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Ein ERP-System, aber zwei Datenbanken

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SAP-Conversion belastet überproportional das IT-Budget, weil SAP sich weigert, eine allgemeingültige AnyDB-Conversion für S/4 anzubieten. Immer mehr SAP-Bestandskunden melden sich in der E-3 Redaktion und beklagen ihre doppelten DB-Kosten.

In einer S/4-Transformationsphase müssen Anwender jeweils die alte und neue Datenbank vorhalten, ohne jedoch beide gleichzeitig nutzen zu müssen. Dennoch müssen die Lizenzgebühren parallel bezahlt werden. SAP ist das Problem bekannt und in Einzelgesprächen hat es in den vergangenen Monaten bereits viele zufriedenstellende Lösungen gegeben.

Das Problem betrifft in erster Linie Besitzer von IBM-DB2- und Oracle-Datenbanken, die parallel dazu eine Hana-Plattform aufbauen. Naturgemäß ist immer nur eine DB produktiv geschaltet, während der Conversion müssen aber Lizenzen beispielsweise für Oracle und Hana bezahlt werden. Marktteilnehmer melden, dass Microsoft bezüglich der SQL-Server-Datenbank großzügiger und verhandlungsbereit ist – man will ja potenzielle MS-Azure-Kunden nicht vergraulen.

Das E-3 Magazin hat bereits vor 18 Monaten SAP-Technikvorstand Jürgen Müller auf das Fehlen einer umfassenden AnyDB-Conversion-Roadmap angesprochen, aber bisher keine zufriedenstellende Antwort bekommen.

Es sind jedoch viele Einzelerfolge zu beobachten, sodass sich der SAP-Bestandskunde unbedingt mit Lizenz-Know-how ausstatten und den SAP-Vertriebsbeauftragten für ein Gespräch einladen sollte. Ein ERP-System und zwei Datenbanksysteme – das widerspricht jeder IT-Logik. Vielleicht findet Jürgen Müller noch einen Weg zu einer umfassenden AnyDB-Roadmap.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
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