MAG 20-10 Management

Gesundheit ist (auch) ein IT-Thema

[shutterstock.com: 530127004, Sergey Nivens]
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Die medizinische Versorgungslage steht aktuell im Fokus der Öffentlichkeit. Die Leistungen der deutschen Gesundheitseinrichtungen sind dabei – auch abseits der sehr guten Ausstattung mit Notfallbetten – beeindruckend.

Die Krankenhäuser in Deutschland versorgen jährlich mehr als 19 Millionen Patienten, die Anforderungen an die Logistik sind überaus komplex. Damit dabei alles reibungslos läuft, braucht es die passende IT-Infrastruktur. Die organisatorischen und administrativen Leistungen für den reibungslosen Betrieb in einem Krankenhaus sind enorm.

Die Dimensionen eines Universitätsklinikums sind mit jenen einer Kleinstadt vergleichbar. Eine prototypische Universitätsklinik umfasst etwa 100 unterschiedliche Gebäude, gliedert sich in verschiedene „Stadtteile“ mit über 200 eigenen Fahrzeugen, Tankstellen etc.

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Die wesentlichen Organisationseinheiten eines modernen Krankenhauses sind die verschiedenen Institute, Kliniken und Stationen, der Bereich Medizintechnik und die Apotheke. Dahinter liegen unterstützende Organisationseinheiten und Systeme wie Verwaltung, Facility Management, Wirtschaftsbetriebe, Rechenzentrum sowie Aus-, Fortbildungs- und Forschungseinrichtungen.

Die logistischen Herausforderungen sind atemberaubend: Täglich werden in einer Universitätsklinik 1400 verschiedene Empfangsstellen mit Waren beliefert, pro Jahr circa 7,5 Millionen Packungen Arzneimittel verbraucht. Hinzu kommen die Verwaltung und das Monitoring des gesamten medizinischen Bedarfs, der Ersatzteile sowie die Erstellung von Versorgungswegen und Personalplänen.

Rada und Konrad Seigfried sind geschäftsführende Gesellschafter des SAP-Partners Snap Consulting.

Dazu kommen komplexe Informationsströme, die von zeitlich nicht kalkulierbaren Leistungsschwankungen, Notfällen, kurzfristigen Veränderungen und individuellen Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beeinflusst werden.

Auch im Krankenhausbereich ist SAP ERP das bevorzugte Warenwirtschaftssystem. Und wie stets braucht es auch im Gesundheitsbereich spezifische Lösungen für die konkreten Anforderungen. Snap Consulting ist schon seit der Jahrtausendwende im Bereich Healthcare engagiert, der Schwerpunkt des Unternehmens mit Sitz in Wien und Hallbergmoos bei München liegt auf der Beratung und Entwicklung im Bereich Krankenhaus-Logistik.

Aus der in fast zwanzig Jahren aufgebauten Expertise sind zahlreiche Entwicklungen hervorgegangen, die mittlerweile die Standardanwendungen innerhalb von SAP darstellen. Diese „Lösungen von SAP powered by snap(WARE)“ decken wesentliche Stationen der medizinischen Versorgung ab. Das SAP-Modul GHT-APM (Gesundheitstemplate Apotheken­management) schließt die Lücke zwischen Materiallogistik und Pflege.

Es stellt geeignete Verfahren für die automatische Verarbeitung, die Erfassung von Verbrauchsdaten und Materialanforderungen zur Verfügung. Mit der Anwendung GHT-Mobile stehen diese dem betreuenden Personal auch unterwegs, also mobil, stets zur Verfügung. Den Bereich der Speisenerfassung samt Ernährungsberatung und Nährwertkontrolle deckt das GHT-VPM-Verpflegungsmanagement-Tool ab – selbstredend verknüpft mit der aktuellen Diagnose, der Menüplanung und dem Einkauf der Großküche.

Für den Bereich Materialwirtschaft gibt es eine ganze Reihe von Snap-Healthcare-Anwendungen: beginnend mit der Anforderung über das Bestellwesen und der Erfassung (Barcodescan) bis zur rechtssicheren Überprüfung eingehender Waren samt Abgleich mit den entsprechenden nationalen und europäischen Datenbanken.

Und zu guter Letzt unterstützen SAP-Add-ons von Snap auch den Bereich Wartung und Instandhaltung im Krankenhausbereich. In einem ansprechenden Interface können Gebäude, Bauteile und Ersatzteile samt Wartungsintervallen und Lagerbeständen erfasst und organisiert werden.

Derzeit ist beispielsweise die rasche Erfassung und Dokumentation von Reinigungs- und Desinfektionsleistungen essenziell. Als Hilfestellung hat Snap-Healthcare hier kurzerhand RuDi für SAP Fiori entwickelt und das SAP-kompatible Programm seinen Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Was im universell aufgestellten SAP ERP oft komplex ausgeliefert wird, versuchen die Berater einfach zu machen, sodass Krankenhausmitarbeiter die Anwendungen schnell bedienen können. Gerade auch vor dem Hintergrund häufig wechselnder Mitarbeiter legt man darauf Wert, dass die Bedienelemente praxisgerecht und schnell erfassbar sind.

Gesundheit ist auch ein IT-Thema, aber die Technologie ist dazu da, die Einrichtungen und ihre handelnden Personen bei ihren Aufgaben und in ihren Prozessen zu unterstützen. Dies gilt umso mehr in herausfordernden Zeiten.

https://e-3.de/partners/snap_consulting/

Über den Autor

Konrad Seigfried, Snap Consulting

Konrad Seigfried ist geschäftsführender Gesellschafter des SAP-Partners Snap Consulting.

Über den Autor

Rada Seigfried, Snap Consulting

Rada Seigfried ist geschäftsführende Gesellschafterin des SAP-Partners Snap Consulting.

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