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Cloud Exit

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Bei Start-ups gehört die Exit-Strategie zu einem der wichtigsten Teile des Geschäftsplans. Letztendlich will jeder wissen, wie und wann man austeigen kann – und was dann im Portemonnaie übrigbleibt, sei es als Cash oder in Form von Aktien.

Über eine Cloud-Exit-Strategie spricht niemand! Warum? Weil es für die Cloud-Anbieter keinen Geschäftsfall, sondern den Katastrophenfall darstellt. Hat man den SAP-Bestandskunden endlich in die Cloud gelockt, schnappt die Falle zu und man hat als Cloud-Anbieter ein sicheres Einkommen.

Es soll hier nicht Zwietracht und böses Blut zwischen Anwender und Anbieter entstehen, aber passieren kann immer etwas – und was passiert dann? Wenn der SAP-Bestandskunden mit allen Lizenzen, Pflichten und Rechten in der SAP-Cloud ist, aber eines Tages sein Geschäft nicht mehr weiterbetreiben kann oder will.

Natürlich könnte er nun die Cloud kündigen und SAP keine Cloud-Subscription mehr bezahlen! Aber das SAP-System sollte weiterlaufen, weil man gegenüber der Finanz und anderen Einrichtungen noch mehrere Jahre auskunftspflichtig ist.

Mit ein paar Lizenzen und einem kleinen On-prem-Server wäre das alles kein Problem, aber im Rahmen des digitalen Wandels hat man alle Lizenzen inklusive Maintenance der SAP überantwortet. Und ein Exit-Service für die Daten gibt es bei SAP auch nicht. Was nun?

Machen Sie um die SAP´sche Cloud einen großen Bogen; behalten und behüten Sie ihre SAP-Lizenzen; gehen Sie zu einem der bekannten Hyperscaler, die haben auch keine Exit-Strategie für Sie – aber dort ist es einfacher, Vorsorge für den persönlichen K-Fall zu treffen.

Kennen Sie eine Cloud-Exit-Strategie? Schreiben Sie mir ([email protected]), damit wir die SAP-Community informieren können. Danke!

Über den Autor

Peter M. Färbinger, E-3 Magazin

Peter Färbinger, Herausgeber & Chefredakteur E-3 Magazin
B4Bmedia.net AG, Freilassing, Deutschland.
Erreichbar unter [email protected] | Tel.: +49(0)8654 77130-21

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