MAG 21-04 Personal

Die Job-Datenbank

Geschrieben von Jürgen Frisch

Wer als SAP-Fachkraft den Arbeitgeber wechselt, sucht oft eine langfristige Perspektive. Eine Personalberatung und eine Datenbank sorgen dafür, dass der Kandidat und der künftige Arbeitgeber gut zusammenpassen.

Rasant und zielgenau: „Mein neuer Arbeitsplatz als SAP-Spezialist liegt gerade einmal fünf Minuten von meiner Haustüre entfernt“, berichtet Deniz Cicek. „Gefunden habe ich die Stelle über Duerenhoff-Job-Matching. Bis zur Zusage des Arbeitgebers sind gerade einmal zwei Wochen vergangen.“ Der 28-jährige Deniz Cicek hat an der Hochschule Hannover als Bachelor Wirtschaftsingenieur Maschinenbau studiert.

Nach einigen Praktika ist die Festanstellung beim Logistikspezialisten Docking Solution und Service, die er am November 2020 angetreten hat, für ihn der Start ins Berufsleben. Docking Solution und Service bedient Fachhändler und Serviceunternehmen mit Komponenten aus der Verladetechnik wie Ladebrücken, Verladeschleusen und Steuerungen und bietet Schulungen zum Umgang mit der Technik.

Optimales SAP-Matching

Grundsätzlich umfasst der Tätigkeitsbereich des Neueinsteigers die Betreuung zahlreicher SAP-Module und anderer IT-Systeme. Die Projekte, mit denen Cicek zunächst befasst war, drehten sich zum Beispiel um Logistik-Module von SAP und um die Komponente SAP PI (Process Inte­gration), die den Datenaustausch zwischen SAP und den Systemen von Drittanbietern steuert. „Die Kollegen haben mich mit offenen Armen empfangen“, freut sich Cicek. „Ich kann dort selbstständig arbeiten und sofort Verantwortung übernehmen. Das finde ich als Einsteiger klasse!

Auf das erwähnte Job-Matching ist Cicek über Suchmaschinen gekommen. „In diesem Portal musste ich nur wenige Fragen beantworten, um dort mein Profil zu hinterlegen“, berichtet der Informatiker. „Kurz darauf hat sich eine Personalberaterin bei mir gemeldet und meine persönlichen Vorlieben abgefragt. Bereits der erste Vorschlag, den sie gemacht hat, war die Stelle, die ich angetreten habe.

Deniz Cicek fand mit Job-Matching
sehr schnell und unkompliziert seinen Arbeitsplatz.

Über seine künftige Arbeitsstelle hatte Cicek zunächst keine konkreten Vorstellungen. Wichtig war ihm vor allem, einen dynamischen Einstieg zu finden. Sofort eigenverantwortlich zu arbeiten, das erhofft er sich. Als Leistungssportler kam ihm ein Arbeitgeber in der Region entgegen. Diese Wünsche wurden prompt erfüllt. „Dass der Arbeitgeber fast vor meiner Haustüre liegt, gefällt mir ausgezeichnet“, berichtet der SAP-Spezialist. „Sogar die Reisen halten sich in überschaubarem Rahmen.

Das Eingehen auf die persönlichen Wünsche eines Bewerbers ist für die Job-Matching-Beraterin eines ihrer Erfolgsgeheimnisse: „Ich beginne meine Beratung stets mit der Frage nach den persönlichen Vorlieben. Erst dann kommen die Fähigkeiten und Stärken. So kann ich eine Bewerberin oder einen Bewerber in dem unübersichtlichen Dschungel von Stellenangeboten aus ganz Deutschland zielgenau beraten.

Von klassischen Job-Datenbanken unterscheidet sich das Job-Matching durch die ausschließliche Fokussierung auf SAP-Fachkräfte. Während die Kandidaten in einer typischen Datenbank ihre Fähigkeiten, den Standort und einen Radius dazu angeben und sich dann selbst durch die ­Angebote klicken, beraten hier die Vermittler aktiv.

So stehen die Erfolgschancen auch dann gut, wenn die Qualifikation eines Kandidaten und die Anforderung eines Stellenprofils einmal nicht hundertprozentig zusammenpassen. „Wir sehen nicht nur die Stellenausschreibung, sondern stehen mit 3500 Unternehmen im ständigen Kontakt“, weiß die Beraterin.

Wir kennen dort nicht nur die Personalchefs, sondern auch die SAP-Abteilung. Daher können wir auch einschätzen, wie gut ein Bewerber von seiner Arbeitsmentalität her in ein Unternehmen passt. Wir wissen sehr gut, was in den Unternehmen alles geht, und manchmal eben auch, was dort nicht geht.“ Dieses Know-how der Berater vermeidet Fehlbesetzungen. Der Ablauf einer Vermittlung verkürzt sich deutlich, und der Kandidat und der zukünftige Arbeitgeber passen von Anfang an gut zusammen.

Migration und Fachkräfte

Die Migration auf S/4 Hana fegt den Markt für SAP-Spezialisten leer. Da SAP-Fachkräfte momentan überaus begehrt sind, sollte man meinen, dass sie eine Job-Vermittlung gar nicht nötig haben. Jeder Arbeitgeber wird sie gerne nehmen.

Duerenhoff-Geschäftsführer Martin Lange hält das für zu kurz gedacht: „SAP-Fachkräfte bekommen momentan tatsächlich überall sofort eine Stelle. Die Frage ist aber, ob sie auch überall glücklich werden.“ Gerade im Erfolg passierten vielerorts die meisten Fehler. „Viele Kandidaten wollen bei einem Stellenwechsel einen Karriereschritt mit langfristiger Perspektive machen. Mit einer Personalberatung sorgen sie dafür, dass dieser Schritt auf Anhieb sitzt.

Der Bedarf von Unternehmen an SAP-­Fachkräften spezialisiert sich laut Lange gerade, und die Personalberater nehmen das vorweg: „Die Migration auf SAP S/4 Hana beginnt erst und wird in den nächsten Jahren den Arbeitsmarkt für SAP-Professionals leer fegen.

Über den Autor

Jürgen Frisch

Freier IT-Autor

Hinterlassen Sie einen Kommentar