Coverstory 2003 MAG 2003

Ende-zu-Ende-Service aus dem Partnerkosmos

[shutterstock.com: 1440907601, Gorodenkoff]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Die Telekom pflegt ein umfangreiches Partnernetzwerk, von dem Geschäftskunden jeder Größe profitieren. Mit SAP und Microsoft bestehen zertifizierte Partnerschaften schon seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Warum die gerade heute so wichtig sind, erklärt Michael Müller-Berg, Leiter Partnermanagement Geschäftskunden bei der Telekom Deutschland, im Gespräch mit E-3 Chefredakteur Peter Färbinger.

Herr Müller-Berg, alle großen ITK-Unternehmen pflegen zahlreiche Partnerschaften. Profitieren hier nur die Partner – oder hat der Kunde auch etwas davon?

Michael Müller-Berg: Für Geschäftskunden sind Partnerschaften wichtiger denn je, da die Digitalisierung bisher bekannte Wertschöpfungsketten und damit auch ITK-Projekte fundamental ändert.

Früher war der Komplexitätsgrad von ITK-Lösungen weitaus geringer. Wer SAP einführte, arbeitete mit einem regionalen mittelständischen SAP-Systemhaus oder einem größeren IT-Dienstleister wie T-Systems zusammen.

Die Anforderung war primär der Nachweis von SAP-Software-Kompetenz. In der Regel wurde SAP on-premises oder im externen Rechenzentrum installiert und betrieben – das war’s in der Mehrzahl der Projekte.

Für alle weiteren IT-Lösungen oder für WAN und LAN arbeiteten die Unternehmen mit anderen IT- und TK-Anbietern zusammen.

Was ist heute anders?

Müller-Berg: Dass sich Unternehmen für SAP auf Azure entscheiden, zeigt, was sich geändert hat. Der ITK-Dienstleister muss neben SAP auch noch Know-how in puncto Azure mitbringen.

Ansonsten bräuchte der Kunde an dieser Stelle schon zwei Dienstleister: einen für den SAP-Teil und einen für den Microsoft-Part. Wenn ein Dienstleister aber von SAP und Microsoft zertifizierte Expertenteams vorweisen kann, haben Kunden mit der Koordination und Abstimmung dieser beiden Welten deutlich weniger zu tun.

Die Digitalisierung stellt aber doch alles auf den Kopf. Es sind noch mehr Player im Spiel. Was soll dann die Partnerschaft mit einzelnen Unternehmen bringen?

Müller-Berg: Wer Digitalisierung richtig und zukunftsorientiert angeht, denkt weniger in Einzellösungen wie SAP, Microsoft, Salesforce oder Oracle. Alle geschäftskritischen Anwendungen hängen immer mehr voneinander ab.

Wer seine Maschinen vernetzen oder Daten aus Marketing und Vertrieb durch KI-Lösungen auswerten will, braucht mehr als SAP und Azure. Bei IoT geht es zum Beispiel um Netze wie 5G.

Um diese Komponenten marktgerecht und zeitnah zusammenzubringen, müssen Unternehmen eine Vielzahl von Anbietern mit einer unterschiedlichen Leistungstiefe koordinieren.

Eine zeitraubende Aufgabe, für die sie verschiedenste Kompetenzen brauchen, die inhouse immer schwieriger zu bekommen sind.

Und die Telekom kann diese verschiedenen Gewerke über Partner abdecken?

Müller-Berg: Unser Geschäftskunden-Partnerökosystem verfügt über circa 5500 Partner. Damit können wir die erforderliche Vielfalt abdecken – definitiv ein Alleinstellungsmerkmal im Markt. Und das Netzthema, das durch Cloud Computing eine ganz neue und wichtige Bedeutung gewonnen hat, werfen wir selbst mit in die Waagschale.

Wer kein modernes, leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Unternehmensnetzwerk hat, bekommt auch die Cloud nicht richtig auf die Straße. Insbesondere dann, wenn es um Echtzeitdatenaustausch oder geschäftskritische Anwendungen geht – wozu SAP ganz sicher gehört.

Welche Partnerprogramme meinen Sie konkret?

Müller-Berg: Aus Sicht der mittelständischen Geschäftskunden bieten unsere Partnerschaften mit regionalen IT-Dienstleistern einen wichtigen Mehrwert. Für den Mittelstand sind sie Partner des Vertrauens, weil sie mit Kompetenz unmittelbar vor Ort sind.

Allerdings wandelt sich das Geschäft schrittweise auch für diese regionalen IT-Dienstleister. Ihre Kunden gehen zunehmend in die Cloud. Das regionale Rechenzentrum, in dem noch oft die IT der Geschäftskunden betrieben wird, verliert an Bedeutung.

Die Mittelstands-Dienstleister suchen daher verstärkt Partner wie die Telekom, mit denen sie ihr Serviceportfolio erweitern und Reichweite bekommen. Das bedeutet einen Win-win-win-Effekt: Die regionalen IT-Dienstleister können ihren Kunden mehr Services anbieten.

Wir können unsere Netz- und Cloud-Kompetenzen beim Mittelstand einbringen. Und die Kunden erhalten Ende-zu-Ende-Lösungen aus einer Hand.

Zurück zu den Partnerschaften der Telekom mit SAP und Microsoft. Hier ist die Telekom ein Partner von vielen.

Müller-Berg: Die Partnerschaften gehen deutlich über die klassische Vertriebspartnerschaft hinaus. Für SAP sind wir einer der strategischen Partner im Bereich Global Services, SAP Outsourcing und Cloud. Wir erfahren oft früher als andere Marktteilnehmer, was sich bei SAP ändern wird.

Und als einer der wenigen strategischen Partner von Microsoft offerieren wir Public-Cloud-Services auf mehreren Feldern: SAP-Anwendungen, Managed Services auf Basis von Azure und Microsoft 365, KI- und IoT-Lösungen.

Die Telekom ist Microsoft- zertifizierter Gold-Partner und bietet Multi- sowie Hybrid-Cloud-Lösungen in den jeweiligen Themenfeldern. Wer sich also für „SAP on Azure“ bei der Telekom entscheidet, ist bei uns und unseren Partnern bestens aufgehoben.

Danke für das Gespräch.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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