsystemen übernommen und revisionssicher abgelegt werden, erkennen Wirtschaftsprüfer an, sodass für die nötige Rechtssicherheit gesorgt ist. Hinzu kommt: Als Java-basierende Plattform ist JiVS IMP unabhängig von den Systemen, auf denen sie läuft – ob on-premises oder in der Cloud.

Folglich gibt es kein Ersatzteilproblem bei der Hardware, wie es bei Altsystemen durchaus vorkommt. Als lebendes System erlaubt JiVS IMP zudem regelmäßige Sicherheitsaktualisierungen, sodass das Risiko von Cyberangriffen und -spionage eingedämmt wird. Sind die Informationen inklusive der dahinterstehenden Geschäftslogik einmal von den Altsystemen auf JiVS IMP überspielt, lassen sich diese komplett abschalten und entsorgen.

Damit ist sozusagen das Housekeeping erledigt. Das Wichtigste dieser grundlegenden Vorarbeiten besteht für den Umstieg auf S/4 Hana jedoch darin, dass die historisierten Informationen stets im Zugriff bleiben. Dadurch können die Unternehmen nur denjenigen Teil der Daten nach S/4 oder C/4 migrieren, an dem sie tatsächlich im Tagesgeschäft weiterhin arbeiten, zum Beispiel offene Aufträge.

Housekeeping, identity, design, transform und operate
JiVS IMP: Mit Riesenschritten zu SAP S/4 Hana und zum digitalen Unternehmen

Identify

Ist der Informationsbestand aus den Altsystemen nach JiVS IMP transferiert, kann die Analyse beginnen, ob und welche Daten und Dokumente SAP-Bestandskunden in S/4 benötigen und welche nicht. Dazu bietet JiVS IMP ein Analysewerkzeug mit vielfältigen Möglichkeiten zur Parametrisierung. Zum Beispiel lassen sich die im Altsystem gespeicherten Informationen nach Aufträgen, die älter als sechs Monate und deshalb bereits abgeschlossen sind, oder nach nicht mehr vorhandenen Buchungskreisen und Werken selektieren.

Weitere Selektionskriterien für eine Datenreduktionspotenzialanalyse (DRPA) wären etwa Org-Einheiten, diverse Arten von Stamm- und Bewegungsdaten, nicht mehr benötigte Module wie MM/PP und Basis oder bestimmte Businessobjekte. Ergebnis dieser DRPA sind Berichte für das Management in Form von White- oder Blacklists, die angeben, welche Tabellen und Felder übernommen werden sollen.

Aufgrund der Vielzahl der erfolgreich abgeschlossenen SAP-Projekte kennt JiVS IMP die Datenstrukturen verschiedenster SAP-Releasestände von R/3 in der Version 3.0 bis hinauf zu SAP ECC 6.0, aber auch von SAP CRM oder von Branchenlösungen wie SAP RE. Die Selektionskriterien müssen also nicht mehr entwickelt, sondern nur noch konfiguriert werden.

Design

Ist geklärt, was operative und was historische Informationen sind, folgt die Feinplanung der Datenselektion und -migration in der Design-Phase. Diese findet ebenfalls auf JiVS IMP statt. Die Selektionskriterien aus der Identify-Phase werden dann noch einmal verfeinert und getestet, sodass sich der Schnitt im Datenbestand automatisiert ausführen lässt. Die Design-Phase bietet aber noch weitere Vorteile: So lässt sie Entscheidungen darüber zu, ob die Zahl der Businessobjekte in S/4 etwa durch Prozessänderungen oder die Rückkehr zum SAP-Standard massiv reduziert werden kann – von den 180 maximal möglichen auf vielleicht 40 oder 50.

Transform

Beim Abschluss der Design-Phase stellt JiVS IMP genaue und getestete Filterregeln als White- und Blacklists bereit. Die Kunden haben damit die Wahl, ob sie für die Transformation und Migration der Informationen das Conversion-Tool der SAP oder entsprechende Lösungen von Drittanbietern nutzen wollen. Alternativ kann JiVS IMP das komplette Datenpaket an das Migra-tion Cockpit von SAP und an die JiVS-IMP–eigene Lösung für Extraktion, Transformation und Laden (ETL) oder an ETL-Werkzeuge von Drittherstellern übergeben.

Operate

Nach der Transformation und Migration sowie ab Inbetriebnahme von SAP S/4 oder C/4 spielt JiVS IMP seine strategische Rolle als integraler Bestandteil der Zielarchitektur in der Betriebsphase (Operate) voll und ganz aus. Denn mittels JiVS IMP lassen sich viele Probleme, wie sie für bestehende SAP-Umgebungen typisch sind, in der S/4-Welt von Anfang an vermeiden. Dazu gehört etwa der kontinuierlich ansteigende Ressourcenbedarf. So lassen sich Daten und Dokumente zu abgeschlossenen Vorgängen regelmäßig auf JiVS IMP überspielen. S/4 Hana bleibt dadurch dauerhaft schlank, was die Gesamtbetriebskosten (TCO) um bis zu 25 Prozent senken kann.

