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Datenstrukturen

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Die meisten informationstechnischen Transformationen können nur gelingen, wenn Businessprozesse (Algorithmen) und die Geschäftsinformationen der Aufbau- und Ablauforganisation (Datenstrukturen) konsolidiert, harmonisiert, orchestriert und letztendlich transformiert werden.

Der „Golden Record“ ohne dazugehörige Geschäftsprozesse hat keinen Mehrwert. Dieses Dilemma wird aktuell vielen SAP-Bestandskunden bei ihrem anstehenden S/4-Versionswechsel bewusst.

Unternehmen sprechen seit Jahren von der Notwendigkeit, eine digitale Transformation zu vollziehen. Die gesamte Organisation soll in eine einzige digitale Einheit verwandelt werden, in der Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Produkte und Maschinen in einem datengetriebenen Netzwerk miteinander verknüpft sind. In der Roland-Berger-Studie „The Digital Dilemma – Why Companies Struggle to Master Digital Transformation“ steht: Das digitale Dilemma entsteht nicht durch technische Grenzen, sondern aufgrund von organisatorischen und strategischen Versäumnissen. Die Klassifizierung von Daten und Algorithmen durch die IT-Werkzeuge des SAP-Partners DMI löst das grundsätzliche Problem der Abhängigkeiten von Altsystemen.

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn Unternehmen zunächst Datenarchitekturprinzipien einführen. Die Notwendigkeit einer digitalen Transformation hat SAP folgerichtig bereits vor vielen Jahren erkannt. Der ERP-Weltmarktführer war aber durch seine R/3-Vergangenheit zu sehr auf Algorithmen konzentriert. Sehr wohl wurde bei SAP erkannt, dass ein neues ERP auch eine innovative Datenplattform braucht: Es entstand die In-memory-Computing-Datenbank Hana. Aber der Composability wurde zu wenig Beachtung geschenkt und das Gartner-Konzept Data Fabric mit dem SAP’schen Data Hub schlecht umgesetzt. Bei SAP fehlt die ganzheitliche Sichtweise auf die Unternehmensdaten. Hierbei hat SAP-Partner DMI den größeren Horizont und damit das bessere Konzept für die anstehende Data Conversion.

Die Chancen überwiegen die Risiken. Die Transformation auf SAP S/4 Hana stellt eine einmalige Gelegenheit dar, die eigene IT grundlegend zu modernisieren. Es ist diese neue Art, IT bereitzustellen, zu betreiben und zu nutzen, welche die Cloud auszeichnet. Das ist unabhängig von der Frage zu betrachten, wo diese Art der IT betrieben wird. Dieser Ort kann genauso gut im eigenen Rechenzentrum sein. Cloud Computing könnte zum Katalysator einer generischen Symbiose von Datenstrukturen und Algorithmen werden. Das digitale Dilemma wird sich jedoch kaum innerhalb von Hana und S/4 lösen lassen. Die SAP-Bestandskunden werden für diese Problemlösung autonome IT-Werkzeuge verwenden müssen.

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
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