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Gamechanger

Topkonzerne aus der Industrie, die sich global aufstellen wollen und stetig wachsen, brauchen eine stabile Unternehmensplattform, die kontinuierlich mitwächst und eine weltweite Governance ermöglicht.
6. Dezember 2022
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Mit einem Standard-Roll-out-Template die Basis für skalierbares und globales Wachstum setzen

Das 200 Jahre alte Traditionsunternehmen Wieland-Werke (5,4 Milliarden Euro Jahresumsatz) mit Sitz in Ulm stellt sich einer skalierbaren und globalen Herausforderung. Wieland ist Weltmarktführer für Kupfer und Kupferlegierungen und erweitert seinen Einfluss derzeit auf den amerikanischen Raum. Nachdem das Unternehmen einige Roll-outs auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich durchgeführt hatte, wandte sich Wieland an cbs mit dem Anliegen, die Roll-out-Strategie für Nord- und Mittelamerika zu industrialisieren und damit deutlich zu beschleunigen. 

Als Wieland im Sommer 2021 auf cbs zukam, entschied man, das bereits bestehende S/4-Transformationsprojekt gemeinsam weiterzuführen. Auf nationaler und internationaler Ebene hatte das Unternehmen bereits einige Roll-outs eigenständig durchgeführt. Da die Wieland-Werke ihre Präsenz im amerikanischen Raum stetig ausbauen, müssen in den USA weitere S/4-Roll-outs umgesetzt werden.

Roll-out-Strategie

Zu diesem Zeitpunkt mangelte es der Roll-out-Strategie des Unternehmens an Effizienz – die Roll-outs wurden sporadisch in unregelmäßigen Abständen und insgesamt zu langsam durchgeführt. Obwohl die Beteiligten innerhalb der Wieland-Gruppe Erfahrungen mit internationalen Roll-outs mitbrachten, arbeitete man ausschließlich mit internen Ressourcen. Für das neue große Projekt namens „Accelerated Roll-outs“ wurde das Ziel ausgegeben, die Prozesse zu industrialisieren, um möglichst viele Roll-outs parallel durchzuführen.

„Wir mussten die Art und Weise der Durchführung von Roll-outs ändern. Uns war klar: Ohne einen Strategiewechsel können wir die Umsetzungsgeschwindigkeit und die Frequenz der Einführungen nicht erhöhen“, erklärt Daniel Bischof, IT Business Consultant und zuständiger Projektleiter. Zunächst startete Wieland das sogenannte Template-Readiness-Projekt. Dabei evaluierten die Experten das Template von Wieland und die darin enthaltenen Geschäftsprozesse genau bis in alle Details. Die Berater wurden in die Prozesse involviert, da ausschließlich Roll-outs in den USA geplant waren und die Expertinnen und Experten vor Ort das Consulting und den Lead vor Ort übernehmen sollten. 

Das Ziel des ursprünglichen Template-Readiness-Projektes war es, das bereits bestehende Template von Wieland, inklusive fundierter Prozesskenntnisse, in saubere Dokumentationsprozesse einzubetten und dann Standards für globale Roll-outs zu behalten.

Know-how und Methodik

Des Weiteren ging es darum, ein Vorgehen festzulegen, wie die Roll-outs durchgeführt werden sollen. Die gute Basis in puncto Projekt-Dokumentation und das Prozess-Know-how ebneten den Weg für ein erfolgreiches Projekt. Als weiterer Meilenstein ist der Einsatz der erprobten M-cbs-Methodik einzuordnen. „Zuvor haben die Roll-outs auf nationaler Ebene gut mit internen Ressourcen funktioniert. Aber auf globaler Ebene war die enge Kooperation mit einem externen Partner wie cbs und ihrer Methode ein echter Gamechanger und der Schlüssel zum Erfolg“, unterstreicht Projektleiter Bischof.

Dennoch war es zu Beginn der Zusammenarbeit zwischen Wieland und cbs eine Herausforderung, die neue Methodik zu etablieren und alle Beteiligten mitzunehmen. Im Vorfeld wurden Roll-outs bereits unter einem anderen methodischen Ansatz und auf nationaler Ebene durchgeführt. Die legalen Anforderungen in den USA erfordern aber viele spezifische Anpassungen. Außerdem musste die Dokumentation vereinheitlicht werden, da sie zuvor in zahlreichen unterschiedlichen Formatierungen vorlag. Es galt außerdem, die Aufgaben des nationalen Wieland-Core-Teams auf internationaler Ebene zwischen internen und externen Beteiligten zu verteilen. „Das Onboarding eines externen Partners war für uns eine Herausforderung, weil es für Wieland etwas grundsätzlich Neues war“, erläutert Bischof. Der Erhalt der Teambalance unter einem extrem eng getakteten Zeitplan war dabei nicht immer leicht. Doch dank einer sehr offenen und ehrlichen Kommunikation wurde die Zusammenarbeit ein Erfolg.

Flexibilität und Komplexität

Flexibilität und eine Verlagerung der Projektarbeit in die USA waren auf beiden Seiten gewünscht und konnten so erfolgreich umgesetzt werden. „Wir haben mit cbs einen erfahrenen Partner gefunden, der unseren Anforderungen voll entspricht und uns bei dieser komplexen Aufgabe optimal unterstützt“, resümiert Daniel Bischof. Das erste Go-live in den USA steht in Kürze an. Alle weiteren Standorte sollen entlang der strategischen Roadmap stückweise folgen. 

Daniel Bischof ist zufrieden: „Jetzt haben wir eine stabile Basis für unser globales Wachstum und können das Roll-out-Tempo hochfahren. Die Expertise der cbs-Berater beim Template-Design und das breite Know-how, einen Standard gemeinsam mit dem Business zu definieren und dann entsprechend für unsere Bedürfnisse aufzubauen, hat uns sehr weitergeholfen. Zudem hat uns cbs eine individuelle Roll-out-Methodik aufgebaut, die uns von nun an Schritt für Schritt zum Ziel führen wird.“ 

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