Integration ist Trumpf

Darüber hinaus aber bleiben die Informationen in JiVS IMP nicht nur aus rechtlichen, sondern auch aus geschäftlichen Gründen von hohem Wert. Je länger in einer Branche die Laufzeiten von Aufträgen und Projekten sind, desto regelmäßiger müssen Fachanwender auf weiter zurückliegende Informationen zugreifen. Außerdem erhalten sie nur dann einen Rundumblick auf einen Kunden oder Vorgang, wenn sie wissen, welche Informationen dazu insgesamt existieren. Zu diesem Zweck wollen sie aber nicht zwischen verschiedenen Umgebungen hin und her wechseln, schließlich sind Medienbrüche im Cloud-Zeitalter tabu. Aus diesem Grund hat Data Migration International massiv in Integrationen zwischen JiVS IMP und den Zielsystemen investiert.

Unabhängig von der Oberfläche, ob SAP Fiori oder SAP GUI, können sich SAP-Anwender den zu einem Geschäftsfall gehörigen Informationsbestand anzeigen lassen. Zudem haben sie die Möglichkeit, direkt zu diesen Inhalten aus der jeweiligen SAP-Oberfläche heraus zu navigieren und sie zu öffnen. Das erhöht nicht nur die Produktivität, sondern steigert auch die Zufriedenheit der Anwender beim Arbeiten mit JiVS IMP.

Neben diesen Frontend-Integrationen spielen Integrationen im Backend eine wichtige Rolle. Denn die Datenstrukturen werden sich auch mit S/4 Hana oder C/4 immer wieder ändern. Damit die Datenübergabe an S/4 oder C/4 etwa aus weniger strukturierten Nicht-SAP-Systemen automatisiert erfolgt, bedarf es einer dynamischen Anpassung der Mapping-Regeln in JiVS IMP. Dazu werden die Änderungen an den Datenstrukturen per Schnittstelle automatisiert an die Java-basierende Plattform für Informationsmanagement übergeben.

Alles Multi: Clouds, Datenbanken, Schnittstellen

Multi-Cloud heißt der neue Standard in der IT. Die Unternehmen nutzen immer mehr Services von verschiedenen Public-Cloud-Anbietern, und das neben ihren angestammten sowie Private-Cloud-Umgebungen in ihren eigenen Rechenzentren oder bei Dienstleistern. In diesen hybriden Szenarien kommen verschiedenste Technologie-Stacks inklusive Datenbankumgebungen zum Einsatz.

Vor diesem Hintergrund bietet JiVS IMP eine Multi-Cloud- und Multi-Datenbank-Unterstützung. Zu den unterstützten Public-Cloud-Umgebungen zählen die Google Cloud Platform, Amazon Web Services und Microsoft Azure. Gleichzeitig können die Kunden unter einer Vielzahl gängiger Datenbankmanagement-Systeme (DBMS) wählen, von IBM DB2 über Oracle Database und Microsoft SQL Server bis hin zu SAP IQ (ehemals Sybase).

Dadurch passt JiVS IMP perfekt zu den Cloud- und Big-Data-Strategien von SAP-
Bestandskunden. Neben der Möglichkeit zur Implementierung in verschiedensten Public-Cloud-Umgebungen stehen die in JiVS IMP gemanagten Informationen für Big-Data-Szenarien jederzeit zur Verfügung. Sie können über den Application-Layer der Plattform abgerufen werden oder lassen sich als eigener Datensatz exportieren und in den Big-Data-Systemen verarbeiten.

Darüber hinaus kann JiVS IMP auch als zentrale Plattform für das Management von Daten dienen, die bei der Nutzung von SaaS-Angeboten in der Public Cloud anfallen. Sollten die Unternehmen entscheiden, zu einer anderen SaaS-Lösung zu wechseln, haben sie die Legacy-Informationen jederzeit im Zugriff. Selbstverständlich können SAP-Bestandskunden die Funktionalitäten von JiVS IMP auch aus der Cloud-Umgebung von Data Migration International beziehen oder in ihrer On-premises-Umgebung implementieren.

SAP und Non-SAP

Aufgrund der Erfahrung aus über 2000 Projekten auf allen Kontinenten der Erde bietet JiVS IMP die Anbindung über Schnittstellen nicht nur zu SAP, sondern zu allen anderen gängigen Unternehmensapplikationen wie Baan, Infor, JD Edwards, Microsoft Axapta, Oracle ERP und Peoplesoft etc., und das in den unterschiedlichsten Releaseständen. Aktuell unterstützt JiVS IMP über 3000 Geschäftsobjekte aus unterschiedlichsten Systemen, eine Standardintegration zwischen JD Edwards und SAP S/4 Hana befindet sich zurzeit in der Entwicklung, sodass schon bald historische JDE-Informationen automatisch transformiert und direkt in die neue SAP-Welt überspielt werden können. Überhaupt ist die Integration von JiVS IMP und SAP S/4 ein zentraler Vorteil der Plattform. Denn dadurch lässt sich direkt von der neuen Softwaregeneration aus Walldorf auf die historischen Informationen zugreifen.


