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Embrace – SAP und Microsoft: S/4 Hana mit Azure

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Das Embrace-Autorenteam v. l.: Rüdiger Meyer, Microsoft, Tanja Fischer, SAP, Axel Vetter, SAP, und Christian Sülzer, SAP. Die neue Partnerschaft wird aktiv und engagiert gelebt – Embrace gilt im wahrsten Sinn des Wortes!
Geschrieben von E-3 Magazin

Die Umarmung: Anfang 2019 auf dem SAP-Field-Kick-off-Meeting (Fkom) in Barcelona wurde das Cloud-Computing-Programm Embrace geboren. Dem SAP-Bestandskunden soll der Weg in die Cloud geebnet werden. Das E-3 Magazin stellte die entscheidenden Fragen an Tanja Fischer, Axel Vetter und Christian Sülzer von SAP sowie an Rüdiger Meyer von Microsoft.

Wie unterstützen SAP und Microsoft Kunden bei der Innovation und Transformation oder was ist und bedeutet Embrace?

„Driving Innovation Together: The Intelligent Enterprise and the Intelligent Cloud“ ist die Mission der Partnerschaft von SAP und Microsoft, Kunden zusammen mit unseren Partnern bei der digitalen Transformation und Innovation mit integrierten Lösungen und Technologien von SAP und Microsoft bestmöglich zu unterstützen. Diese Mission beruht auf einer jahrzehntelangen Technologiepartnerschaft.

Aber auch die gegenseitige Kundenbeziehung spielt eine wichtige Rolle hierbei. SAP betreibt 17 interne SAP-Systemlandschaften auf Azure, Microsoft ist einer der größten Kunden von SAP und betreibt alle SAP-Systeme auf Azure. Man kann also sagen, „the best run SAP on Azure, like SAP and Microsoft“.


 

Im Oktober 2019 haben SAP und Microsoft die gemeinsame Embrace-Initiative verkündet, ein Programm, das Kunden bestmöglich bei der digitalen Transformation unterstützt.

Die vielfältige Integration von Lösungen und Technologien über die gesamten Technologie-Stacks von SAP und Microsoft bietet Kunden nun eine einzig­artige Innovationsplattform für die digitale Transformationsreise.

Die industriespezifischen Market Ap­proved Journeys und die zugrunde liegenden Referenzarchitekturen mit Lösungen und Technologien von SAP (Intelligent Enterprise Suite mit S/4 Hana und SCP) und Microsoft (Azure Services, Modern Work­place) bieten die ideale Basis für Planung und Umsetzung der digitalen Transformation.

So können Kunden beispielsweise von der Integration von Office365 und Teams in Fiori, der Nutzung von Azure AI und Azure IoT Services in SAP-Prozessen, der An­bindung von Microsoft-Line-of-Business-­Lösungen über ODI oder auch dem Betrieb von SAP-Systemen auf Azure als IaaS-Plattform profitieren.

Ein weiteres wichtiges Element von Embrace ist die Unterstützung von Kunden bei der Migration von heutigen ECC-Systemen auf S/4 Hana on Azure. Auf Basis der SAP Cloud Platform (SCP) auf Azure können Kunden Erweiterungen und die Integration von 3rd-Party-Lösungen in einer abgestimmten Technologieplattform vornehmen.

Das reduziert Komplexität, Projektaufwand und Kosten. Hinzu kommt, dass Kunden nun von einem Partnernetzwerk profitieren können, das SAP- und Microsoft-Technologien beherrscht, und Kunden damit das volle Potenzial der Innovationsplattform ausschöpfen können.

Damit stellen die enge Partnerschaft zwischen SAP und Microsoft, das kompetente Partnerumfeld und die sehr gut integrierten Produkte und Technologien die innovative und zukunftssichere Plattform für die digitale Transformation dar.

Warum entscheiden sich SAP-Kunden für S/4 Hana – wenn wir mal außer Acht lassen, dass die Standardwartung für die SAP Business Suite nur bis 2025 zugesagt ­wurde?

Die SAP Business Suite beziehungsweise ihr Vorgänger SAP R/3 konnten als ein ERP-System konzipiert werden, welches klar auf die Verwaltung von Geschäftsvorfällen spezialisiert war.

Manuelle, teilweise nicht integrierte Prozesse, Wartezeiten, fehlende Übersicht zur aktuellen Situa­tion, wenn zum Beispiel ad hoc Entscheidungen zu treffen sind, fehlende Kollaboration sowie umständliches Arbeiten sind Herausforderungen, die nach wie vor bestehen.

Obwohl die SAP Business Suite mit umfangreicher Funktionalität aufwartet, steht sie doch noch in der Tradition von Anwendungen aus den 90er-Jahren.

