MAG 20-07 SAPanoptikum & Short Facts

Digitaler Wandel erfordert Umdenken

[shutterstock.com: 1770322295, PopTika]
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Geschrieben von E-3 Magazin

Anlässlich des Digitaltags 2020 (19. Juni) kommentiert Ralf Peters, Fachvorstand Digitalisierung, Finance und Value Chain der DSAG, den Status quo der digitalen Transformation in Deutschland.

Ob schwaches Handynetz, langsames Internet oder unumgängliche Behördengänge: Wenngleich für Deutschland als Indus­triestandort eigentlich kein Weg an der digitalen Transformation vorbeiführt, so geht es bisher noch viel zu schleppend voran. In den Unternehmen im deutschsprachigen Raum sieht das nicht anders aus, wie sich jetzt im Zuge der Coronakrise deutlich zeigt.

Obwohl die Unternehmen rein technologisch bereits einen hohen Digitalisierungsgrad erreicht haben könnten, zaudern sie, z. B. Zahlungsverfolgung, Lieferströme oder die Anpassung der Produktion an neue Bedingungen und Zusammenarbeitsmodelle „digital“ zu denken und zu realisieren.

Diese Entwicklung sehen wir kritisch, da es keine Alternativen zum digitalen Wandel gibt. Wirtschaftlich birgt die digitale Transformation enorme Potenziale und die Unternehmen im deutschsprachigen Raum sind zu Innovationen durchaus fähig. Doch zuvor muss ein Umdenken stattfinden. Digitale Geschäftsmodelle gewinnen wie erwähnt an Bedeutung und können schon heute darüber entscheiden, ob sich ein Unternehmen erfolgreich im Wettbewerb durchsetzt.

Ralf-Peters-DSAG

Um den Industriestandort Europa zu stärken, ist die Erhöhung des Automatisierungsgrades, wie in der Industrie-4.0-Initiative beschrieben, weiterhin sehr wichtig. Bisher begnügen sich jedoch noch zu viele Unternehmen damit, bestehende Geschäftsprozesse zu automatisieren, statt einen umfassend strategischen Blick auf ihre Geschäftsmodelle zu werfen. Künstliche Intelligenz kann da allenfalls helfen, neue Wege und Ideen umzusetzen.

Besonders schwer tun sich kleine und mittlere Unternehmen. Das überrascht nicht, da der digitale Wandel ganzer Geschäfts- und vielleicht sogar Produktionsmodelle teuer sein kann und viele Mitarbeiter benötigt. Hier macht sich jedoch der Fachkräftemangel bemerkbar.

Um Deutschland als Hightech-Standort zu stärken und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation zu meistern, muss aus Sicht der DSAG vor allem ein stärkerer (Wissens-)Transfer zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft erfolgen, um junge Talente praxisnah auszubilden. Parallel spielt die Entwicklung einer nachhaltigen Lernkultur und damit die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter eine wichtige Rolle.

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E-3 Magazin

Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community.

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