Mit dem Turbolader nach S/4

2022 gewinnt die Migrations- und Transformationswelle nach SAP S/4 Hana richtig an Fahrt. Eigentlich stellen die anstehende Migration und Transformation eine perfekte Gelegenheit dar, um aufzuräumen und alte Zöpfe abzuschneiden. Viele SAP-Bestandskunden gehen zu Recht davon aus, dass sie auf mindestens 50 Prozent der bisherigen Buchungskreise und Belegarten verzichten können. Hinzu kommt ein historischer Datenbestand, der in den Online-Datenbanken von SAP-Umgebungen in vielen Fällen im zweistelligen Terabyte-Bereich und höher liegt. Zu dieser Masse an Daten addieren sich die Bestände in den ADK-Archiven in ähnlicher Größenordnung, deren Volumen sich nach der Dekomprimierung verzehnfacht.

Zwar schlägt bei den allermeisten Kunden das Herz der IT in SAP. Doch ohne Drittsysteme geht es nicht. Diese Erkenntnis gilt genauso für S/4-Umgebungen. Um Geschäftsprozesse ohne Medienbrüche abzuwickeln und eine globale Sicht darauf zu erhalten, spielen die Drittsysteme und ihre Daten auch in der neuen S/4-Hana-Welt eine entscheidende Rolle.

Eine für die intelligente Datenmigration aus SAP- und Non-SAP-Systemen konzipierte Lösung ist JiVS IMP, die Java-basierte und damit systemunabhängige Plattform für Informationsmanagement der Schweizer Data Migration International. Die Plattform überspielt dank Unterstützung für mehr als 3000 vorkonfigurierte Geschäftsobjekte sämtliche Daten und Dokumente aus Quellsystemen unterschiedlichster Hersteller von SAP über Baan, Infor und JD Edwards bis Navision etc. sowie aus ADK-Archiven und ermöglicht dadurch einen vollständigen und rechtssicheren Zugriff auf die historischen Informationen im Lesemodus, insbesondere direkt aus SAP S/4 Hana heraus.

Dank eines neu entwickelten Turboverfahrens zur Extraktion von Daten und ihres Geschäftskontexts ist es möglich, auf Knopfdruck selbst Mengen zwischen zehn, 100 und mehr Terabyte an Informationen in sehr kurzer Zeit völlig automatisiert aus Legacy-Systemen herauszulösen, auf die Plattform zu überspielen und, wie von Wirtschaftsprüfern zertifiziert, dort rechtssicher bis zu deren Löschung aufzubewahren.

JiVS IMP entkoppelt die Applikations- von der Datenebene bei den historischen Informationen konsequent. Dadurch können die Anwender von der Oberfläche ihrer Wahl – SAP GUI oder Webbrowser – auf die historischen Informationen aus SAP- und Non-SAP-Systemen wie zum Beispiel JDEdwards zugreifen, als ob sich die Daten und Dokumente weiter in den Ursprungssystemen befänden. Zudem bietet die Plattform die Möglichkeit, den Aufwand für den Umstieg auf die neue Softwaregeneration S/4 insgesamt zu halbieren. Denn weniger Datenvolumen bedeutet um bis zu 80 Prozent weniger Transformations- und Migrationsbedarf. Gleichzeitig bietet dieser Ansatz die Chance auf die Optimierung der Daten und insgesamt einen weit weniger riskanten Umstieg auf die neue Softwaregeneration bei vollem Zugriff auf die historischen Informationen aus S/4 heraus.

Darüber hinaus trägt JiVS IMP dank nahtloser Integration zu einer dauerhaften Reduktion der Gesamtbetriebskosten von SAP S/4 bei. Denn mithilfe der Plattform lassen sich Daten und Dokumente aus dem Produktivsystem nach festen Kriterien – zum Beispiel für alle Transaktionen, die älter als drei Monate sind – kontinuierlich auf der Plattform historisieren, was die Hana-Datenbank dauerhaft schlank hält. Einsparungen bei den Gesamtbetriebskosten der neuen Umgebung von 25 Prozent sind hier durchaus realistisch.

Intelligentes Informationsmanagement à la JiVS IMP ist der richtige Ansatz, um den Kampf gegen die Ressourcenknappheit und den Wettlauf gegen die Zeit bei der SAP-Transformation zu gewinnen.

https://e-3.de/partners/data-migration-services-ag/
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Data Migration International

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