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Digitalisierungsschub durch Corona

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Geschrieben von E-3 Magazin

In 95 Prozent der Unternehmen ist Digitalisierung wichtiger geworden, sechs von zehn Betrieben nutzen bereits Industrie-4.0-Anwendungen. Investitionen steigen oft trotz Coronakrise.

Die Coronapandemie trifft die deutsche Industrie mit voller Wucht, führt zugleich aber zu einem Digitalisierungsschub in den Unternehmen. So geben vier von zehn (42 Prozent) Industrieunternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten an, bislang sehr schlecht durch die Coronazeit gekommen zu sein, rund jedes vierte (23 Prozent) eher schlecht.

Gleichzeitig sagen 95 Prozent, dass im Zuge der Coronapandemie die Digitalisierung in ihrem Unternehmen an Bedeutung gewonnen hat. Sechs von zehn Industrieunternehmen (63 Prozent) geben an, dass ihnen digitale Technologien helfen, die Coronapandemie zu bewältigen. Und drei Viertel (77 Prozent) haben festgestellt, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell bereits digitalisiert ist, besser durch die Krise kommen.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie zur Digitalisierung der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 551 Industrieunternehmen ab 100 Beschäftigten im Februar und März 2021 befragt wurden. Industrie 4.0 ist inzwischen für alle größeren Industrieunternehmen ein Thema.

Fast zwei Drittel (62 Prozent) setzen bereits spezielle Anwendungen wie vernetzte Produktionsanlagen, Echtzeitkommunikation zwischen Maschinen oder intelligente Roboter ein. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (59 Prozent), vor drei Jahren lag der Anteil gerade einmal bei 49 Prozent.

Jedes fünfte (21 Prozent) plant aktuell die Industrie-4.0-Nutzung. Weitere 16 Prozent unternehmen noch keine konkreten Schritte, können sich das aber für die Zukunft vorstellen. Erstmals gibt kein größeres Industrieunternehmen mehr an, dass Industrie 4.0 kein Thema ist. Industrie 4.0 wird zugleich auch die Arbeit in den Fabriken verändern.

So erwarten sechs von zehn Unternehmen (57 Prozent), dass neue Arbeitsplätze für gut ausgebildete Fachkräfte entstehen. Zugleich gehen aber auch rund zwei Drittel (68 Prozent) davon aus, dass Arbeitsplätze für gering Qualifizierte wegfallen werden. Auf diesen Wandel stellt sich die Industrie bereits heute ein. Ebenfalls rund zwei Drittel (68 Prozent) der Industrieunternehmen investieren bereits in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter rund um Industrie 4.0.

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