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19. September 2022

E-Commerce: Wie die perfekte Symbiose bei der SAP ERP Integration gelingt

Damit eine E-Commerce-Plattform erfolgreich werden kann, muss sie sich nahtlos in die bestehende IT-Infrastruktur einfügen. Setzt ein Unternehmen zum Beispiel auf ein SAP-System, bringt das für die Integration einige Vorteile und Möglichkeiten mit sich. Welche sind das und was gibt es bei einer SAP-Integration zu beachten?
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Wollen Unternehmen ein neues E-Commerce-System einführen, sollten sie sich im Vorfeld ein Bild zur Softwareintegration machen. Schließlich muss das Shopsystem an die vorhandene IT-Infrastruktur angebunden werden. Nur wenn alle Systeme nahtlos verbunden sind und effektiv zusammenarbeiten, kann das E-Commerce-Projekt gelingen. Es braucht eine durchdachte Strategie zum Aufbau der Plattform, besonders wenn sie mit einer Infrastruktur verheiratet werden soll, die so viele Optionen bietet wie SAP. Folgende Schritte sollten bei einem solchen Projekt beachtet werden:

Projektstart vorbereiten

Damit der Integrationsprozess effektiv ablaufen kann, hilft es Unternehmen, wenn sie sich Klarheit darüber verschaffen, welche Kompetenzen im eigenen Team vorhanden sind und was es an Vorbereitungen braucht. Schließlich werden die Komplexität und der daraus resultierende Zeitaufwand eines solchen Projektes oft unterschätzt. Um den Arbeitsaufwand besser einzuschätzen, sollten bei der Aufstellung des Projektteams direkt alle beteiligten Fachbereiche berücksichtigt werden. Dazu zählen in jedem Fall Prozessexperten und Fachleute aus dem Bereich System Architecture bzw. System Infrastructure.

Drüber hinaus gilt es zu analysieren, welche Anbindungsmöglichkeiten es zwischen dem SAP ERP und dem Shopsystem gibt. Auf welcher Hosting-Lösung basiert das SAP ERP-System – Cloud oder On-Premise? Welche Schnittstellen braucht es, um das Shopsystem effizient anbinden zu können? Hier sollten sich Unternehmenskunden und Dienstleister im Vorfeld abstimmen, wie die bestmögliche Performance innerhalb des vorgesehenen Budgets erreicht wird.

Daten bereitstellen

Ein essenzieller Schritt in der Projektvorbereitung beziehungsweise der frühen Projektphase ist das Bereitstellen einer soliden Datenbasis. Die Informationen aller Systeme, die in den Anbindungsprozess involviert sind, sollten vollständig und konsistent integrierbar vorliegen. Dazu zählen etwa Daten aus dem ERP-, PIM-, und CRM-System. Hat ein Unternehmen bereits die Cloud-Lösung der SAP Business Technology Platform im Einsatz, sind die besten Voraussetzungen für eine reibungslose Datenmigration gegeben. Setzt die Firma auf die On-Premise Lösung SAP PO, ist ein individuelle Anbindungslösung der Schlüssel. Grundsätzlich empfehlen wir ein Cloud-Hosting, da der Support der SAP On-Premise-Variante im Jahr 2027 ausläuft.

Schnittstellen auswählen

Um die aufbereiteten Daten zu verarbeiten, braucht es die passenden Schnittstellen. Die SAP Business Technology Platform bietet – ebenso wie zum Beispiel die Shopsoftware Adobe Commerce – auf standardisierte Schnittstellen-Technologien wie REST, SOAP und oDATA. Dies bringt für Unternehmen den Vorteil mit sich, dass alle benötigten Module ohne umfangreiche Veränderungen in die bestehenden Prozesse des SAP ERP integriert werden können. In manchen Fällen braucht es dennoch eine individuelle Lösung, um den speziellen Bedürfnissen eines Unternehmens Rechnung zu tragen. Dann ist eine Kombination aus Standardschnittstellen und eigens entwickelten Software-Lösungen optimal. Ein gutes Beispiel ist die Verbindung der auf E-Commerce-Projekte spezialisierten, performanten Middleware n98-Postal® mit der SAP Business Technology Platform.

Redundanzen vermeiden

Ohnehin sollten Kunden und Dienstleister bei der Softwareintegration immer die individuellen Prozesse innerhalb der gesamten Systemlandschaft analysieren: In welchem Teilbereich der Softwarearchitektur findet welcher Prozess statt und was bedeutet das für die Integration? Durch solche Betrachtungen können Redundanzen vermieden werden. Geht es bei der Anbindung des Shopsystems beispielsweise um den Preisfindungsprozess, könnte dieser von der E-Commerce-Software übernommen werden. Im Fall eines bereits vorhandenen SAP ERP-Systems ist dies jedoch nicht nötig, da die Preisfindung in SAP berechnet wird. Die SAP Technology Platform hilft, solche Funktionen aus dem ERP-System und anderen Anwendungsbereichen innerhalb des Gesamtsystems abzurufen.

Zum Abschluss lässt sich also festhalten: Individuelle Tools – wie das genannte Beispiel n98-Postal®, die in Symbiose mit bereits vorhandenen Lösungen arbeiten – sind eine hohe Garantie für den Erfolg im E-Commerce.

Weitere Informationen zur SAP E-Commerce Integration gibt es im dazugehörigen Whitepaper.

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