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Drill-down

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Vor über 20 Jahren war ein nachhaltiges Verkaufsargument für R/3: Klick, klick, klick, und der Originalbeleg ist da! Das 3-stufige Client/Server-Modell war simpel: eine zentrale Datenbankmaschine, einige App-Server und viele Clients.

Naturgemäß ist dieses Szenario nicht mehr zeitgemäß, aber das „Hinunterklicken“ zu den einzelnen Belegen war überzeugend und somit die Datenbasis konsistent. Der Fokus hat sich verschoben: Offensichtlich zählt heute weniger die Funktion und eine zentrale, konsolidierte Datenhaltung, als vielmehr bunte Oberflächen und „ergonomische“ GUIs. Fiori ist der Star im SAP-Universum!

SAP-Vorstand Thomas Saueressig hat somit auch End-to-End-Prozesse auf Basis und mit Hilfe von Fiori versprochen. Es wird nicht IT-wissenschaftlich jede SAP-Anwendung auf eine konsolidierte Hana-Plattform gehoben, sondern lediglich mittels „optischer Täuschung“ eine App- und Daten-Harmonie vorgegaukelt. Der Anwender wird es vielleicht nicht merken, dass seine Daten nur weitergereicht werden – von einem bunten Bildschirm zum nächsten.

Das Reporting, Predictive Analysis und KI-Anwendungen werden aber ohne konsistente Datenhaltung auf der Hana-Plattform kaum funktionieren – eine von vielen Fragen: Was also tun mit Qualtrics, das standhaft jede Berührung mit Hana scheut wie der Teufel das Weihwasser?

Winshuttle

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
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