Mit SAP S/4 Hana werden all diese Schwachstellen beseitigt. So ist es erstmals möglich, zu analysieren, was im Unternehmen passiert, während gleichzeitig beliebig viele Mitarbeiter Daten im System erzeugen.

Das ERP-System wird mit S/4 Hana zur Grundlage des Intelligent Enterprise – als dessen zentrales Nervensystem. So kann die Disposition von Einkauf, Lager und Produktion flexibel mit Nachfrageschwankungen „atmen“ – bei reduzierten Kosten.

Mitarbeiter können sich auf die Spezialfälle und die besonders wichtigen Vorgänge konzentrieren, die ihnen das System aufzeigt. Dienstleistungen, die digitale Geschäftsmodelle unterstützen, können viel leichter im System abgebildet werden.

Die Chancen, die SAP S/4 Hana bietet, erstrecken sich auch auf die IT, wo über viele Jahre gewachsene SAP-Landschaften meist mehr Aufwand verursachen als notwendig.

Beim Wechsel auf S/4 Hana wird jetzt viel konsequenter Standardfunktionalität genutzt, weil SAP vorkonfigurierte Funktionalität bereitstellt (Best Practices und Model Company). Differenzierende Eigenentwicklungen werden weiterhin notwendig sein.

Diese können aber getrennt von der realeasefesten Standardsoftware auf der SAP Cloud Platform realisiert werden, die unsere Kunden auch auf Azure vorfinden.

Kombiniert man dies nun mit den Möglichkeiten von Azure als Plattform für die Cloud, so ergibt sich ein Trend, der Unternehmen aller Branchen erfasst hat und der sich auf drei Gebiete erstreckt:

  • Transformation des Geschäftsmodells in Teilbereichen oder dem gesamten Unternehmen
  • Verringerung der Komplexität der SAP-Anwendungen
  • Nutzung der Cloud

Unter dem Strich steht eine Modernisierung der IT, die Wachstum ermöglicht und gleichzeitig Kosten reduziert. Hierbei können Unternehmen entscheiden, welche bisher getätigten Investitionen in ihr SAP-System sie zukünftig erhalten wollen und wo sie neue Wege gehen.

Wie viele Kunden haben sich denn schon auf den Weg zu SAP S/4 Hana gemacht und wie viele zögern noch?

Bis heute sind weltweit bereits 3900 Kunden live, weit über 6000 Kunden haben ein laufendes Projekt und die Partner von SAP berichten bereits von Personalengpässen angesichts der steigenden Nachfrage nach Projektleistungen zu SAP S/4 Hana.

Einer Studie der DSAG vom Januar 2019 zufolge planen bereits jetzt rund 80 Prozent aller SAP-Kunden in Deutschland, auf SAP S/4 Hana zu wechseln – Tendenz steigend.

Dies ist bemerkenswert, denn wir sprechen ja hier von ERP-Projekten, die meist das Herz des Unternehmens betreffen. Doch SAP und das Partner-Ecosystem stehen bereit, damit kein Kunde bei seiner Transformation zurückgelassen wird.

Wie unterstützt SAP Unternehmen dabei, ihren Weg zu SAP S/4 Hana zu planen?

Wir unterstützen jedes Unternehmen mit unseren Partnern dabei, eine individuelle Roadmap für die Umstellung auf SAP S/4 Hana zu entwickeln.

Der Dreh- und Angelpunkt hierbei sind die Unternehmensziele und die daraus abgeleiteten strategischen Investitionsschwerpunkte. Dies liefert den Rahmen für die zu planende Systemumstellung.

Diese individuelle Arbeit wird durch unentgeltliche Leistungen der SAP unterstützt, die unsere Kunden flankierend abrufen können. Dies ist zum einen die Analyse, welche Chancen SAP S/4 Hana für die heute im ERP-System unterstützten Geschäftsprozesse bietet (Business Scenario Reporting).

Zweitens die Analyse, in welchen genutzten Transaktionen die technische Konvertierung des vorhandenen SAP-Systems zu S/4 Hana Projektaufwand erzeugen könnte (Readiness Check).

Vor allem ist dies aber der Adop­tion Starter Service, im Rahmen dessen wir die Nutzung dieser Reports mit Experten so begleiten, dass die SAP-Kunden eine konkrete Roadmap-Planung vornehmen können.

Dieser Service erfolgt mittels Telefonkonferenzen durch ein zentrales Team und erstreckt sich über ein bis drei Monate, je nachdem wie weitgehend man diesen Service nutzen möchte.

SAP entwickelt diese Leistungen ständig fort, um unser Versprechen, dass kein Kunde zurückgelassen wird, konsequent einzuhalten.

Über den Autor

E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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